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Rheinpfalz vom 21.6. “Sommerregatta des SCLF”

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Familien-Törn auf einem Regattaschiff!

Familien-Törn auf einem Regattaschiff!

Geht das?, war wohl die erste Frage und ich kann sagen es geht wunderbar.

Doch langsam nicht zu viel vorweg.

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So fing es an:

Ein befreundetes Paar - Nichtsegler mit 2 Kindern  (9+14)  konnten bei  einem Treffen von einem gemeinsamen Törn überzeugt werden. Schnell war klar, es musste ein 3 Kabinenschiff sein, welches aber trotzdem auch  von nur 2 Personen  mit Segelerfahrung bedient  und auch  beim An- und Ablegen beherrscht  werden kann.  Es musste davon ausgegangen werden, dass die Neusegler hier mangels Erfahrung nur begrenzt einsetzbar sind.

Da der Entschluss zu diesem Törn spät fiel waren viele der 40-46 Fuß Schiffe am Bodensse schon ausgebucht. Aber ich wusste die Match-Center-Flotte wird erneuert. Und  diese Schiffe sind zwar  als Sportversionen für Regatten getrimmt bieten aber  auch den nötigen Platz und Komfort.

Schön dass ein solches Boot noch zu bekommen war. Wir charterten eine Bavaria 40S beim Match-Center am Bodensee.

Nach den üblichen Vorbereitungen, Info-Abend und Infomaterial ging es dann am 22.6. aufs Boot. Schnell war die Yacht übernommen und die Kabinen eingeteilt. Die Kinder fanden es cooool und deren Eltern sah man an, dass sie selbst freudig überrascht waren und ihnen ein Stein vom Herz fiel, dass alle Befürchtung unbegründet waren. Es war bequem und komfortabel.

Sicherheitseinweisung und Bootskunde - na eben wie immer wenn es eine neue Crew ist,  die ein Boot bezieht - und natürlich stauen,stauen und staunen was da alles locker in den Schränken und Truhen verschwand.  Auch die grosse Kühltruhe imponierte und garantierte kühle Anlegerdrinks.

Zunächst aber zog ein heftiger Gewittersturm über den See und die Blitzleuchten blinkten mit 90 p/Sek. (Sturmwarnung)  Gut dass wir im Hafenrestaurant gemütlich den Tag ausklingen ließen.

Die etwas entspanntere Rund-Um.
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Die Rundum ist eine  Langstreckenregatta - wir aber wollten  zwar auch mal Rundum den See, aber entspannt und  ohne  Nachtfahrten und vor allen mit Pausen und Häfen!

Tag1
Am Donnerstag ging es dann bei moderaten Winden hinaus und über den See Richtung Altrhein. Alle konnten sich mal am Ruder versuchen und trotz kühlem aber trockenem Wetter hatte jeder Spass.  Neben dem üblichen Hafenflair, der Zugbrücke die den Schiffsverhehr und den Autoverkehr regelt und dem  Restaurant im ersten Stock erfreute man sich an den tollen  Duschräumen. Ein Spaziergang durch das Naturschutzgebiet nach Staad und die Einkehr im Schützengarten runden den Tag ab.

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Tag2.
Mehr Wind ist angesagt. Die Bavaria 40S hat ein mächtiges Rigg und kann auch ordentlich Wind ab. Mit einer Mannschaft aus Seglern hätten wir das Vollzeug genutzt. Mit der Familiencrew haben wir ein Reff im Groß eingebunden und trotzdem gute Fahrt gemacht. An der Krängung hatten dann auch alle Ihren Spass und die Bordinstrumente verzeichneten dann  auch oft über 8 Knoten Fahrt und einmal sogar 9.  Es ging also flott hoch am Wind in Richtung Konstanz. 
Wir legten nach einem spannenden Segeltag in Kreuzlingen an. Leider gibt es wenig geeignete Häfen für dieses breite Schiff. Aber die Kopfstege in Kreuzlingen sind eine gute Alternative zum überfüllten Konstanz. 
 
Auch hier genossen wir noch ein wenig den Spaziergang durch den Seegarten nach Konstanz. Dort tobte der Bär (Blasmusikfestival oder so).

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Der Seegarten zwischen Kreuzlingen und Konstanz

Tag3
Der Wind war schwach, aber die Sonne wollte langsam die Wolken wegheizen. Wir fuhren unter Motor in den Überlingersee. Vorbei am Eichhorn, vorbei an der Mainau bis etwa auf Höhe der Birnau um dann vorbei an den Pfahlbauten langsam wieder in Richtung Osten zu fahren. Teils mit schwachem Wind unter Segel teils unter Motor. Eigentlich wollten wir in Immenstaad einlaufen, aber Wasserstand und Info des Hafenhandbuchs ließen es nicht als ratsam erscheinen. Zwar ist im Hafen genügend Tiefe - aber in der Einfahrt nur 70cm bei Pegel 2,50 !!  und beim aktuellen Stand von 350 !!! Na ja rechnet mal selbst! 

