Archive für Juli 2011

Die Entdeckung der Lahn(samkeit)

  

Eine Bootstour auf der Lahn von Runkel bis Lahnstein

 

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   Schon oft hatte ich mit dem Auto das Vergnügen ab und an im Lahntal unterwegs zu sein. Immer wieder dachte ich, da müsste man doch mal mit dem Boot die Lahn erkunden.

Nun im Juli fanden sich ein paar Tage und der Plan konnte zur Tat werden. Am Dienstag trafen wir an der Lahn ein.

Wir, also Gudrun und Raimond sowie Lillie der Yorkshire-Terrier brachten unsere “All you need” den 16er Jolli an die Lahn.

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Bootsmann “Lillie”

Die einschlägigen Infos sprachen von mehreren Slipmöglichkeiten in Dehrn, Runkel oder Limburg. Allesamt waren aber nur für kleinere Boot geeignet oder ungünstig angelegt. Ideal war dann der Slip im Campingplatz Dietz, auch wenn wir wegen der Wassertiefe den Jollenkreuzer fast vom Trailer hieven mussten. Aber man konnte wenigsten das Boot gleich am Steg anlegen und den Trailer und das Auto parken. 

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So die erste Hürde war geschafft. Wäre es nicht schon später Nachmittag wir hätten noch  losfahren  können.  Wir hatten aber eine Einladung zum Grillen bei der Familie meines Neffen Andreas. Das war schon mal ein sehr gelungener Tag und Abend. 

Spät kehren wir aufs Boot zurück. Es war schon ein Unterschied zu den 40Fuss Booten die wir so oft chartern. Aber kaum in der Koje fanden wir es auch super gemütlich in unserer Jollenkreuzer-Wohnhöhle.

An Bord ist alles einfach - aber es fehlt an nichts - außer vielleicht an einer Toilette die den Gang an Land ersparen würde. Das aber ist vom Platz schlicht nicht möglich.

Mittwoch 13.7.2011   

So endlich war es soweit. Gemütlich gingen wir es an  und fuhren erstmal zu Berge. Vorbei am Mühlchen bei Diez bis zur Schleuse Limburg und dann weiter nach Dietkirchen. Dort war leider die berühmte “alte Fähre” geschlossen. Ruhetag am Mittwoch - na das fing ja gut an. Die Bordküche gab aber genügend her und selbst kalte Getränke lieferte die Kühlbox.

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Schleuse Limburg - Unterwasser

Nach einem kleinen Landgang ging es weiter zu Berge. Vorbei an Runkel und dem Yachtclub dort, der auch zahlreiche Gastliegeplätze bei Wassertiefen von 1,1- 1,5 meter hat.  Eigentlich ist hier das für Boote (ausgenommen Schauchboote etc) befahrbare Gebiet zu Ende. Da wir aber unser Schwert etwas anheben konnten wollten wir weiterfahren. Weit kamen wir nicht nach etwa einem Kilometer war es steinig und flach, das sich die Weiterfahrt verbot. Ruder und Motor mussten schon ab und an etwas leiden.  Wenden war bei flachem Wasser und merklicher Strömung gar nicht so einfach -  fehlte doch die Spurhaltung  durch das Schwert. Direkt nach der Drehung schoss das Boot ohne Ruderwirkung  auf  die Uferbüsche zu.  Beherztes Vollgas - Rückwärts und Gudruns Einsatz auf dem Vorschiff brachten uns wieder auf Linie. Mit größter Vorsicht und nur soviel Fahrt wie nötig, um Ruderwirkung zu haben, ging es nun zu Tal. 

Mit einem anderen Boot hätte man das Wenden gleich auch mit einem Schlag rückwärts realisiert. Mit dem Jollenreuzer nicht so gerne. Beim Auflaufen auf Steine unter Wasser in Fahrt vorwärts klappen Schwert und Ruder hoch.  Bei Fahrt rückwärts gegen ein Unterwasserhinternis aber könnte Schaden entstehen.    

Die zahlreichen Kanufahrer haben dieses Problem natürlich nicht. Im Gegenteil, für die ist der ober Teil der Lahn der spannendere.

