Korfu und die südlichen Inseln per Kat

Korfu und die südlichen Inseln per Kat

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Vorbereitung:

Unser Oktobertörn sollte 2 Besonderheiten bieten. Zum einen sind wir vom Monohull auf den Kat umgestiegen und zum anderen wollten wir die Rümpfe des Kats mal nach Albanien lenken.

An Bord:  Raimond und Gudrun Herrmann, Werner Schaller, Gerhard Höhl und Hans-Joachim Weinmann.

Trotz perfekter Vorplanung sollten wir Albanien nicht erreichen. Schon beim Chartern des Kats über die Agentur wurde deutlich “Genaues weiss man nicht”.

Trotz Zusage der Agentur erhielten wir auf Nachfrage von Tsirigotis Sailing die Info – “No – Albanien”.

Das war ja noch kein Problem. Kurzer Hand nahmen wir Kontakt zu Kiricoulis auf der nach eigenem Bekunden seinen Booten und Kunden das Segeln nach Albanien erlaubt.

Wir bekamen die nötige Bestätigung und sogar einen identischen Kat!? und verdonnerten die Agentur dazu sicher zu stellen das die nötigen Papiere, Versicherung, Flaggen (Q und Albanien) sowie die nötigen Seekarten an Bord sein müssen. Das wurde alles per E-Mail bestätigt.

So vorbereitet stiegen wir am 14.10  in den Flieger und flogen nach Korfu.

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Ankunft und Bootsübernahme

Schon am Zielflughafen wurde deutlich – das die vereinbarte Abholung wohl nicht berücksichtigt wurde. Also zwei Taxis und ab in die Marina.

Beim obligatorischen  Check In im Büro von Kiriacoulis wusste man nichts vom Transfer, und nichts vom Wunsch nach einem Gennaker . Dafür wollte man aber 3000 Euro Kaution – akzeptierte aber weder Visa noch Amex nur Mastercard. Das war lösbar.

Bei der Übernahme des Bootes stellten sich einige Probleme heraus die nur sehr widerwillig beseitigt wurden. Es kam aber z.B. nicht in Frage das wir ohne Positionslichter oder ohne die Möglichkeit das Gas abzudrehen in See stechen.

Als es darum ging die nötige Ausrüstung für Albanien zu checken wurde die Möglichkeit  mit dem Boot Albanien zu besuchen kategorisch und sehr agressiv abgelehnt.

Was wir den dort wollten – das gibt es nichts! Das geht nicht. Das Boot hat keine Versicherung für Albanien. Man legt euch an die Kette. Die E-Mails das Kiriacoulis uns den Besuch dort bestätigt hat   wurden  plötzlich uminterpretiert:   “ja man kann im albanischen Seegebiet segeln”.

Die Crew nahms gelassen und meinte Korfu wäre auch ganz schön – der Skipper, wäre er alleine, er hätte den Vertrag anulliert.  Das schien auch der Stützpunktleiter zu merken. Wiederwillig wurde dann die Adresse eines albanischen Yachtagenten (den der Skipper schon kannte und im Vorfeld kontaktiert hatte) mitgeteilt und zumindest die albanische Gastlandflagge ausgehändigt.

So ganz nebenbei bemerkten wir dann das es das gleiche Boot war welches uns ja schon eine Absage erteilt hatte. Kiriagulis wollte wohl einfach das Geschäft machen und hat uns genau dieses Boot wiederum (unter falschen Voraussetzungen) angeboten.

Die Crew war nun verunsichert weil das Schiff nicht ausreichend versichert war und weil der Skipper vermutet das möglicherweise ein Einklarieren erfolglos wäre (denn Versicherung ist nötig) und so wurde nach kurzer Debatte auf einen Törn südlich Korfu umgeroutet.

Nun denn: Kabinen beziehen, Proviant bunkern und Abendessen im Ort.

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Tag 1 Platarias

Zunächst mussten wir noch die (widerwillige) Reparatur des Gasreglers und der Toplichter (weiss und 3 Farbenlaterne) abwarten.  Vorher natürlich noch ausgiebiges Duschen und ein erstes Frühstück an Bord. Da die Mannschaft in der Planungsphase von 7 auf 5 schrumpfte haben wir von 42fuss auf 38fuss downgradet. Die Athena 38 bot genau die richtige Größe für 5 Personen. Sowohl im Salon als auch in den Kojen und natürlich auch außen die Sitzecke war ideal. Auch das große Sonnentrampolin lud zum chillen ein.100001_0_070320091643_9

Also Leinen los und hinaus aus der Marina. Schon in der engen Boxengasse – eng wegen der Mooringleinen der Boote – zeigte sich die gute Manövrierfähigkeit des Kats. SANYO DIGITAL CAMERA

Erst gerade hinaus bis zur Mitte und dann eine Maschine rückwärts und die andere  vorwärts und schon dreht er auf der Stelle – zumindest wenn der Wind sich zurückhält.

Da beim Kat die Ruder und die Schraube nicht wie beim Monohull in der Mitte sondern sehr weit aussen liegen ist beim An- und Ablegen, insbesondere wenn Moorings und deren Sorgeleinen im Wasser sind, höchste Vorsicht geboten. Zu leicht fährt man sich fest.

Nach dem Verlassen der Marina Gouvia (nördlich von Korfu Town) wollten wir zwischen Korfu und dem Festland in Richtung Platarias fahren. Der Wind kam von vorn und wäre ideal um nach Sarandä (Albanien) zu segeln …. !!!

Nun gut kreuzen wir ein wenig um die Segeleigenschaften zu testen und wenn nötig nehmen wir die “Diesel-Genua”. Gesagt getan und wie erwartet konnte der Kat keine besondere Höhe gehen bzw. nicht mit guter Geschwindigkeit. Dazu kommt – wird hoch am Wind gesegelt und man versteuert sich in den Wind –  dann  bleibt die Kiste stehen.

Da Fahrtenkats bei schwachem Wind schwerfällig  zu wenden sind haben wir das Funsegeln benutzt um uns mit dem wenden etwas vertraut zu machen. Vor der Wende etwas abfallen und Fahrt aufnehmen  und dann flott durch den Wind steuern und die Fock backhalten und erst loswerfen wenn das Groß den Bug gewechselt hat. Das hat auch gleich gut geklappt.

 

Später haben wir dann die Maschine(n) benutzt und uns dem Tagesziel genähert. Die Crew wollte allerdings Wasserspiele. Also Maschine stop – Leine und Fender als Sicherheit achteraus und schon konnte geplanscht werden.

Nach dem Baden frischte der Wind auf und wir konnten mit guter Fahrt unser erstes Ziel ansteuern.

Wie oft in Griechenland geht man auch im Hafen vor eigenem Anker rückwärts an die Pier. Wir  sprechen dann vom anlegen “römisch katholisch”

Der erste Anlauf misslingt. Der Anker slippt und auch die Kette springt in der  Nuss verliert den Halt  und beginnt klirrend auszurauschen. Eine beherzte Fußbremse macht dem  ein Ende.

Also Anker auf und auf ein Neues. Bald liegt der Kat perfekt an der Pier und die Crew kann sich dem Hafen und Bordleben hingeben und die Ankercrew hat Ihr Wissen um die Ankerketten-Fußbremse erweitert.

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Abendessen bei Olga. Da im Hafen keine Duschen und Toiletten sind hat Olga eine pfiffige Geschäftsidee realisiert. Wer abends bei Ihr einkehrt kann die Duschen morgens benutzen. Olga spricht deutsch und die Küche ist gut und das Lokal optisch auch einen Besuch wert

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Tag 2 – Rüber nach Paxos (Paxoi)

Zur Insel Paxoi  wollen wir. Die Windrichtung stimmt,  alleine die Stärke ist eher eine Schwäche. Mit 1-2 Bft bekommen wir den Kahn nicht so richtig zum laufen.  Doch nach einer Weile frischt der Wind etwas auf und weht uns auf die Nase! Ok, wir haben Zeit, lasst uns kreuzen. Und so kreuzen wir zwischen Festland, Korfu und Paxoi. Am Nachmittag bringt uns dann ein Kreuzschlag in die Nähe der spektakulären Einfahrt nach Gaios.

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Man segelt oder fährt auf eine Steinmauer zu und erkennt erst spät wann es rechts ab in eine Art Flussrinne geht. Diese ist sehr eng und Gegenverkehr ist tunlichst an manchen Stellen zu vermeiden. Das geht einfach wegen der Untiefen nicht. Nach einem scharfen Linksknick kommt eine Engstelle die sich dann etwas zum Stadthafen von Gaios öffnet.

Man liegt vor Buganker mit dem Heck zur Pier und kann sich aussuchen ob man bei Bäcker, beim Kaffee, der Bank oder bei der Disco festmacht. Versehentlich haben wir uns für die Disco entschieden. Beim Bäcker gibt es RF_ID Chips für Wasser und Strom. Duschen …. ggf. im ortsansässigen Fitnessclub.

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Ein nettes und beschauliches Städtchen allerdings von den Engländern requiriert die mit einer Armada von Sailing-Holiday einfallen aber ganz erträglich sind.

 

Natürlich wird von der Crew die Gastronomie und die verschiedenen Espressoversorgungstellen auf Preis und Leistung abgeklopft und ggf. geprüft.

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Die Griechische Küche ist natürlich in der Regel keine Offenbarung. Man hält sich an Gegrilltes und hofft das das bestellte Lamm kein Hammel war.  Salate, Gemüsse  und Röstbrot sind allerdings fast immer frisch und zu empfehlen.  Fisch wird sehr unterschiedlich angeboten ist aber immer eine Option – aber nicht billig.

