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Fahrtensegeln in Holland - Friesland und Ijsselmeer
Dieser Eintrag stammt von GH (Gerhard Höhl) Am 22.6.2010 @ 10:10 In Fahrtensegeln, Allgemein | 1 Kommentar
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Von Gerhard Höhl
Vom 06. - 17.06. 2010 waren wir (Herbert Keller, Adalbert Glasenhardt u. Gerhard Höhl) mit einer Hai 760 auf holländischen Gewässern segeln. Wir hatten uns vorgenommen zuerst die friesischen Gewässer nordöstlich des Ijsselmeesrs zu erkunden. Friesland hat ein ausgedehntes Netz an Wasserstraßen, das alle Seen und historische Orte miteinander verbindet.
Das Boot wurde in Heeg am Heegermeer gekrant. Über Kanäle mit vielen Brücken, für deren Öffnung man 1,50 - 2,00 € zahlen muss, fuhren wir mit Maschinenantrieb nach Sneek, einem größeren Ort, wo wir mitten in der Stadt anlegten …
Was uns auf der Fahrt auffiel waren die vielen Plattbodenschiffe mit Seitenschwertern in Holz- und Stahlbau. Nach einem Stadtbummel bei dem wir uns mit gebackenem Fisch verpflegten, fuhren wir weiter nordöstlich zum Prinzenhof. Wir hatten Mühe in dem Labyrinth von Kanälen unser Ziel zu finden, denn die Abzweigungen sind nicht beschildert. Wir fanden einen schönen Liegeplatz direkt neben dem Hafengebäude und einem Cafe, was uns sofort zu einem Cappuccino verführte. Am nächsten Tag ging es wieder Richtung Süden nach Woudsend, einem gemütlichen Ort mit einer alten Windmühle, die Baumstämme sägt. Viel segeln konnten wir nicht, der Wind stand gegenan.
Am Tag darauf fuhren wir nach Sloten, einem der schönsten Orte in Friesland, mit alten Häusern, Kanälen die durch den Ort führen und natürlich wieder mit alten Windmühlen. Nach einem Rundgang fuhren wir mit dem Schiff nach Lemmer am Ijsselmeer. Wir waren früh an unserem Ziel wodurch wir mitten in der Stadt einen Liegeplatz fanden, direkt vor den Cafes und Restaurants. Herbert kannte eine gutes Lokal, wo wir gebackenen Kabeljau zu uns nahmen. Am späten Nachmittag machte eine Segelyacht bei uns fest, Vater und Sohn aus dem Kölner Raum. Wir luden sie nach einem Umtrunk zum Essen von Hausmacher Wurst aus der Pfalz ein, Herbert hatte reichlich Vorräte gebunkert. Da sie vorhatten an diesem Abend Spaghetti mit Bolonaise zu kochen , wurden wir zu später Stunde noch von ihnen eingeladen. Wein hatten wir natürlich auch genügend an Bord. Die leeren Flaschen wurden im Rucksack von Bord gebracht, wieviel es waren ist nur dem Schreiber dieser Zeilen bekannt. Am frühen Morgen verließen wir Lemmer. Unser Ziel, ca. 30 km war Stavoren am Ijsselmeer. Zuerst konnten wir noch segeln, doch dann hatten wir den Wind genau gegenan. Es wehte mit 5-6 Windstäreken in Böen 7. Das Ijsselmeer ist ja nicht tief, so 3 - 6 m, sodass sich kurze Wellen aufbauten, die unser Schiff ganz schön durchschüttelten. Als wir an der Schleuse vor Stavoren festmachten, fing es an heftig zu regnen, was aber nach kurzer Zeit vorüber war. Wir machten an einer Insel nicht weit vom Hafengebäude und einer Fischbraterei fest. Am nächsten Morgen machte ich - Gerhard - mich wie immer auf den Weg zum Bäcker um Brötchen und Croissant zu holen, wobei der am anderen Ende des Städtchens war. Die Kameraden meinten schon, ich hätte Rast in einem Cafe gemacht, weil es so lang dauerte bis ich zurück war. Da es noch immer heftig wehte wählten wir den Weg über Kanäle zu unserem nächsten Ziel Workum, wo wir mitten in der Stadt in einem Kanal anlegten. Der Empfang des Fernsehers an Bord zum Verfolgen der Fußballweltmeisterschaft war oftmals gestört, so wurde das Boot mehrmals um einige Meter verholt, um einen besseren Empfang zu bekommen. Am nächsten Morgen segelten wir bei schwachem Wind von Workum nach Medemblick (32 km), nach kalten Nordwinden wurde es langsam wärmer.
Unser nächstes Ziel war Enkhuisen am Ijsselmeer, die 20 km segelten wir unter Genua. Wir waren früh im Hafen, sodass wir einen schönen Stadtbummel machen konnten, wobei die alten Plattbodenschiffe unsere Bewunderung fanden. Der Wind frischte am nächsten Morgen wieder auf, leider von Norden, sodass wir unter Maschine 21 km nach Stavoren gegenan mussten. Die restlichen Tage fuhren wir wieder auf Kanälen und Seen, richtig entspannend. Ein Höhepunkt war der kleine Ort Gaastmeer am gleichnamigen See mit einem hübschen Cafe und toller Torte. Am nächsten Tag fuhren wir zurück nach Heeg, unserem Ausgangspunkt. Legten den Mast und der Kran hob das Schiff wieder auf den Trailer. Bis nach Lingenfeld lagen 550 km vor uns, die wir jedoch ohne Stau recht zügig bewältigten. Auf unserer Homepage unter Fotogalerie sind die Landschaft, die die schönen Orte und Segelboote anzuschauen. Friesland ist für kleinere Yachten ein ideales Segelrevier und für Wanderfahrten zu empfehlen.
1 Kommentar To "Fahrtensegeln in Holland - Friesland und Ijsselmeer"
#1 Comment By Raimond On 22.6.2010 @ 22.6.2010
Ah ha, den Bildern kann man entnehmen dass Ihr einige schön Tage aber auch Wind und Regen hattet. Schöne Bilder auch von den interessanten Plattbodenschiffen.
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