So nach dem kleinen Abenteuer ging es nun und die nächsten Tage flussab, oder zu Tal wie man auch sagt.

 Die Lahn hat ab Runkel (Fluss-KM 70) noch knapp 67 Km bis Lahnstein (KM 137)  zu bieten. Eine sehr gemächliche Strömung lässt Fahrten mit guter Geschindigkeit in beide Richtungen zu. Wenn es mal mit mehr als 3km fliest ist es schon ungewöhnlich. Übrigens  steht oft der Wind gegen die Strömung. Optisch sieht es dann so aus als ob die Lahn zu Berge fliesen würde.  Der Wind hat, wie so oft, auch einen Namen -  ”Lubentius-Wind” - benannt nach dem Heiligen Flusspatron  der Lahnfischer.

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Lubensius Statue an einem Schleusenkanal

 

Dieser  Wind wehte uns nun bei der Talfahrt kräftig ins Gesicht. Aber, das schon vorweg, wir blieben den ganzen Urlaub trocken.

Nun führte uns unsere Fahrt nach Limburg. Dort blieben wir über Nacht und legten unter der hohen Autobahnbrücke am Campingplatz an. Das Gasthaus  direkt am Platz ist zu empfehlen. Wir besichtigen zuerst das Schwimmbad und dann die Altstadt. Für Lahnbesucher ist Limburg ein Muss. Die Altstadt ist einfach ein absolutes Highlight - auch dann wenn man wiederholt hier war.  An den vielen tollen Kneipen, den Gassen und Fachwerkhäusern kommt man einfach nicht vorbei.

Donnerstag: 14.7.2011  

Wir schleusen nun ab. Das ist viel einfach als zu Berge. Beim schleusen zu Berge will die Strömung in der Kammer,  insbesondere im vorderen Teil, schon bewältigt werden um das Boot ruhig zu halten.  Deshalb, wenn immer möglich so weit wie möglich hinten bleiben.  Aber gut gefendert und mit einer Vorleine und einer Heckleine an den Gleitstangen geht es ganz gut.  

Heute geht es gemütlich den Fluss hinunter. Unser Ziel ist Laurenburg. Wir legen dort am späten Nachmittag an und haben einen sehr gemütlichen Flussfahrttag hinter uns. Wir haben Reiher, Gänse, Enten und sogar Eisvögel gesehen und uns an der Landschaft erfreut. Schon ein paar Kilometer  vor  Laurenburg  hat sich die Landschaft verändert. Das Tal wird enger und die bewalteten Berghänge lassen fast nur noch der Lahn Platz. Auch für die Handyfunkstrahlen reichte wohl der Platz nicht mehr.  Wir erklommen die Laurenburg  um ein wichtiges Gespräch zu führen - vergebens - kein Empfang!   Im Ort, eine magentafarbene Säule bot Kontakt mit der Aussenwelt - kompliziert und mit Eingabe von Kreditkartendaten - aber es klappte und musste auch klappen.   Schliesslich wollten wir am nächsten Tage ein paar Nachwuchsbootsfahrer einen Tag an Bord nehmen.

 Freitag: 15.7.2011

Heute kommen Lynn, Max und Felix (3 von 4)  Kindern meines Neffen Andreas an Bord. Nach anfänglicher Skepsis kommt Spass und Gelassenheit auf. Alle steuern mal und bewegen sich sicher an Bord. Und aus der kurzen Testfahrt wird ein ganzer Tag -  ach am liebsten währen die drei auch noch über Nacht geblieben.

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Wir passieren weitere Schleusen, was den Kindern sehr imponierte. Vorbei am einzigen Lahnwein-Ort Obernhof, durch die Schleuse Kalkofen, später durch die Schleuse Hollerich. Geplant war es in Nassau zu Mittag zu essen, aber die Kinder hatten schon früher Hunger.

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Kein Problem es waren genügend Nahrungsmittel und Getränke an Bord. Satt zum Mittagessen legten wir späeter am frühen Nachmittag  in Nassau an und liessen uns mit Kaffee, Eis, Kuchen und Radler verwöhnen.  Da alle schon an Bord gegessen hatten, nahmen wir 2 Pizzas to go mit und das war auch gut so!