Die Nacht war laut – denn die Disco machte ordentlich Lärm – obwohl nur wenige Besucher den Weg dorthin fanden. Aber wie gesagt man kann statt vor der Disco auch vor dem Bäcker festmachen!

 

Tag 3 Anti Paxoi

Leinen los, Anker auf!

Halt halt erst mal Frühstück und zwar ausgiebig. Wir schreiben den 17.Oktober und die Sonne lockt uns ins Cockpit bei 24 Grad (übrigens auch Wassertemperatur)

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Dank frischer Backwaren und gefüllten Kühlschrank lassen wir es uns gut gehen bevor wir dann ans Auslaufen denken.

Wir nehmen die östliche Ausfahrt bei der es über eine Barre geht. Der Tiefenmesser zeigt z.T. 0,10 an. Obwohl per Lotung festgestellt wurde das man mindestens 1,9 hinzurechnen kann und der Kat nur 1,1 benötigt – trotzdem ein komisches Gefühl. Aber es ist genügend Wasser in dieser Seeschleife die einem Fluss gleich eine vorgelagerter Insel umrundet und somit eine nördliche und eine  östliche Zufahrt hat. Wer bei Nacht ankommt und die Gegebenheiten nicht kennt nehme besser die östliche Einfahrt und halte sich stur an die Molenbeleuchtung und den richtigen Kurs aus der Karte bzw. dem Hafenhandbuch.  Tiefgang über 2,2 m ist hier problematisch.

Leider lässt der Wind auf sich warten und so motoren wir in Richtung Antipaxoi umrunden die Insel auf der westlichen Seite und suchen uns eine Bucht auf der östlichen Seite.

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Antipaxoi und Ankern in der Bucht

Zwar ist der Anker fest eingefahren und Wind und Welle ehr schwach (aber drehend) die Felswände aber recht nahe. Deshalb wird Ankerwache gegangen. Das stört zwar die Nachtruhe etwas. Aber bei mildem Klima und einem  tollen Sternenhimmel bring jeder die 2 Stunden Nachtwache hinter sich. Ab und an zieht ein Kreuzfahrer vorbei und kleine Fische im Wasser sorgen durch ihr Eigenleuchten auch für Kurzweil. Als langsam alle wieder an Deck sind gibt es noch einen wunderbaren Sonnenaufgang und auch das Frühstück fernab von Cafes, Bars und Disco´s lässt keine Wünsche offen.

 

Tag 4 Preveza

Nach dem wir den Anker wieder ausgebrochen und aufgeholt haben legten wir Kurs auf Preveza. Eine größere Stadt am Festland mit diversen Marinas und einer Art Salzwasser-Binnensee im Hinterland.

Leider vermissen wird den zugesagten Wind und müssen unter Motor die Strecke bewältigen. Nachdem wir durch ein betonntes Fahrwasser ins innere der Lagune gefahren sind und uns für einen Platz an der Pier entschieden haben erinnert sich der Wind an uns  und frischt von 0 auf 4 auf. Na toll – aber dank eingespielter Crew und der guten Steuerungsmöglichkeit des Kats lassen wir uns in die Lücke zwischen 2 Booten sacken und hilfreiche Hände übernehmen die Achterleinen.  Der Anker hält gemäß seiner Aufgabe und schon bald will die Crew  die Stadt unsichermachen.  Es reiht sich eine Bar an die nächste. Auch Landstrom- und Wasseranschlusssäulen stehen in Reih und Glied an der Pier – allerdings ohne Funktion. Seltsam damit würde sich doch ein wenig Geld verdienen lassen!?

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Tag 5   Ankersalat und Segelspass  – Levkas

Nach dem Frühstück wollten wir los – der lange vermisste Wind wehte bereits kräftig.

Erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.

Beim “Anker auf ” Manöver  ging es plötzlich sehr schwer und die Sicherung flog raus. Natürlich wurde diese nicht sofort gefunden. Also Anker aufholen von Hand genauer Hand über Hand. Wer kanns wer machts? Natürlich der Skipper. Also wurde der Kat von Gerhard mit den beiden Maschinen an der Stelle gehalten – am besten mit dem Heck zum Wind und der Anker mühsam aufgeholt. Natürlich hing der Anker eines Nachbarn ebenfalls daran.

Ob wir den Anker  wegen des langsamen Aufholens per Hand geangelt haben oder der Ankerlieger erst  später ankam sein Eisen über unsere Kette legte ist nicht ergründbar.

Wir befreiten uns und  warfen seinen Anker wieder ins Wasser und informierten Ihn per Zuruf und dachten das war es und nun aber los.

Doch von hinten pfiff plötzlich eine der Maschinen. Während des Manövers  hat sich der Kat gedreht und bei Fahrt voraus die gespannte Ankerkette des gefangen Ankers kam auf die Schraube.  Das merkten wir aber nicht sofort. Wir stellten einfach fest eine Maschine geht nicht und springt auch nicht an… Hat jemand den Dieselhahn zugedreht?? Nein.  OK- wir müssen etwas tun da selbst im Hafen der Wind so um die 4-5bft bläst.

Es gibt mehrere Optionen. Wieder Ankern oder mit einer Maschine irgendwie längseits gegen den Wind anlegen. Kats mögen es nicht mit einer Maschine gefahren zu werden.  Trotzdem sah es erfolgversprechend aus bis wir,  und ein bisher fast unbeteiligt wirkender  Engländer, bemerkten, daß wir die Kette gefangen hatten. Mit der Schraube?! MIST

Alternativ zu einem schnellen chaotischem Ankern war dennoch ein Längseits  gehen in der Nähe des von seinem Anker  entbunden Engländers möglich. Das gelang auch dank einer noch nutzbaren Maschine und dem Fenderballett der Mannschaft  ausreichend sanft. So lagen wir nun gefangen von einer fremden Ankerkette gut gefendert an einer Yacht längseits.

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Gemeinsam mit einem Holländer und vor allen Dingen dank Werner Schallers Tauchgängen konnten wir den Anker bergen und die Kette von der Schraube werfen.

Der Engländer ging auf Drift nachdem seine Kette aufgeholt wurde und wurde mit Unterstützung von uns  sanft längseits an die Pier genommen.

Unsere Maschine ging wieder, der Sicherungs-Schalter für die Ankerwinsch war ja auch gefunden worden und auch die Schraube hat keinen Schaden genommen. Puh Glück gehabt.

Was war die eigentliche Ursache. Die Ankerwinsch hat wegen Überlast abgeschaltet. Der Grund dafür war das der Anker gegen die Kraft des Bootes aufgeholt wurde (wenn er nicht schon an einem anderen Anker hing) . Der Verlauf der Kette ist beim Kat schlecht zu sehen, da diese unter dem Trampolin läuft. Das erschwert es den Steuermann so einzuweisen das er auf die Kette zufährt. Vermutlich kam aber zusätzlich hinzu das die andere Kette auf unserer lag. Auch nicht optimal war das die Kette bedingt durch die Kettenkastenkonstruktion zur Haufenbildung neigte welche das korrekte Einlaufen behindert. Somit waren immer Pausen nötig mit dem Risiko das der Anker über den Grund gezogen wird.

Wenn es ganz blöde gelaufen wäre hätten wir den Notanker (2.er Anker) verwenden müssen um nicht unkontrolliert im Hafen zu driften. Aber über den Ankerketten der anderen ist das der Plan, der noch weit nach Plan B kommt.

Nach diesem Abenteuer welches Kraft und Nerven und Einsatz der gesamten Mannschaft forderte konnten wir ablegen und es ging hinaus auf die Bucht. Unser Tagesziel war ja nur ca. 7sm entfernt. Also segelten wir bei frischem Wind einfach so aus und mit viel Spass.  W übten reffen und ausreffen in Fahrt. Statt fürs Wenden konnte die Crew sich auch für Halsen begeistern.

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Auch dieser Schlag ging nicht ohne Badestop auf offener See zu Ende.

Am Nachmittag liefen wir dann am Wind Richtung Levkas (Nord Lefkada Canal). Das letzte Stück absolvierten wir mit Motor und mussten dann warten bis die Drehbrücke uns den Weg freigab. Diese öffnet stündlich. Levkas, auch Lefkas oder Lefkada ist nicht nur eine Insel sondern auch die gleichnamige Stadt am Nordöstlichen Ende der Insel die im Grunde nur durch einen Kanal vom Festland getrennt ist. In der Nähe ist auch ein Flughafen – Preveza/Lefkada. P1060369

Wir legten nach Anweisung des Hafen-Masters an der uns auch die Heckleinen annahm und die Moorings angab. Bisher zahlten wir für Strom und Wasser 10 Euro pro Nacht. Hier wurden wir mit etwas über 30 Euro inkl. 2 Duschkarten abgerechnet.

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Hier schön zu sehen wie die Einfahrt nach Preveza unter 66° erfolgen muss.

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Wär hätte es gedacht – die Crew wollte ins Städtchen und so machten wir uns auf. Von der Marina sind es nur wenige 100m bis zur Stadt Levkas. Die Stadt hat eine klare Aufteilung. Auf der Süd-Ostseite sind die Restaurants in der Übermacht und auf der Nord-Westseite die Bars. Dazwischen einige enge Gassen und ein einladender belebter Platz mit einigen Restaurants. Nach gefühlten 200 Fotos und einem Rundgang kehrten wir ein.

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Nach diesem ereignissreichem Tag mit Ankersalat, Lustsegeln, Baden  und Städtele gucken sowie einem  ausgiebigem Abendessen  war dann bald nach der Rückkehr, zumindest nach einem kurzen Zwischenstopp in der Cafebar des Hafens,  Ruhe im Schiff.