Dann lieber nach Friedrichshafen in der Hoffnung das der Gaststeg beim WSC  frei ist.  Das war er leider  nicht, aber  der nette Hafenmeister frage uns nach der Breite und nannte uns daraufhin dann die Box 1719  - dort passten wir hinein und lagen gut. Wie wir da wieder herauskommen - na ja da mache ich mir am Tag 4 die nötigen Gedanken!

In Friedrichshafen ist es der Hafen der langen Wege. Von unserem Platz einmal rund-Um - ach ja, das wollten wir ja !
In Ort war echt etwas geboten. Am Ufer ein internationales Fest und am Anleger zwei Partyschiffe. Eines mit Tecno/Dance Fans und eines mit Transen, Dominas, Lack, Leder und Latex - das sogennte Schiff der Tortouren - ein Ausflug der SM-Szene . Entsprechend war der Auflauf am Ufer. 

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Das SM-Schiff der Torturen

Nachdem wir uns satt gesehen und alles fotografiert hatten. Wollten wir den Biergarten direkt am Hafen besuchen. Allerdings war man dort sehr unfreundlich und stellte und eine Wartezeit von min 45 Minuten in Aussicht. Wir lehnten ab und nach kurzer Beratung ob Spagetti an Bord oder schnelles Abendessen beim Express-Lamm-Keller entschlossen wir uns dort bei einer Art Express-Gastronomie halt zu machen. Das Essen ist nicht erwähnenswert, aber die Schnelligkeit bei günstigen Preisen kam uns nachdem  teuren und guten  Menüs der Schweizer  entgegen. Das Standardgericht der Kids  - wer hätte es gedacht ist  ja doch immer Schnitzel - Pommes.Ein bisschen Gitarrenklimmpern an Bord, einen  letzten Schoppen und die Kojen riefen.

 

Tag 4
Frühstück mit frischen Brötchen. Der Bäcker im Bahnhof macht es möglich. Danach langsames klarieren des Schiffs und dann heraus aus der engen Box. Zunächst von Hand und dann mit viel Vor/Rück bis das Boot passend in der Gasse steht und wir klar zum Auslaufen sind.  Der  anerkennende gehobene Daumen eines Seglerkollegen  vom Nachbarboot  freut uns natürlich.

 

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Segler Nachwuchs am Ruder

Mit etwas halben Wind geht es langsam nach Süd-Ost.  Als der Wind fast einschläft ist Bade-Tag. 

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Badetag bei gemessenen 20° und gefühlten 18°

 Später dann noch ein wenig Lustsegeln auf Höhe von Langenargen bis die Vernunft gebietet die Segel zu bergen und das Boot in die Box zu fahren. Am nächsten Morgen müssen die Kinder in die Schule und vorher müssen wir noch ca. 300 Km Ferienreiseverkehres bewältigen.

Resümee:
Allen hat es Spass gemacht unser kleine Fahrtensegel-Rundum. Das Boot und  ist ideal und  läuft auch bei leichten Winden. Wenn die  Neusegler etwas mehr Erfahrung haben kann man an eine Wiederholung denken und für die raumen Kurse den Spi mitnehmen.

Wer also Komfort, Sicherheit und flottes Segeln kombinieren will - die Matchrace-Yachten sind ideal.  Einzig die Anzahl geeigneter Anlegeplätze erfordert Kenntnis und Planung sowie etwas Glück dass der Platz auch frei ist.  Vielleicht findet man künftig ja ein paar Empfehlungen an Bord vor.

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An der Yacht gibt es (fast) nichts zu kritisieren. Für die kleine Crew wären vielleicht  Lazyjacks  nicht schlecht, dass Groß  ist  schwer aufzutuchen. Auch eine Trittstufe am Mast tut not um das Fall einzuschäkeln und das Segelkleid zu bedienen. Vielleicht habe ich es auch übersehen, aber um zwischen den Dalben oder an der Mooring im Altenrhein zu liegen sind lange Festmacher nötig. Die an Bord sind  zu kurz und taugen selbst als Spring nur bedingt.

Richtig gemein ist allerdings, dass nur ein Topf an Bord ist :-)   es fehlt ein kleiner Topf - dann hätte ich vielleicht doch noch die Spagetti bekommen!

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