Wir kamen am schiefen Turm von Dausenau vorbei und langsam kam Bad Ems in Sicht. Vorher aber wurde die Pizza vernichtet.   Übrigens Andreas hat seine Kinder auf der Fahrt per Fahrrad begleitet und von so mancher Brücke oder Schleuse fotografiert und gewunken.  In Bad Ems tobte das Leben. Livemusik, Fressmeile, Kinderjahrmarkt und Brückenfest sorgten dafür.  Drachenboote übten für das nächste Rennen und Liegeplätze waren laut und rar. Deshalb liefen wir die Marina Kutscher an. Diese liegt ruhig und verfügt über alles was der Bootsfahrer braucht. Die Stadt ist in  10 Fussminuten zu erreichen und Nachschub  kauft man bei Aldi oder Lidl. Beide sind sehr nahe.  Wir besuchten ein wenig die Stadt und bald mussten die Kinder Abschied nehmen. Sie fuhren mit Vater und Zug nach Hause. Vorher aber haben alle noch ein paar Knoten gelernt.

Übrigens ist neben der Marina Kutscher auch gleich der Bootsservice Kutscher. Mit diesem vereinbarten wir das herauskranen des Boots am Samstag bis spätestens 16.00 Uhr oder wenn es uns knapp wird am Sonntag um 11.00 - Ja richtig gelesen, auch am Sonntag wird dort gekrant.  Der Neffe Andreas würde das Gespann beibringen, so dass wir quasi den Samstag noch ohne Stress im Rahmen “Genuss der Lahnsamkeit” angehen konnten. 

Samstag: 16.7.2011   

Unser letzter Bootstag auf der Lahn. Wir wollten noch weiter zu Tal bis kurz vor den Rhein. Enge Talschleifen wechseln hier mit engen Schleusen und Schleusenkanälen ab. Kurz vor dem Rhein dann Lahnstein und eines der vielen Wirtshäuser an der Lahn.  Wir kehrten um und fuhren 4 Schleusen zu Berge bis vor den Kran bei Firma Kutscher in Bad Ems. Und bald war das Boot auf dem Trailer.  Wir blieben noch über Nacht im Boot auf der Wiese vor Andreas Haus und genossen noch mal deren Gastfreundschaft bevor es am Sonntag dann nach Hause ging.

 Resümee: Die Lahn ist in jedem Fall eine Reise wert. Ob im eigenen Boot der Unterlauf oder im Kanu ab Weilburg, oder per Rad oder per Pedes. Bootsfahrer tun gut daran dem Band Mosel/Lahn von Fenzel nicht zu sehr zu vertrauen. Seit Erscheinen 2004 hat sich vieles verändert. Einige Sliprampen und Bootsclubs gibt es nicht mehr und die Werft mit Kran und Runkel kennt niemand. Besser, oder genauer zusätzlich ist es sinnvoll sich über die Seite http://www.bcl-lahn.de/ zu informieren.   

 Statt in Diez oder Limburg zu slippen würde ich nach den Erfahrungen in Bad Ems kranen und  eben zu Berge und zu Tal fahren. Will man nur den Fluss erkunden reichen 4-5Tage aus. Hat man mehr Zeit kann man ggf. noch über den Rhein in die Mosel  oder es umgekehrt mit einer Moseltour verbinden.

Das schönste an der Lahn ist die Kombination von Gelassenheit, Ruhe und faszinierender Natur. Ab und zu gewürzt durch Städte, Burgen und Schlösser die begeistern. Auf der Lahn ist keine Berufsschifffahrt - nur Freizeit- und ab und an Fahrgastschifffahrt.