Tag 6 Parga    Skipperermenü   sowie Gummiboot fahren und ankern.

Unser Plan war es den Tag  langsam aber passend zu den Brückenöffungszeiten anzugehen. Nach dem Duschen und  Frühstücken passierten wir bald die Schwenkbrücke.

Zwar ist etwas Wind und auch die Richtung des Windes ist nutzbar  – da aber ca. 35sm vor uns liegen darf es nicht zu langsam vorangehen. Deshalb wechseln wir zwischen Segelversuchen und Stützsegel mit Maschine ab. Der Wind frischt auf und zumindest auf dem letzten Meilen können wir auch ein wenig segeln.
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An diesem Tag gab es 2 Mahlzeiten aus der Bordküche. Mittags kochte der Skipper Spaghetti – Cornetbeef  und am Abend gab es ein spätes deftiges Vesper.

Ursprünglich wollten wir im Sportboothafen von Parga anlegen. Doch die Mole war belegt und gleichzeitig fielen Massen von Sailing Holiday Crews ein und belegten Hafen und Bucht. Im Hafen kann man mit dem Bug voraus vor Heckanker direkt am Kiesstrand festmachen. Uns erschien es sicherer in der Bucht zu ankeren und das Gummiboot in Dienst zu stellen. Damit brachte der Skipper einen Teil der Crew an Land.

Später wurde dann deren Rückführung zum Kat mit dem Taxiboot organisiert. Übrigens der Taxibootskipper begrüßte seine Passagiere mit “Moin Moin”.

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Später drehte der Wind etwas und es kam  Schwell auf. Wir lagen aber sicher vor Anker und konnten auch ohne personelle Ankerwache recht sicher sein. Einmal weil die Abstände zum Ufer recht groß waren und zum anderen weil dieses großen Abstände  ermöglichten einen elektronischen Ankeralarm zu nutzen.

Wie erwartet konnten wir ruhig schlafen und hätten aber im Falle eines Falles genügend Reaktionszeit gehabt.

Tag 7   Bucht Lakka und Gaios zum 2.

Laut Wetterbericht konnten wir noch von einem perfekten Sommertag ausgehen danach sollte sich das Wetter verschlechtern. Ursprünglich wollten wir noch die Westseite von Korfu erreichen. Angepasst an den Wetterbericht änderten wir diesen Plan getreu nach dem Motto “Das Wetter ist der Boss”. Wir lichteten also Anker und legten Kurs auf die Nordspitze von Paxos (Paxoi) um dort die berühmte Bucht Lakka zu besuchen.

Die Bucht war bald erreicht und machte Ihrem Ruf alle Ehre. Kurz vor der Passage der Einfahrt sahen wir noch einen Delphin und kurze Zeit später fuhren wir beim zweiten Versuch den Anker ein. Baden, Relaxen und Lesen –  die Crew beschäftigte sich und Gudrun unternahm schwimmend einen Landausflug.

Auch kulinarisch war die Bucht ganz in Ordnung. Die Bordküche bot Kartoffelsalat mit Würstchen, Tomaten und Gurken.

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Nach diesem vergnüglichem Nachmittag zog es uns dann in Richtung Gaios.

Wie gehabt legten wir wir römisch/katholisch an der Pier an. Strom und Wasser gibt es hier für ne´n 10er.  Und kaum war das Boot fest trafen wir uns zu einem Espresso bei unserem Stammcafe.P1050181

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Hündchen “IRIS” wartet schon auf Chartercrews

 

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Der Abend in Gaios ließ schon die Wetteränderung erkennen. Der Wind war kühl und so zog es uns eher in den Ort als zu den Restaurants an der Pier.  Die Innenräume laden nicht so richtig ein. Selten gemütlich und oft plärren Discosound, die Belegschaft und der obligatorische Sport-TV-Kanal um die Wette.  Dann lieber hinaus auf die Gaß zu Hund und Katz.  Wie so oft ist die Speisekarte nahezu identisch wie in den zuvor besuchten Lokalen. Besonderes zu bekommen ist Zufall. In der Regel bekommt man eben Durschschnittsqualität und kann und wird auch nicht mehr erwarten. Die Rechnungen samt Wein für uns 5 Personen meist zwischen 70-90 Euro. Schwierig wird´s nur wenn Katzenfreunde und Menschen die die Tiere bei Tisch nicht so schätzen zusammentreffen.  Bettelnde Katzen in allen Größen gehören zum Programm und schleichen einem gerne um die Füße. Flohbefall also nicht ausgeschlossen.

Nun gut wir suchten ohne Flöhe den Heimweg zum Boot.

Tag 7  Flucht vor dem Wetter  – Zurück in die Heimatmarina Gouvia

Schon beim Frühstück war die Wetterverschlechterung erkennbar und der Wind frischte auf.  Bald als hieß es Anker auf. Das Manöver war von  einer gewissen Spannung   begleitet. Schliesslich hatten wir ja schon mal einen fremden Anker unter abenteuerlichen Umständen mitgehoben. Auch in dieser Marina war das nicht unwahrscheinlich weil auch hier sehr eng geankert wurde was mit dem Risiko das Anker auf fremder Kette zu liegen kommen verbunden ist.  Alles lief perfekt und bald war das Grundeisen aufgeholt und verstaut.   Die östliche Einfahrt nutzen wir um hinaus aufs Meer zu fahren und konnten bald die Genua setzen. Da der Wind fast von hinten kam   – und später direkt von achtern erwartet wurde – reicht die Genua um mit guter Fahrt unserem Ziel entgegen zu cruisen. Der Wind tentierte Anfangs gegen 4/5 Böen 6  und stabilisierte sich bei 5 Bft. Unsere Navigationsinstrumente errechneten eine Ankunftszeit von ca. 16.00 Uhr. Es gab also keinen Grund unsere Fahrt mit mehr Segelfläche zu beschleunigen.  Ab und zu konnten wir Schauer hinter uns ausmachen. Wir hatten aber Glück und bekamen außer ein paar vernachlässigbaren Tröpfchen nichts ab.  Bald lag Korfu-Town querab an Backbord und wir zogen in Richtung Gouvia-Bucht mit fast halben Wind.  Gegen 15.45 fielen die Segel und unter Motor ging es zum Diesel nachfüllen und dann zur Heimatpier.

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Bei böigen Wind war es etwas schwieriger an die Pier anzulegen zumal die Situation von Mooring und Platz an der Pier etwas unklar war.  Letztlich klappte es aber leidlich in Verbindung  mit dem Anlehnen an ein Nachbarboot und einem kleinen Exkurs hinsichtlich dem belastbarem Belegen der Heckleine. Schnell war die Luvseitige Mooring vom Mooring-Man Gerhard belegt und es blieb Zeit die zweite Mooring zu diskutieren. Auch diese wurde dann noch erfolgreich genutzt und die diskutierte Alternative stellte sich als nicht brauchbar heraus .  Später zwang der doch recht kräftige Wind (6-7 Bft) uns dazu die Mooringlinen noch mal kräftig nachzusetzen.

Trotzdem können wir es als Punktlandung betrachten. Denn kaum saßen wir beim Anleger im Salon öffnete der Himmel seine Schleusen und es goß in Strömen. Wir konnten feststellen das unser Sonnendach “Neupfälzisch: Bimini” wirklich nur ein Sonnendach war. Regen hielt es keinen ab. Wären wir also nur ne Stunde später eingelaufen hätten wir uns das Duschen sparen können.

Tag 8  Wir machen gemeinsam und getrennt Korfu-Town unsicher.

Werner hat es im Führer gelesen und Hans-Joachim hat die Busfahrlinie noch genauer ausgekundschaftet. Und so nutzen wir für 1,50 je Nase den Bus in die Stadt. Trotz kühlem Wind ist die Stadt noch immer von einigen Touristen bevölkert. Neben Bars, Cafes, Restaurants stehen die Einkaufsgassen der Altstadt und die venezinischen Verteidigungsforts in der Gunst der Besucher.

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Einen heftigen Gewitterschauer saßen wir dann einfach kulinarisch aus. Sprich wir waren rechtzeitig in einem Restaurantzelt mit Aussicht aufs Meer in dem uns köstlich und mit Blitz und Donner aufgetischt wurde. Wenngleich nicht alle sicher waren ob die Konstruktion dem Wind standhält wurden den Speisen doch lustvoll zugesprochen..

 

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Tag 9 Korfu Ausflug mit dem Mietauto

Mit einem Miet-VW-Bus machten wir die Insel unsicher. Skipper Raimond holte den Bus am Flughafen und uns dann damit am Boot ab. Damit war dann übrigens auch unser Transfer zum Flieger am nächsten Tag geregelt.

Der Skipper vermisste wohl seine beiden Gashebel des Kats und würgte den Bus erst mal ab – na ja Automatikfahrer halt. Ansonsten brachte er uns aber zunächst sicher  zum Kloster  Paleokastritsa.

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Daran schloß sich dann noch eine Umrundung der nördlichen Inselseite an mit obligatorischer Rast.

 

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Hier unten sieht man übrigens Albanien genauer die Stadt “Sarandä” und in den Bergen im Hintergrund den Wintereinbruch.

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So haben wir unseren Urlaub verbraucht. Noch eine Nacht an Bord der Athena 38 Pergamos und dann früh auf den Flieger nach Deuschland (kein Streik). Dann die letzten Meilen – äh Kilometer nach Wörth. Dort stiegen Gerhard, Hans-Joachim und Werner in Ihr zwischengeparktes Auto um und mussten feststellen das macht keinen Mucks mehr.

