Archive für 9.8.2011

Bodensee Schnupper- und Prüfungsfahrt

2 1/2 Tage Kurz-Trip und Prüfungstörn

am Sonntag den 31.7. nahmen wir - das sind Gerhard Höhl, Werner Schaller und Raimond Herrmann - die Chance wahr auf einer kleineren Kielyacht (Sunbeam 29) den Bodensee ein wenig zu erkunden.

Los ging es am späten Nachmittag in der Ultramarine. Einklarieren, kurz erfrischen und Leinen los.  Bei schwachen Wind ging es über den See in Richtung Süden. In der Marina Rheinshof legten wir an und genossen den Blick vom Terassenrestaurant  über den See bei leider sehr teueren Getränken. Kein Wunder der Franken steht bei 1,10 = 1 Euro. 

Passend zur untergehenden Sonne legten wir wieder ab  um unter Motor zurück nach Kressbronn zu fahren. Unterwegs auf dem See ein zünftiges Vesper in der Plicht.

Wir kamen im dunklen an. Aber dank Revier- und Hafenkenntnis sowie aufmerksamer Steuerleute ging es ohne Probleme zurück in die Box und etwas später in die Kojen.

Der Montag brachte hervorragendes Wetter - aber nur schwachen Wind. Wir wollten nach Konstanz. Aber erst nach einem guten Frühstück und nachdem wir die grosse Marina samt Geschäften begutachtet hatten. 

Es kam wie es kommen musste. Trotz sommerlicher Temperaturen wurde Segelkleidung erworben als solle es über den Atlantik gehen. Na gut die Wirtschaft wirds dem Käufer danken. Auf dem See, sich auflösender Dunst, warm aber wenig Wind. so ging es am Wind langsam gegen Westen. Abwechselnd unter Motor und immer mal wieder unter Segeln.  Gegen Nachmittag liefen wir dann zwischen den Schildern 4 und 5 in die Marina des KYC ein. Diese liegt sehr schön und ruhig vor den Toren der Stadt Konstanz.

Freundlich wurden wir aufgenommen und um 11 Euro für Schiff und Mannschaft gebeten. Enthalten darin die Duschen und ein wunderschnes Stückchen Park vor der Clubvilla.

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Alle Bilder unter www.sclf.de Fotogalerie oder klick hier …

Natürlich machten wir Konstanz unsicher. Die Altstadt ist ein Muss und würde auch für 2-3 Tage etwas hergeben. Natürlich wurde gut gegessen und zurück auf dem Weg zum Schiff auch noch ein Seekaffee aufgesucht. Bald war es 22.00 Uhr und die Schweizer feierten mit viel Feuerwerk Ihren Nationalfeiertag. Wir hatten auf der Mole VIP-Plätze und konnten das Spektakel bei einem Glas Wein, mit Blick über fast das gesamte Schweizer Ufer betrachten.

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Am Dienstag musste dann der Kurs wieder Richtung Heimatmarine gehen, denn am Mittwoch war ein Crewwechsel geplant Sebastian, Yvi und Martin wurden erwartet.

Doch Tag und der Abend gehörten noch uns. Leider wieder mit wenig bis keinem Wind. So tuckerten wir mit 2000 Touren langsam über den See und vorbei an Hagnau zog es uns zum Kaffee nach Immenstad. Mit Blick in den Hafen genossen wir den Kaffee auf der Terasse und anschliessend ein Vesper in der Plicht. Weiter ging es mit zwei Badestops nach Friedrichshafen zum Eisessen und später vorbei am Schloss Monfort in die Heimatmarine. In Friedrichshafen findet man die wohl turbulenteste Seepromenade vor. Da ist immer was geboten.

Übrigens dass  Wasser läd zur Zeit zum Baden ein, 20-22 Grad an der Oberfläche und 19 Grad (amtlich )bei 50 cm Tiefe. 

Wir haben es alle genossen - wenn auch der erste Sprung etwas Überwindung kostete.

Zurück in der Heimatmarine ging es nach einem Anleger-Drink zu Fuss rund um die Marina über die Argenbrücke und in den Nachbarhafen zum “Schuppen 13″ leider kein Platz. Also statt Nobel-Italienisch gabs dann eben “Gut Bürgerlich” in der Fischerhütte, in der wir gerade so noch einen Platz im Freien ergatterten.

Damit hätten 2 1/2 Tage enden können, aber nein eine kleine Wanderung nach Langenargen sollte der Verdauung dienen. Wir genossen den verlöschenden Abend, den schönen Park am Ufer von Langenargen und dann ein Eis bzw. einen Kaffee. Obwohl erfahren was diesen Weg betrifft hatte Raimond doch die Taschenlampe vergessen. Der Mond war auch nur schwach-matt und so mussten wir im Dunkeln zurück. Es gelang dank ein wenig Ortskenntis erstaunlich gut.

Ja so gingen 2 1/2 Urlaubstage zu Ende. Gerhard und Werner machten sich am Mittwoch auf den Weg nach Hause und die Kojen für die Übungscrew frei.  Mit Wiederholung ist aber zu rechnen.

Am Mittwoch dann Crewwechsel. Yvi, Sebastian und Martin kamen an Bord. Sie wollten die praktische Prüfung zum Bodensee-Patent absolvieren.  Also am Mittwoch bei Regen und frischen Winden Manövertraining. Ich glaube so viele Wenden, Halsen und Segelmanöver wie an diesem Nachmittag machen manche Fahrtensegler im ganzen Urlaub nicht. 

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Aber da nur 2x je ein halber Tag fürs Üben  zur Verfügung stand, war das Programm für den Donnerstag auch schon klar. Früh raus und üben. Und so waren wir gegen 9.00 Uhr auf dem Wasser (wohl die ersten) und fischten eine Boje nach der anderen raus mit Halse, mit Q-Wende und natürlich mit dem echten Aufschießer   wie die Bodenseeprüfungsordnung das will. Beidrehen und Beiliegen und die Knoten wurden natürlich auch geübt. 

Um 13.00 mussten wir das Boot einer anderen Crew abtreten die auch üben musste.

Am Freitag breitet sich dann eine gewisse Nervosität aus. Gegen 11.00 wird der Prüfer erwartet und was erwartet die Prüflinge?  Der Prüfer kommt an Bord und entmachtet erst einmal den Skipper. Der darf nichts mehr tun, nichts mehr sagen und auch nicht Deckshand sein - aber alles verantworten.!! Ok, dann ziehe ich mich eben schmollend aufs Badedeck zurück. 

Obwohl keine Motorprüfung nötig (das haben die 3 schon) muss Sebastian ablegen und uns auf den See kutschieren.

Ich will es kurz machen und vorweg nehmen. Alle machten Ihre Manöver korrekt und es gab für den Prüfer nichts zu beanstanden. Ein paar Tipps gab er obendrauf wenn es mal nicht perfekt, aber doch gut klappte und so waren die 3 Neu-Kapitäne(innen) schon nach etwas mehr als einer Stunde wieder am Land.

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Wir gratulieren und freuen uns, dass nun noch mehr das nahe und interessante Revier Bodensee selbständig nutzen können. 

  

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