 In diesem Sinne - fahrt doch mal hin

        

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Sommerfreizeit für die Jugendlichen des SCLf und Bau eines Insektenhotels

Liebe Kinder, liebe Eltern,heute haben wir gleich einige Infos für euch und würden uns freuen, wenn Ihr zahlreich teilnehmen würdet.Da wir dieses Jahr leider keine Sommerfreizeit geplant haben, haben wir uns überlegt, dass wir gerne mit euch auf dem Segelclubgelände bzw. auf dem Zeltplatz zelten würden. Folgendermaßen ist der Plan:

Freitagnachmittags starten wir und bauen die Boote auf und bereiten uns auf den nächsten Tag vor. Samstag und Sonntag werden wir dann segeln und abschließend gibt es am Sonntag eine kleine Regatta. Für Essen und Trinken ist wie immer gesorgt, Kuchenspenden und Salate sind natürlich willkommen :-)

Wenn Ihr also Lust habt, dann könnt Ihr euch unter folgendem Link anmelden und uns mitteilen, an welchem Wochenende es euch am besten passt:

http://www.doodle.com/tsfxwy946uizhchp

Sobald der Termin fest steht, könnt Ihr euch wie gewohnt auf der SCLF Seite anmelden. Hierzu werde ich dann aber noch eine separate Email versenden. . Bitte sagt uns bis 18.07.2011 Bescheid, ob Ihr teilnehmen möchtet.

So, weiter geht es mit einem weiteren Event am 06.08.2011 ab 10.00 Uhr.Hier hat sich Wolfgang Staub am Natur-Infotag etwas ganz besonderes für euch ausgedacht:Wolfgang wird euch über die Natur um unser Heimrevier informieren und mit euch ein Insektenhotel bauen, welches Ihr dann mit nach Hause nehmen könnt. Bitte sagt uns auch hier bis 18.07.2011 Bescheid,  denn Wolfgang muss hierfür Teile für das Insektenhotel vorfertigen.

Deshalb auch hier ein Link zur Anmeldung:

http://www.doodle.com/z8taretxfktekgp4

Falls Ihr euch gerade im Urlaub befindet und erst nach dem 18.07.2011 diese Email lesen könnt, könnt Ihr mich gerne anrufen und euch unter der 0179/6647598 anmelden .Wir freuen uns über eine zahlreiche Teilnahme!

Viele Grüße,Yvi, Sebastian und Martin 

Familienfest am 17.07.11 - ab 11.00 Uhr

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Liebe Segelfreunde/innen,wir laden herzlich zu unserem Familienfest am Sonntag,
dem 17. Juli 2011, ab 11.00 Uhr auf dem Clubgelände am Schäfersee ein.

Fleisch, Salat und Brot bitte mitbringen.  Kuchenspenden erwünscht.


Bräter und Grill sind vorhanden.Es stehen die Spielgeräte des Vereins zur Verfügung.
 Es dürfen aber auch eigene noch mitgebracht werden. Weiterhin steht die Boulebahn zum Spielen bereit. Für den Aufbau der Stühle und Tische, des Bräters und der Spielgeräte benötigen wir um 9.30 Uhr noch einige Helfer.

 Für die Jüngsten unseres Vereins haben wir einen neuen Sandkasten angeschafft und diesen mit frischem Sand gefüllt.

Wer sich als Pirat verkleiden möchte, für den sind Piratenkleider vorhanden. Auch gilt es die versteckte Schatzkiste der Piraten zu finden.

 Es darf natürlich auch gesegelt werden. 

Gerhard Höhl, 1. Vors.

Rheinpfalz vom 21.6. “Sommerregatta des SCLF”

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Familien-Törn auf einem Regattaschiff!

Familien-Törn auf einem Regattaschiff!

Geht das?, war wohl die erste Frage und ich kann sagen es geht wunderbar.

Doch langsam nicht zu viel vorweg.

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So fing es an:

Ein befreundetes Paar - Nichtsegler mit 2 Kindern  (9+14)  konnten bei  einem Treffen von einem gemeinsamen Törn überzeugt werden. Schnell war klar, es musste ein 3 Kabinenschiff sein, welches aber trotzdem auch  von nur 2 Personen  mit Segelerfahrung bedient  und auch  beim An- und Ablegen beherrscht  werden kann.  Es musste davon ausgegangen werden, dass die Neusegler hier mangels Erfahrung nur begrenzt einsetzbar sind.