Nullo-Problemo.   Raimond hat Überbrückungskabel und sogar ne Zusatzbatterie zur Hand. Also geht doch – wäre ja auch eine gewisse Ironie nach 206,6 Seemeilen in Wörth zu stranden.

Von den 206 Sm konnten wir 100 sm unter Segel zurücklegen. Die Bordkasse die alle Kosten (ohne Flug und Charter) abdeckte kam mit weniger als 500.- pro Nase aus.

Das wurde begünstigt durch die günstigen Liegegebühren.  Flug und Bootsanteil pro Nase etwa ebenfalls 500.- Euro.  Da der Törn ein wenig von Raimond abhing wurde eine Reiserücktrittversicherung für den Fall der Fälle abgeschlossen die Flug und Charter absicherte. Diese ist von der Bordkasse übernommen und ist somit im persönlichen Anteil der Crew enthalten.

Abgesehen von den Hindernissen Albanien betreffend hat alles reibungslos geklappt was natürlich immer auch eine Crewleistung ist.

Die Region ist als Windschwach gekennzeichnet. Nun das kann begrenzt so bestätigt werden. Wenn man wie wir mit dem Kat auch mal in Buchten übernachtet ist das nicht unbedingt ein Nachtteil. Wer gerne engagiert  segeln möchte ist hier etwas fehl am Platz.

Katamarane sind wegen des hohen Gewichts seglerisch nicht unbedingt eine Offenbarung aber auch nicht langsamer als Kielboote. Der Platz, der Komfort und das man (tunlichst) ohne Krängung segelt sowie der geschützte Salon mit Rundumsicht haben aber für entspannte Urlaubstörns schon etwas. Auch das Cockpit sowie die Liegefläche auf dem Trampolin stehen schon im Kontrast zur relativen Enge der Einrümpfer.

Was man in jedem Fall im Gegensatz zu Kroatien vermisst ist eine gute Infrastruktur für Segler. Selbst an Plätzen wie Parga oder Gaios wo Abend für Abend 20-30 Charterboote anlegen gibt es keine Sanitäranlagen oder wie in Preveza trotz vorhandener Technik keine Funktion der Anlage.

Nun,  was dem einen (der Chartercrew) zu Leide ist, ist der Familiencrew zum Vorteil weil die Kosten zwischen 0 und 10 Euro pro Liegeplatz  – große Marinas ausgenommen – natürlich angenehm sind.

In diesem Sinne Raimond

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Drei Inseln und zwei Länder!

Ein Boot, 5 Segler, drei Inseln und zwei Länder

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Die Idee

Nach einigen Törns in Folge in Dalmatischen Gewässern sollte es nun mal Elba sein von wo unserer Schiffsreise starten sollte.

Schon bald war ein passendes Schiff – eine Bavaria 46Cr – und ein geeigneter Vercharterer gefunden und es konnte zur Tat gehen. Also Crew komplettieren, Flüge suchen und buchen, Verträge schließen. Das dieses alles schon lange vor dem Törn geschieht ist leider nötig um alles sicher zu realisieren. Nach diesen ersten Dinge vergingen nun einige Monate mit anderen Aktivitäten denn der Törn war ja erst für Ende September 2012 geplant.

Der Flug

Sicher man kann Elba mit dem Auto und der Fähre erreichen wir aber entschlossen uns für einen Flug ab Friedrichshafen. Um 2.00 traf die Crew sich in Wörth um im Van gemeinsam nach Friedrichshafen zu fahren. Wir hatten genügend Zeit und so ging es dann entspannt gegen 6:50 nach der Abwicklung der üblichen Formalitäten an Bord der 2motorigen  Dash 300-8 der Intersky. Wichtig war: Gepäck nur 15 Kg und Handgepäck muss verstaubar sein.

Für Segler mit Schwerwetterausrüstung immer schwierig. Da wird so manches T-Shirt der Gepäckdiät geopfert.

Ein kurzer Flug zum Teil in Wolken und schon nach ca. 1.h konnten wir Meer und Inseln sehen. Der Landeanflug wie üblich eine kurze Tour um die Insel bevor schon im Sinkflug erste „Schlaglöcher“, noch vor dem Erreichen der Piste, Mensch und Maschine  durchrüttelten. Davon unbeeindruckt setzte die Maschine auf.

War Friedrichshafen schon ein sogenannter Familiärer Flughafen – dieses Attribut  konnte Elbas Aeroport „Marina di Campo“ noch übertreffen.

Schnell war man mit seinem Gepäck am Ausgang und hatte gleich ein Großraumtaxi mit kundigem Personal welches uns zur Charterbasis brachte.

Check-In und Bootsübernahme

Wir waren früh dran und so mussten wir uns gedulden bis unsere Boot fertig und übergabebereit war. Die Zeit wurde genutzt um Lebensmittel einzukaufen. Die uns Patrice Büchi dann mit der Ape, dem 2takt Esel der Neuzeit und der engen Gassen,  transportierte.

Entgegen selbst der insulanischen Straßenverkehrsordnung nahm Gudrun noch auf der Ladefläche Platz. Klar bei einer Ape ist  der Platz hinter dem Lenker eben sehr begrenzt.

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Das ist nicht das Großraumtaxis sondern Carolins Limousine

Die Getränke waren schon vorbestellt und bevor wir alles verstauten wurde das Schiff gründlich gecheckt und für Wert befunden uns für eine Woche zu beherbergen.

Tosca – eine Bavaria 46Cr war in hervorragender Verfassung und komplett, sogar mit Radar, Blister, Schlauchboot und Außenborder (jeweils inkl.) ausgestattet.

Schnell waren die persönlichen Dinge verstaut  und eine kompetente  Schiffseinweisung absolviert. Da alles Segler mit Törnerfahrung waren und z.T. das Schiff oder vergleichbare Schiffe kannten konnte die Sicherheitseinweisung denkbar knapp ausfallen.

Die Crew

Gudrun Herrmann, Klaus(i) Gerbes, Klaus(o) Hedrich, Franz Bognar und Raimond Herrmann

Erster Schlag nach Marciana Marina

Trotz der Strapazen der Anreise war jeder interessiert  noch zu segeln. Für einen Schlag nach Capraia war es zu spät und wir überlegten ob wir noch in der Bucht einen Testschlag segeln sollten. Carolin gab uns den Tipp ggf. nach Marciana zu segeln.   Wir ließen das erst mal offen sagten aber zu, uns kurz vom Wasser zu melden was unser Plan war. Wir verließen also die etwas versteckt gelegene Marina Ascom in Portoferraio motorten über die Rade bis außerhalb der verbotenen Zone, in der befahren erlaubt, aber nicht Segel setzen/bergen oder liegen oder gar ankern zulässig ist. Wohl wegen der Fähren die Teil halbstündig fahren.

Da das Schiff korrekt funktionierte und die Segel in Ordnung waren war die Entscheidung klar – wir laufen unter Segel nach Marciane Marina. Direkt wären es ca. 9 Sm wir mussten etwas kreuzen und so waren es am Ende des Tages 12 Sm als wir  die Segel bargen.

Der Hafen war geräumig aber böige Winde aus Süd-Ost erschwerten das anlegen. Das Hafenpersonal kannte seinen Hafen und erleichterte das Anlegen durch bugsieren mit dem Schlauchboot. Bei diesem ersten Manöver wurden einige Dinge deutlich.

–          Besser mit dem Heck dem Wind entgegen

–          Kräftiger Seitenwind  – da hilft auch das Bugstrahlruder nicht mehr.

–          Und gleiche Boote fahren sich doch sehr  unterschiedlich!

Dank einer Mannschaft die keine langen Erklärungen benötig war dann aber bei der zweiten Anfahrt ein Anlegen möglich und nach einigen Korrekturen an den Leinen lag das Schiff sicher.

Ein langer Tag ging zu Ende und die Energie reichte nur noch um ein Lokal am Anfang der Pier zu besuchen. Bald danach kehrte Ruhe ein.

Kurs Isola Capraia

Nach den üblichen morgendlichen Präliminarien und der heldenhaften Nutzung der Container-Dusche und Toilette an der Mole gab es Frühstück mit frischen Brötchen die wir bei angenehmen Temperaturen  im Cockpit genießen konnten. Das Wetter hüllte zwar die Hügel und Berge Elbas in Wolken aber die Nord-Westseite und das freie Wasser lagen in der Sonne. Der Wind passte für unsern Plan zur Insel Capraia zu segeln. Er würde uns mit 4 bft  nach Westen schieben.

So legten wir ab und setzten bald nach der Ausfahrt Segel und Kurs nach Capraia.

Der Wind drehte langsam zurück und so wurde aus Südwind bald Südost. Damit würden wir genau vor dem Wind liegen. Da wir schon gerefft hatten war es für den Blister etwas zu viel und für nur die Genua zu wenig. Wir entschieden uns vor dem Wind zu kreuzen. Wir mussten nun zwar mehr Weg zurücklegen aber es war ein angenehmeres und sicheres Segeln zumal die Temperaturen recht sommerlich waren und so die Prise willkommen war.

Das Schiff machte gute Fahrt und schon am frühen Nachmittag kam der Inselhafen in Sicht. Anlegen, Schiff aufklaren Anleger trinken und nach kurzen Ausspannen die Insel mit dem Linien-Bus und zu Fuß zu erkundigen stand auf dem Programm.

Die beschauliche Insel beherbergt nur knapp über 400 Einwohner und war eine Weile Gefängnisinsel. Der Name soll wohl von „Capra“ die Ziege abgeleitet sein. Im Mitalter die Basis sarazenischer Piraten wird die Insel heute nur von Seglern und Wandertouristen, die mit Toremarfähren kommen,  heimgesucht. Das war von 1945 bis 1986 anders. Da war es eine Strafkolonie. Die Festung San Giorgio war leider nur von außen zu besichtigen. Es lohnt aber einfach weiter zu gehen und die Besichtigungspunkte Punto Bella Vista und Lo Zurletto aufzusuchen.

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Ein schöner Weg entlang der Klippen mit tollem Blick.  Eine Erklärung für die in den Stein gehauen Becken am Torre del Bagno war nicht zu finden. Vielleicht waren es Regenrückhaltebecken den auf der ganzen Insel gibt es wohl keine Quellen!

Von Italien nach Frankreich (Capreia nach Korsika)

Unser nächster Schlag sollte uns nach Korsika bringen. Nach dem Ablegen und dem setzen gereffter Segel warfen wir erst mal eine Winschkurbel über Bord. Die schwamm zwar aber bei 5 Bft und Welle haben wir diese nicht mehr wieder gefunden. Na gut dann war es eben eine Spende an Rasmus. Also weiter Kurs um den Nordzipfel von Capraia nach Korsika eventuell mit ankern in einer Badebucht.

Nach anfänglich frischen Winden folgte eine Flaute so das statt Bastia nun Macinaggio unser Ziel wurde. Kurz vorher gingen wir unter Anker in einer Bucht baden.

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Viel Schwell und plötzlich drehende auffrischende Winde signalisierten uns die angekündigten Starkwinde des Abends. Von der Bucht Baie der Tamarone  zur Marina waren es weniger als 2 sm. Und schon bald erreichten wir den Vorhafen. Am Steg dirigierte uns ein Marinero in eine sehr enge (genau passende) Lücke zwischen zwei Booten. Später stellte sich heraus, dass dieser Platz für den aufkommenden Sturm der best möglichste war. Zwar pfiff das Rigg bei Böen von weit über 40 Ktn. aber wir lagen in Lee des Schwimmstegs nahezu ohne Schwell. Gegenüber an der Innenmole tanzten die Boote bei in Wind und Welle. Die Skipper dort sind haben sicher schlecht geschlafen.

Dank Klauso´s  Französisch konnten wir die Hafenangestellt vertrösten das die Papiere am Morgen nachgereicht werden  (schließlich waren es fast 1000m vom Boot zum Hafenbüro) und später auch einen Mietwagen für den nächsten Tag reservieren, der allerdings in Bastia via Taxe abgeholt werden muss. Ganz nebenbei erwartet uns ein vorzügliches Essen. In der Osteria di u Portu am Hafen war nicht nur die Qualität – sondern auch die Menge überwältigend.
Landfall und Autoausflug

Klaus(o) und Franz starteten sehr früh um in Bastia unser Mietauto abzuholen. Eigentlich stand Calvi als Ziel auf der Wunschliste doch schon bald nach dem Start war erkennbar das dieses wohl nicht sinnvoll und ohne Stress erreichbar sei. So ging es dann erst einmal die kurvenreiche Pass und dann die Küstenstrasse entlang. Nonsa auf halben Weg nach St. Florent war die erste Station. Ein kleines Städtchen  mit Traumhaften Aussicht auf Meer und Küste sowie mit Blick auf den kilometerlangen schwarzen Strand. Auch das Caffee Restaurant  über den Klippen lohnt einen Besuch.

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Später ging es dann weiter nach St Floret einem lebendigem Hafenstädtchen an der Westküste und über den nächsten Pass zurück nach Bastia über Oletta. In Bastia noch eine Spazierfahrt durch den Etang de Bigugilia und dann die Rückgabe des Autos.  Leider waren die Taxiunternehmen nicht in der Lage ein Großraumtaxi anzubieten. Klaus(o) parlierte deshalb mit dem in Macinaggio ansässigen Taxiunternehmen und  wurde handelseinig. Man versprach uns in einer Stunde an der nahen Kirche abzuholen. Wir vertrödelten die Zeit ein wenig in der Hafennahen Altstadt und wurden pünktlich von   einem alten überlangen Mercedes 300 abgeholt. In der Marina angekommen wehte wieder heftiger Wind der selbst im Hafen noch als Starkwind wirkte und kräftig an den Leinen, Wanten und Flaggen zerrte und im Rigg pfiff. Aber wir lagen sicher und relativ ruhig.  Startwind und Sturmböen vermochten uns nicht zu beunruhigen zumal sich das Wetter für den nächsten Tag etwas beruhigen sollte.

Der lange Schlag hoch am Wind nach Elba

Genussvoll gefrühstückt, die Hafengebühren bezahlt nun sollte es nun nach Elba zurück gehen.

Der Wind war immer noch kräftig so das wir nach dem Auslaufen zunächst das gereffte Gross setzen. Ein Versuch mit voller Genua macht deutlich, das auch hier Reffen angesagt war. Nach ein paar Trimmaktionen lief die Bavaria 46 CR „TOSCA“ mit guter Geschwindigkeit nach Südost.  Wenn es von Wind und Wellen möglich war wollen wir an der Südseite anlanden und Marina di Campo besuchen. Der Wind drehte allerdings zunehmend auf Süd-Ost so das wir nach anfänglichem SE-Kurs hoch am Wind fast nur noch Ost halten konnten. Wind und Welle waren ruppig und der Wind frischte teils heftig auf. Selbst mit 2 Reff im Groß und sehr kleiner Genua ging es meist über sieben Knoten dahin. Oft zeigte des Log aber auch 8 und mehr Knoten kurzfristig an.  Letztlich entschieden wir uns den ersten Hafen auf der Nordseite anzusteuern. Diesen, die Rede ist von Marciana Marina  konnten wir auch gut ansteuern  und weniger als 1 Sm nördlich fast querab ließen wir die Segel fallen und fuhren unter Motor ein.  Den Hafen und die etwas unvorteilhaften Winde kannten wir schon vom ersten Besuch. Der Hafenmeister im Schlauchboot war etwas hektisch und unkoordiniert. Nach einer Liegeplatzzuteilung die uns nicht behagte entschied er sich dann aber doch für einen Platz den auch wir ausgewählt hatten. Eine neue und manchmal sinnvolle Methode ist die Anlegehilfe per Schlauchboot. Hier hilft der Marinero z.B. den Bug bei Seitenwind zu halten oder bei engen Plätzen gibt er schon mal den „Fender“ mit seinem Tender. Unser Marinero verwechselte es wohl ehr mit einem Rodeo und puffte und knuffte mehrmals unsinnig gegen den Rumpf. Zumindest war es grenzwertig und beim nächsten Törn werde ich meinen eingeschränkten Italienischen Wortschatz um die Abwehr solche fragwürdigen Dienste erweitern. Nun gut insgesamt mit Abhalten der überschüssigen Pufferwirkung ging es glatt und bald lagen wir gut und sicher.  Spagettiabend war wohl angesagt!

Halb herum um Elba nach Porto Azurro

Leider hatte der Starkwindtag mit südlichen Winden und steilen kurzen Wellen eine südliche Umfahrung verhindert. Für die beiden verleibenden Tage war schwacher Süd-Ost später rückdrehend angesagt. Die Insel unter Motor zu umkreisen ? das war dann doch nicht unser Ding zumal  der Südostschwell sicherlich an der Südküste noch ein paar Stunden anrollen würde. Also entschlossen wir uns die Ostküste anzulaufen. Dort gibt es zwei Häfen. Also dann schauen wir mal. Mit leichtem Wind und viel Motor ging es vorbei an  der Bucht von Portoferraio durch die Fährstrasse zum Nordost-Cap. Vorher brauste plötzlich die Küstenwache mit Blaulicht auf uns zu – aber wir waren uns keiner Schuld bewusst – dafür aber sehr erstaunt – denn der Kurs galt eindeutig uns. Also mal schnell zum Funk. Da wurde deutlich, dass ein anderes Boot wohl ein Problem hatte aber die Position nicht korrekt mitgeteilt hatte. Die Küstenwache also quasi umherirrte und uns dann auch ignorierte nachdem erkennbar war, dass wir nicht der Notfall waren.

Mit wohleingeteilter Fahrtgeschwindigkeit durchquerten wir die Fährstrasse ohne die großen Pötte zu behindern. Diese haben zwar nicht grundsätzlich Vorrecht – aber anlegen möchte man sich nicht.

Rio Marina bot weder Platz noch besaß es Charme. Der Anleger hinter der Mole im Handbuch noch als Anlegemöglichkeit mit Mooring beschrieben war zwischenzeitlich in der Hand der lokalen Kleinboote.  Also weiter nach Porto-Azzuro welches ja nur wenige Meilen südlich liegt. Dort legten wir dann früh am Nachmittag an und besuchten  die Altstadt, das ehemalige Gefängnis und die Wege an der Klippe. Später kehrten wir ein und genossen gehobene Kochkunst im Freien ich glaube die Weinstube nannte sich „Da Pino“ .

Zufrieden mit der Welt ging es zurück an Bord und bald kehrte Ruhe ein.

Übrigens die Duschen und Toiletten in Porto-Azzuro sind schon seit Jahrzehnten etwas abenteuerlich. Man geht vom Hafen diagonal über die große Plaza und dann rechts leicht hinauf. Dann sieht man schon ein graues niedriges Gebäude mit Sitzbänken davor und eine italienische „MAMA“ die Duschen und Toiletten resolut verteilt bzw. zuteilt. Entweder gegen Geld oder gegen Vorlage des Hafenkärtchen. Wegen dieser Nutzung per Zuteilung muss man sich auch an die Öffnungszeiten halten. Dafür kann man aber auch relativ saubere Anlagen vorfinden.