Da der Entschluss zu diesem Törn spät fiel waren viele der 40-46 Fuß Schiffe am Bodensse schon ausgebucht. Aber ich wusste die Match-Center-Flotte wird erneuert. Und  diese Schiffe sind zwar  als Sportversionen für Regatten getrimmt bieten aber  auch den nötigen Platz und Komfort.

Schön dass ein solches Boot noch zu bekommen war. Wir charterten eine Bavaria 40S beim Match-Center am Bodensee.

Nach den üblichen Vorbereitungen, Info-Abend und Infomaterial ging es dann am 22.6. aufs Boot. Schnell war die Yacht übernommen und die Kabinen eingeteilt. Die Kinder fanden es cooool und deren Eltern sah man an, dass sie selbst freudig überrascht waren und ihnen ein Stein vom Herz fiel, dass alle Befürchtung unbegründet waren. Es war bequem und komfortabel.

Sicherheitseinweisung und Bootskunde - na eben wie immer wenn es eine neue Crew ist,  die ein Boot bezieht - und natürlich stauen,stauen und staunen was da alles locker in den Schränken und Truhen verschwand.  Auch die grosse Kühltruhe imponierte und garantierte kühle Anlegerdrinks.

Zunächst aber zog ein heftiger Gewittersturm über den See und die Blitzleuchten blinkten mit 90 p/Sek. (Sturmwarnung)  Gut dass wir im Hafenrestaurant gemütlich den Tag ausklingen ließen.

Die etwas entspanntere Rund-Um.
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Die Rundum ist eine  Langstreckenregatta - wir aber wollten  zwar auch mal Rundum den See, aber entspannt und  ohne  Nachtfahrten und vor allen mit Pausen und Häfen!

Tag1
Am Donnerstag ging es dann bei moderaten Winden hinaus und über den See Richtung Altrhein. Alle konnten sich mal am Ruder versuchen und trotz kühlem aber trockenem Wetter hatte jeder Spass.  Neben dem üblichen Hafenflair, der Zugbrücke die den Schiffsverhehr und den Autoverkehr regelt und dem  Restaurant im ersten Stock erfreute man sich an den tollen  Duschräumen. Ein Spaziergang durch das Naturschutzgebiet nach Staad und die Einkehr im Schützengarten runden den Tag ab.

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Tag2.
Mehr Wind ist angesagt. Die Bavaria 40S hat ein mächtiges Rigg und kann auch ordentlich Wind ab. Mit einer Mannschaft aus Seglern hätten wir das Vollzeug genutzt. Mit der Familiencrew haben wir ein Reff im Groß eingebunden und trotzdem gute Fahrt gemacht. An der Krängung hatten dann auch alle Ihren Spass und die Bordinstrumente verzeichneten dann  auch oft über 8 Knoten Fahrt und einmal sogar 9.  Es ging also flott hoch am Wind in Richtung Konstanz. 
Wir legten nach einem spannenden Segeltag in Kreuzlingen an. Leider gibt es wenig geeignete Häfen für dieses breite Schiff. Aber die Kopfstege in Kreuzlingen sind eine gute Alternative zum überfüllten Konstanz. 
 
Auch hier genossen wir noch ein wenig den Spaziergang durch den Seegarten nach Konstanz. Dort tobte der Bär (Blasmusikfestival oder so).

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Der Seegarten zwischen Kreuzlingen und Konstanz

Tag3
Der Wind war schwach, aber die Sonne wollte langsam die Wolken wegheizen. Wir fuhren unter Motor in den Überlingersee. Vorbei am Eichhorn, vorbei an der Mainau bis etwa auf Höhe der Birnau um dann vorbei an den Pfahlbauten langsam wieder in Richtung Osten zu fahren. Teils mit schwachem Wind unter Segel teils unter Motor. Eigentlich wollten wir in Immenstaad einlaufen, aber Wasserstand und Info des Hafenhandbuchs ließen es nicht als ratsam erscheinen. Zwar ist im Hafen genügend Tiefe - aber in der Einfahrt nur 70cm bei Pegel 2,50 !!  und beim aktuellen Stand von 350 !!! Na ja rechnet mal selbst! 