Heimwärts in die Charterbasis.

Schwacher Wind und langsames Kreuzen. Der letzte Tag fing nach einem wie immer guten Frühstück entspannt an. Um nicht im Rückkehrerstau tanken zu müssen, füllten wir die Tanks hier.  Übrigens fast immer konnten wir im Cockpit frühstücken oder den Abend ausklingen lassen. Zwar waren die Berge oft  von Wolken umrahmt oder bedeckt aber auf See und in den Häfen bleib es trocken und warm. Scirokko Einfluss eben.

Gemütlich geht es mit Streck- und Holeschlägen nach Norden an der Küste entlang. Doch bald wird der Wind noch flauer und wir nähern uns nur noch mit 1-2 Knoten unserm Ziel. Zeit den Wind mit dem Diesel zu verstärken.  So geht es mit sanfter Reisegeschwindigkeit erst die Küste entlang bis zum nördlichsten Punkt und dann Süd-Südwestlich in die Bucht von Porto Ferraio. An diesem Küstenstrich gibt es zahlreiche Buchten die gegen Nordöstliche Winde Schutz bieten. Man beachte aber die Regeln die für Badebuchten gelten. Ankern erst nach Sonnenuntergang, Annäherung nur bis auf 200 Meter usw. Ein Blick in die vorbildlichen Bordunterlagen oder die Revierführer kann hier helfen teils heftige Bußgelder vermeiden.

Südlich der Rade von Porto Ferreio etwas unterhalb der Grotto de Paradiso übrigens Ausbildungs- und Unterkunftsstätte des DHH wollen wir die letzte Chance für ein Bad im Meer nutzen. Also Anker fallen lassen. Beim kräftigen Einfahren slippt dieser. Wir legen einfach noch mehr Kette, schließlich wollen wir weder übernachten noch das Schiff sich selbst überlassen und auch weder Wind noch Wellen gefährden das Schiff. So reicht dann Kette und Reibungswiderstand für unser Vorhaben aus.

In der Bucht ist  in einigen nur in der Karte nachvollziehbaren Sektoren  das Ankern nur dann erlaubt, wenn noch nautisches Personal an Bord ist.

Charmant ist nur der alte Stadthafen und natürlich die östliche Ankerbucht. Ansonsten dominieren Industrie und Werftgebäute die Hafenlandschaft. Unsere Einfahrt versteckt sich ein wenig und erst wenn man schon sehr nahe dran ist kann man sie gut ausmachen.

Gut instruiert wo sich mögliche Untiefen verbergen legen wir am Stammplatz der Tosca an. Nach dem üblichen festmachen und einem ersten Stegsnack (Gespräche am Steg) gibt es den letzen Anlegerdrunk des Törns.

Da wir weder Feindberührung noch sonstige Schäden oder Mängel am Boot zu verzeichnen haben geht die Abnahme Freund- und Partnerschaftlich aber auch schnell und rationell.  Wir haben nun noch eine Übernachtung vor uns und müssen am Morgen relativ früh das Boot räumen. Franz muss wegen eines Termin in Florenz schon jetzt von Bord und wurde zu Fähre gebracht.  Da wir erst am nächsten Abend fliegen bietet uns die Charterbasis an das Gepäck zu lagern und uns morgens mit dem Tenderboot oder dem Auto in die Altstadt zu fahren. Ein toller Service und somit ein Plan der zur Tat werden soll.

Vorher fallen wir noch über die Vorräte her und an diesem Abend wird gekocht und die nach Hause zu berichtenden Wellenhöhen mit der Crew abgestimmt !?

Abreisetag und Flanieren in der Altstadt von Porto Ferraio.

Der Plan vom Vortrag wird in die Tat umgesetzt und Patrice der Inhaber der Charterbasis bringt uns trockenen Fußes, also mit dem Auto in die Altstadt. Mit dem Tenderboot wäre es angesichts starker Winde und merklicher Welle etwas feucht geworden.

Der Service von Patrice und Caroline ist vorbildlich – es wird auch gleich noch das Großraumtaxi für den Flughafentransfer sowie der nachmittägliche Treffpunkt geregelt.

Wir genießen den etwas windigen Tag abwechselnd in den Gassen und den Aussichtspunkten. Im Gegensatz zu den Törntagen vorher lassen wir uns also gewissermaßen treiben und stranden dann natürlich dort wo immer was zu sehen ist und man Touristen gerne sieht und bedient – in einer Caffee-Bar am Hafen.

Mal zerstreut sich die Crew mal trifft man sich wieder – Hafenstädtchen sind doch recht überschaubar. Zum späten Mittagessen fallen wir bei im „Stella Marina“  direkt in der Nähe der Fähranleger ein.  Wer nun denkt das wäre schlichte Touristenabfütterungsanlage wurde bald eines besseren belehrt. Neben vorzüglicher Pizza bot das  Stella Marina eine gehoben gepflegte Karte, vorzügliche Weine, einen ansprechenden Service und ein angenehmes Ambiente bei moderaten Preisen.

Leider war unsere Zeit knapp so das wir etwas hastig zahlen und aufbrechen mussten aber nicht ohne vorher noch eine Schoko-Karamel Pattiserie quasi als Abschiedsprobierer mit auf den Weg bekommen zu haben.

Am Treffpunkt Schiffstankstelle waren wir pünktlich trotzdem hatte uns der Fahrer schon als vermisst gemeldet – er war eben überpünktlich.

So nun gibt es nicht mehr viel zu erzählen. Taxi, Gepäck, Verabschiedung, einklarieren am Flughafen in Deutschland eine Landung bei  der uns Friedrichshafen und der Bodensee mit großer Beleuchtung begrüßten und  eine flotte Heimfahrt im Van.

Neuer Plan.

Ob man schon nächstes Jahr oder etwas später wieder Elba ansteuert ist noch offen. Sicher ist aber das Elba und Umgebung im September/Oktober  ideal für einen Segelurlaub ist. Insbesondere wenn aktives Segeln in Kombinationen mit Landausflügen eine gewisse Priorität hat. Die gute Erreichbarkeit von Korsika oder des italienischen Festlandes lassen Planungsalternativen zu. Aber auch „nur“ die Insel zu umrunden zu ankern oder das Hafenflair zu genießen ist in jedem Fall eine Reise wert. Auch der Service von Büchi Yachting hat uns überzeugt und diesem Unternehmen verleihen wir 3 Spinnaker als Auszeichnung die wir auch derne der Bavaria 46 CR Tosca bestätigen. Man erkannte das es ein Schiff von Seglern für Segler war.

An 7 Tagen haben wir 2 Länder und 3 Inseln besucht, einen Autoausflug in Korsika, 2 Badetage, einige Restaurantbesuche somit insgesamt 152,5 sm zurückgelegt – davon 107 unter Segeln.

 

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Segeltörn vom 01.10. – 15.10.2011 in Süddalmatien und Montenegro

Auf der Gib Sea 43  „ DARKO“

ACI Marina Split – Sv. Klement ( Palmizana ) – Lastovo ( Skrivena Luka ) – Peljesac
( Trstenik ) – Cavtat – Risan – Kotor – Mljet ( Okuklje ) – Korcula – Hvar ( Jelsa ) –
Brac ( Milna ) – ACI Marina Split

Skipper:  Manfred Fritsche

Crew: Gerhard Höhl
           Herbert Keller
           Gerd Herr
           Fritz Keilbach
           Werner Schaller
Am Samstag  01.10.11  ist die erste Hälfte der Crew mit der S-Bahn von Germersheim nach Mannheim und von dort, zusammen mit der anderen  Crewhälfte, mit dem ICE zum Fernbahnhof
Frankfurt-Flughafen gefahren.

Der Flugeincheck läuft teilautomatisiert und nachdem wir unsere Bordkarten aus dem Automat gezogen hatten, verlief die weitere Prozedur ohne behördliche Beanstandungen. Unser  LH-Flug 1412 mit einer Embraer 190  verlief einigermaßen planmäßig und die Maschine landete gegen 19.00h  auf dem Flughafen Split, nahe bei Trogir. Hier wartete schon das Großraumtaxi (Taxi Gogo ), das vorab schon von Deutschland aus geordert worden war auf uns. In schneller Fahrt legte das Taxi die 35-km Strecke zur ACI-Marina Split zurück.
Wir treffen gegen 19.50h in der Marina ein und finden den Liegeplatz des Bootes an der Mole D.
Es ist zwischenzeitlich schon dunkel geworden. Das große Boot macht einen guten Eindruck und bietet für 6 Personen, in 4 Kabinen, bequem Platz.

02.10.2011          Sonntag          heiter          3 – 4 bft.  NE

In der Zeit von 9.00 – 11.00h wurde der Bootseincheck  mit einem Mitarbeiter von Niva-Yachting ohne Probleme erledigt. Leider hatten wir die Segel nicht ausgerollt, was sich später als Fehler herausstellte. Ein Teil der Crew besorgte Proviant und Getränke, der Skipper erledigte die bürokratischen und pekuniären Angelegenheiten bei der Stützpunktleitung der Fa. Wimmer-Yachtcharter und um 12.00h legten wir ab.
 
Mit der kräftigen 4-Zylinder-Diesel-Einbaumaschine konnten wir uns aus dem verwinkelten, engen Sportboothafen  in den Vorhafenbereich hinaus manövrieren.  Außerhalb des Hafens, als wir genügend Manövrierraum hatten stellten wir das Boot mit dem Bug in den Wind und wollten das Großsegel setzen. Das misslang, weil sich das Rollsegel in der Mastnute durch vorher eingewickelte Falten, verklemmte. Mittels Bootsmannstuhl hievten wir Herbert bis zur ersten Saling in den Mast, er bändigte mit einem hölzernen Rührlöffel aus der Küche die Falten, so dass es beinahe gelang das Segel zu setzen.

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Das Hantieren in dem stark schwankenden Mast war aber zu anstrengend, so fuhren wir in den Sportboothafen zurück und legten uns längsseits der Pier. Nochmals  ging die Stopferei mit dem Kochlöffel los, es blieb aber  letztlich erfolglos. Über Handy berichteten wir den Stützpunktleiter
Tomislav Akrap von den Unzulänglichkeiten an seinem Boot. Er kam auch sofort und klarierte das Segel. Gleichzeitig zeigte er uns, wie das ausgelutschte Segel listenreich zu setzen und zu bergen sei, nachdem er das Großfall richtig durchgesetzt hatte.
Wir sollten auf jeden Fall die Segelmanöver per Hand erledigen, keine Winsch zur Unterstützung nehmen, dann wäre alles very easy, aber man braucht für das jeweilige Manöver 3 Personen, davon eine Person am Mast.

Was sollten wir tun. Ein Ersatzsegel oder gar ein Ersatzboot gab es nicht, wir fanden uns mit der Situation ab und hatten während des gesamten Törns Glück mit der Vorgehensweise wie Tomislav es uns aufgetragen hatte, es war halt etwas anstrengender.

Um 15.00h legen wir wieder ab und dampfen mit Maschine zur Durchfahrt zwischen den Inseln Brac und Solta. Danach wurde die Genua gesetzt und diese zog uns Richtung Nordspitze von der Insel Hvar.
Gerhard war am Steuer und setzt bei halbem Wind den Autopiloten ein. Wir hatten kräftige Wellen von der Luvseite. Der Autopilot hatte Mühe den Kurs zu halten, die Stabilisierungsausschläge waren extrem groß, Gerhard verzweifelte mit der Technik und glaubte zeitweilig an Sabotage. Letztlich hatte sich das Gerät gefangen und wir steuerten genau zur Bucht Palmizana auf der Insel Sv. Klement zu. Dort liegt in der Naturbucht eine ACI-Marina. 40 AMS-Regattaschiffe hatten auch Palmizana als Nachtquartier gewählt, weshalb beim Einlaufen in die Marina ein geordnetes Gedränge herrschte, das die Marineros gekonnt entflechteten. Wir hatten trotz misslichem Beginn noch einen schönen Segeltag erlebt, bei teilweise 8 knt. Fahrt nur mit der Genua.

Um 19.00h liegt unser Boot fest am Steg. Die Regattacrews beherrschen die gesamte Marina einschließlich der Örtlichkeiten und der wenigen Konobas. Die Restaurants sind hoffnungslos überfüllt, wir versuchen unseren Hunger in einer anderen Wirtschaft zu stillen, müssen dazu aber über einen Pfad den Berg hinauf zu der gegenüberliegenden Bucht ( Vinogradisce )  laufen, wo es schnuckelige Restaurants gibt  und wir in einer stimmungsvollen Konoba gut bedient wurden.

Vom kulinarischen Ereignis befriedigt sind wir postwendend zum Boot zurückgekehrt. Um 23.00h
War Ruhe auf unserem Boot.

Etmal  32 sm

03.10.2011          Montag          sonnig          2 bft  NW

Vor der Rushhour sind wir beim Duschen und schon recht früh wanderten wir nochmals zu der malerischen FKK-Ankerbucht Vinogradisce über den Bergrücken und lassen uns mit einem Morgenkaffee bei „ Toto „ für den schönen Tag stimulieren. Die meisten AMS-Regattaboote sind schon zum Sammelpunkt für die nächste Etappe ausgelaufen.
Um 10.30h legen wir auch Richtung Süden ab. Vor der Stadt Hvar  liegt ein Kreuzfahrtschiff  auf
Reede. Bis zum Leuchtfeuer Pokonjidol motoren wir und richten den Kurs zunächst auf die Nordspitze der Insel Korcula.

Leider lässt uns der Wind im Stich, so dass die Segel vorsichtig verstaut wurden.
Gegen 14.00h liegt der neue Kurs von 150 Grad an, auf die Westseite der Insel Lastovo gerichtet. Wir laufen an der Küstenlinie Lastovo entlang und sehen die verrotteten Geschützstellungen auf halber Höhe an den seewärts gerichteten Berghängen. Hier sollte der sozialistische Staat Titos gegen
Westeindringlinge verteidigt werden.
Um 18.00h  laufen wir in die geschützte Bucht Skrivena Luka ein, wo vor der Konoba „Porto Rosso“ ein Schwimmsteg mit Mooring Leinen, Strom und Wasser ausliegt.
Wir nehmen das Abendessen in der Konoba ein und gehen um 21.00h zurück zu unserem Boot. Als Nachbarn haben wir 3 einheimische Crews. Die Nacht ist wunderbar ruhig. Ab 0.00h  ist auch Ruhe auf unserem Boot. Alle Debatten über die Vielfalt der Segelei und deren Hierarchie sind erschöpfend abgehandelt worden.

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Etmal  39 sm

04.10.2011          Dienstag          sonnig           2 bft.  NE

Nach dem Frühstück machen wir einen Landgang auf eine Anhöhe über der Bucht und entdecken dabei zwei kleine Steinhaufeninselchen, wo wir später kurz baden wollten.

Gegen 10.00h laufen wir aus, fotografieren aber vorher noch  den übergroßen Gartenstuhl, auf dem sich unser Gerhard ziemlich heruntergebeamt ausmacht.
Danach also baden wir in gut temperiertem Wasser bei den Steinhaufen und setzen alsbald die Segel.

Mit Kurs 90 Grad laufen wir zwischen dem Steingerümpel der „Vrhovnjaci-Gruppe“ aufs Festland zu.
Wir müssen den Kurs auf 60 Grad korrigieren um genügend Freiraum zu haben. Wir segeln mit Motorunterstützung und haben als Zielhafen Trstenik auf der Halbinsel Peljesac im Visier. Dort laufen wir gegen 16.00h ein.
Der geschwätzige Hafenmeister lässt uns an der Innenpier in einer Hafenecke festmachen. Der Kommunalhafen  ist klein, die Ortschaft auch.
Wir suchen eine Konoba am Wasser liegend auf mit schöner Aussicht auf die Bucht. Von hier schauen wir einem kleinen Fischerboot mit Minimalbesatzung zu, wie sie in einem Spezialverfahren ihr Netz durch die Bucht bugsieren und dabei immer Landverbindung hatten. Wie wir später beim Verkauf der Fische an der Kaimauer sahen, war der Schlepp sehr erfolgreich. Nun laufen noch drei weitere landestypische sogenannte Motorsegler mit Touristen ein, die den Rest der Pier im Päckchen liegend, besetzen. Das gemischte Publikum ist teilweise wenig rücksichtsvoll und laut. So war es auch in der Nacht recht spät als Ruhe geboten wurde.
Nach dem Abendspaziergang ließen wir uns in einem Winzer-Gewölbekeller zu einer Weinprobe verführen. Der Wein ( Dingac ) war teuer und schmeckte so lala. Anstandshalber gingen zwei Rotweinflaschen in unseren Besitz über.

Etmal   41 sm

05.10.2011           Mittwoch          sonnig           3 bft.  NE

Der Wetterbericht spricht eine Starkwindwarnung „ Jugo „  für Freitag aus, wir nehmen das ernst und wollen heute möglichst weit nach Süden kommen, um am Starkwindtag schon in der Boka Kotorska zusegeln.
Gegen  9.00h legen wir ab, setzen sofort alle Segel und lassen uns aus der Bucht mit vollen Segeln hinausblasen. Der Wind strömt die hohen Berge herunter, es macht riesig Spaß bei fast glatter See schnell zu segeln.
Gegen 10.30h  geht der Spaß dem Ende zu, der Wind lässt auch bedingt durch die Bergformationen sporadisch nach, wir nehmen die Maschine zur Hilfe und setzen den Kurs an Dubrovnik vorbei  
auf Cavtat ab.
Um 16.30h laufen wir in die westliche Bucht im Hafen Cavtat ein. An der pieksauberen Pier machen wir mit Buganker und zwei Achterleinen unter Palmen fest.
Das gastronomische Angebot die ganze Pier entlang ist sehr einladend und die Restaurants sind gut frequentiert. Unseren  „ Anleger „  nehmen wir im Cafe „Capu“ direkt am Liegeplatz unseres Bootes ein. Eine geringe Hafengebühr haben wir schon bezahlt, es gibt aber weder Duschen noch Toiletten. Man wollte uns dann beim zweiten Anlauf  eines Kommunalbediensteten teuren Landstrom andienen, da haben wir lieber den Stecker wieder gezogen und  Strom an Bord gespart. Als weiteren Höhepunkt des Tages konnten wir bei einem Rundgang entlang der Küste einen wunderbaren Sonnenuntergang miterleben.
Die Sonne ist weg und es wird merklich kühler. In einer Pizzeria lassen wir uns das Abendessen schmecken.
Den Absacker lassen wir uns wieder in Bootsnähe munden, eine 3-Mann Kapelle spielt live cool Jazz bis spät in die Nacht hinein. Es war unser bisher schönster Segeltag von Tagesbeginn an mit allen Zugaben und dem musikalischem Abschluss zum Finale.