Dann lieber nach Friedrichshafen in der Hoffnung das der Gaststeg beim WSC  frei ist.  Das war er leider  nicht, aber  der nette Hafenmeister frage uns nach der Breite und nannte uns daraufhin dann die Box 1719  - dort passten wir hinein und lagen gut. Wie wir da wieder herauskommen - na ja da mache ich mir am Tag 4 die nötigen Gedanken!

In Friedrichshafen ist es der Hafen der langen Wege. Von unserem Platz einmal rund-Um - ach ja, das wollten wir ja !
In Ort war echt etwas geboten. Am Ufer ein internationales Fest und am Anleger zwei Partyschiffe. Eines mit Tecno/Dance Fans und eines mit Transen, Dominas, Lack, Leder und Latex - das sogennte Schiff der Tortouren - ein Ausflug der SM-Szene . Entsprechend war der Auflauf am Ufer. 

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Das SM-Schiff der Torturen

Nachdem wir uns satt gesehen und alles fotografiert hatten. Wollten wir den Biergarten direkt am Hafen besuchen. Allerdings war man dort sehr unfreundlich und stellte und eine Wartezeit von min 45 Minuten in Aussicht. Wir lehnten ab und nach kurzer Beratung ob Spagetti an Bord oder schnelles Abendessen beim Express-Lamm-Keller entschlossen wir uns dort bei einer Art Express-Gastronomie halt zu machen. Das Essen ist nicht erwähnenswert, aber die Schnelligkeit bei günstigen Preisen kam uns nachdem  teuren und guten  Menüs der Schweizer  entgegen. Das Standardgericht der Kids  - wer hätte es gedacht ist  ja doch immer Schnitzel - Pommes.Ein bisschen Gitarrenklimmpern an Bord, einen  letzten Schoppen und die Kojen riefen.

 

Tag 4
Frühstück mit frischen Brötchen. Der Bäcker im Bahnhof macht es möglich. Danach langsames klarieren des Schiffs und dann heraus aus der engen Box. Zunächst von Hand und dann mit viel Vor/Rück bis das Boot passend in der Gasse steht und wir klar zum Auslaufen sind.  Der  anerkennende gehobene Daumen eines Seglerkollegen  vom Nachbarboot  freut uns natürlich.

 

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Segler Nachwuchs am Ruder

Mit etwas halben Wind geht es langsam nach Süd-Ost.  Als der Wind fast einschläft ist Bade-Tag. 

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Badetag bei gemessenen 20° und gefühlten 18°

 Später dann noch ein wenig Lustsegeln auf Höhe von Langenargen bis die Vernunft gebietet die Segel zu bergen und das Boot in die Box zu fahren. Am nächsten Morgen müssen die Kinder in die Schule und vorher müssen wir noch ca. 300 Km Ferienreiseverkehres bewältigen.

Resümee:
Allen hat es Spass gemacht unser kleine Fahrtensegel-Rundum. Das Boot und  ist ideal und  läuft auch bei leichten Winden. Wenn die  Neusegler etwas mehr Erfahrung haben kann man an eine Wiederholung denken und für die raumen Kurse den Spi mitnehmen.

Wer also Komfort, Sicherheit und flottes Segeln kombinieren will - die Matchrace-Yachten sind ideal.  Einzig die Anzahl geeigneter Anlegeplätze erfordert Kenntnis und Planung sowie etwas Glück dass der Platz auch frei ist.  Vielleicht findet man künftig ja ein paar Empfehlungen an Bord vor.

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An der Yacht gibt es (fast) nichts zu kritisieren. Für die kleine Crew wären vielleicht  Lazyjacks  nicht schlecht, dass Groß  ist  schwer aufzutuchen. Auch eine Trittstufe am Mast tut not um das Fall einzuschäkeln und das Segelkleid zu bedienen. Vielleicht habe ich es auch übersehen, aber um zwischen den Dalben oder an der Mooring im Altenrhein zu liegen sind lange Festmacher nötig. Die an Bord sind  zu kurz und taugen selbst als Spring nur bedingt.

Richtig gemein ist allerdings, dass nur ein Topf an Bord ist :-)   es fehlt ein kleiner Topf - dann hätte ich vielleicht doch noch die Spagetti bekommen!

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