Etmal  44 sm
06.10.2011          Donnerstag          sonnig           2 bft.  E

Bei der Grenzpolizei und beim Zoll müssen wir heute ausklarieren, weil wir kroatische Gewässer verlassen werden und unser nächster Hafen in Montenegro sein wird. Dazu muss das Boot an den Zollanleger mit dem Emblem „ Q „  verlegt werden.
Mit Pässen ,Crewliste und Bootspapieren bewaffnet suchen Gerhard und der Skipper beide Behörden in getrenntliegenden Örtlichkeiten auf. Die Zollbeamten saßen im Cafe und ersuchten uns in 20 Minuten nochmals ins Büro zu kommen. Es gab keine echte Kontrolle am Objekt, es wurde nach Aktenlage entschieden und neue Papiere erstellt und vielmals abgestempelt, so sieht eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme in de Südländern aus.

Um 9.15h legen wir ab und motoren an der kargen Küste entlang bis zur Südspitze von Kroatien, die gleichzeitig die Einfahrt in die dreifach gegliederte Bucht von Kotor ausmacht.

Nun müssen wir den Einklarierungshafen Zelenika finden, der östlich von Hercegnovi liegen soll. Aus der Ferne sehen die an der Küste liegenden Ansiedlungen sehr italienisch aus. Endlich finden wir die Anlegestelle der großen Gummiwalzen wegen, weniger wegen dem Bürokontainer mit der kleinen
Landesflagge.
Ein Zöllner nimmt uns in Empfang, bleibt dabei aber auf seinem sonnigen Platz am Container sitzen. Zuerst müssen wir zur Grenzpolizei in einem festen Gebäude stadteinwärts, dort werden wir von einer Politesse kühl aber pedantisch abgefertigt, wir erhalten neben neuer handgeschriebener Crewliste eine montenegrinische Gastlandflagge und eine Vignette für 6 Tage Aufenthaltsdauer, alles für stolze Euro 140.-
Beim lustlosen Zöllner ging es hernach entspannte zu.  Auf dessen Anfrage, ob wir deutschen Wein für ihn hätten, antworteten wir wahrheitsgemäß mit „nein“.
Dann sollten wir ihm eben Euro 10.- als „Customtax“ geben. Das war ein Angebot, dem wir nachkamen, eine Quittung gab es dafür nicht.

Nur mit gesetzter Genua segeln wir an der neuentstehenden Nobel Marina „ Porto Montenegro „ in Nähe des Flughafens Tivat vorbei und bergen dann das Vorsegel, weil der Wind in der Bucht stark dreht und wir eine weitere Engstelle mit Fährverkehr passieren.

Voraus liegt die verschlafene Ortschaft Perast, die in der Blütezeit bis zu den Türkenkriegen eine große Handelsflotte hatte und die beiden Inselchen mit Kultcharakter.
Die natürliche Insel Sv. Dordje mit einem Benediktinerkloster und dem Friedhof für den örtlichen Adel, sowie die auf einem Fels und Schiffswracks künstlich errichtete Insel Gospa od Skrpjela, jetzt ein Wallfahrtsort..
Unser Tagesziel ist Risan mit einem superkleinen Hafen, der für uns aber ungeeignet ist, da kleine Sportboote das Hafenbecken belegen. An der landseitigen Pier liegen zwei ausgediente Personenschiffe, die zu Billigrestaurants umgebaut waren.

Der einzig mögliche Anlegeplatz auf 2 m Wassertiefe ist unmittelbar nach dem Hafenbecken an der straßenseitigen Mole, aber ohne geeignete Festmachermöglichkeiten. Wir haben aber keine andere Wahl und versuchen mit langen Leinen das Boot irgendwie zu fixieren, da wurde auch kurzzeitig ein schwerer beweglicher Blumenkübel missbraucht.
Bezüglich Yachtinfrastruktur bietet der Platz nichts, dafür kostet es auch keine Hafengebühr. Die alte Stadt, die an einzelnen Gebäuden noch Spuren des starken Erdbebens von 1979 aufweist, ist ansonsten wenig attraktiv und so strukturiert, wie man es sich am Balkan vorstellt.

An Bord gibt es heute Spaghetti mit leckerer Sauce, es folgt noch ein Abendspaziergang, wobei uns russische Glücksspieler unangenehm auffielen, eine Absteige für lockere Mädchen war auch nicht zu übersehen.

Etmal  35 sm
07.10.2011           Freitag           bedeckt             böiger Wind aus diversen Richtungen

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Um 9.30h legen wir ab, zum Glück  haben wir bei dem geringen Wasserstand keine Schäden am Unterwasserschiff erlitten, es stinkt nach Schwefelwasserstoff also nichts wie weg .Starke Fall Böen wechseln sich mit flautenverdächtigen Sektionen ab. Die bis zu 1.700 m  hohe Gebirgskulisse zusammen mit dem Wolkenbild ist sehr beeindruckend.
Wir laufen in Kotor ein, dort liegt das Kreuzfahrtschiff  „ Insignia „ und auch die Sea Cloud III  liegt an der Pier, ein weiteres Kreuzfahrtschiff folgt unserem Kurs und geht vor Anker.

Um 12.00h  machen wir an einem freien Platz an einem Ausleger fest, es bläst heftig vom Berg runter, das Anlegemanöver ist nicht einfach.
An Bord wird  eine Kleinigkeit gegessen dann erfolgt der erste Stadtrundgang durch den alten Stadtteil von Kotor, der innerhalb einer wehrhaften Befestigungsanlage liegt.
Um 14.00h  fahren wir mit dem Linienbus zum Landausflug nach Budva. Das ist ein Zentrum des Jugendtourismus an der Adria. Es hielten sich viele britische Fußballfans in der Stadt auf, da am gleichen Tag ein EM-Qualifikationsspiel Montenegro-England in Podgorica stattfinden sollte.

Die Rückfahrt mit dem Bus führte am Flughafen Tivat  vorbei, wo tote Hose herrschte. Wieder in Kotor angekommen kauften wir bei einem Metzger prächtige gegrillte Hähnchen XXL ein, die an Bord verspeist wurden.

Etmal   19 sm
8.10.2011Samstag

Heute machen wir einen Hafentag in Kotor.
Nachts zog ein starkes Gewitter durch, es regnete und die Temperaturen waren merklich gefallen. Wir besuchten ausgiebig die Altstadt von Kotor und beobachteten von einem Straßenkaffee aus den Touristen-Besucherstrom.
Heute stand ein Landausflug mit dem Linienbus nach Podgorica, der Landeshauptstadt auf dem Programm. Der Bus sollte planmäßig um 11.50h  abfahren, da aber die Skipper auf dem Boot zu lange mit Besorgungen zu gange  war, also unpünktlich gewesen ist, wartete der Busfahrer gegen ein kleines Handgeld das Eintreffen des Skippers und des Co-Skippers ab. Über Budva führte die Straße an Cetinje vorbei über unzählige Kehren durch das Gebirgsmassiv im Bereich des 1750 m hohen Lovcen nach Podgorica. Dort war es aber so lausig kalt und regnerisch, dass wir auf den angedachten Stadtbummel verzichteten und mit dem nächstmöglichen Bus zurück nach Cetinje gefahren sind.

Auch hier war es auf 600 m  über NN nicht wärmer. Wir schwärmten aus, schauten kurz die Residenz des jetzigen Staatspräsidenten ,den Königspalast des vormaligen Herrscher von Montenegro und einige frühere Botschaftsgebäude aus den 1900 ter Jahren an und dann drängte es uns von Kälte und Hunger getrieben in eine einfache Pizzeria. Danach laufen wir im Regen schnell zur Busstation um nach Kotor zurückzufahren.
Dort fängt uns ein  Taxifahrer ab und will uns 6 Personen mit zwei Taxen für insgesamt Euro 30.- nach Kotor fahren. das ist erstaunlich günstig und kaum teurer als die Busfahrt. Wir gehen auf das Angebot ein und hatten eine bequeme Rückreise. das dicke Ende kam, nach unserer Ankunft in Kotor, wo dann Euro 30.- pro Taxi gefordert wurden.
Diesem Geschäftsmodell setzten wir unsere ganze Hartnäckigkeit entgegen. Über einen gut englisch-sprechenden Kellner in unserem Stamm Café, ließen wir dem Taxifahrer in seiner Landessprache ausrichten, dass sein Versuch uns zu übervorteilen und auszutrixen misslungen ist.

Gegen 17.00h  haben wir den lästigen Taxifahrer abgeschüttelt, es ist jetzt auch in Kotor unangenehm kühler geworden. Den Rest des Tages verbrachten wir auf dem Boot.
09.10. 2011           Sonntag             Schleierwolken               kalter Wind aus  NE

Wir verlassen heute wieder Montenegro und klarieren um 8.00h  bei Zoll-und Grenzbehörden aus. Gegen 9.00h  legen wir ab und fahren aus dem Kotorfjord. Am neuen Porto Montenegro wollten wir Diesel nachtanken, aber die Tankstelle ist außerhalb der Saison nur werktags geöffnet .Mit Maschine fahren wir bis zur Ausfahrt Boka Kotorska, setzen dann die Genua und mit Kurs 300 Grad segeln wir an der Küste entlang nach Cavtat.
Dort kommen wir um 16.00h  am Kai  „ Q „  zum Einklarieren in Kroatien wieder an.
Nach dieser formalen Prozedur verlegen wir wieder längsseits der Hafenpier und besuchen das schon bekannte Jazz-Cafe zu einem  Cappuccino. Fritz macht heute ein Abendessen mit Kartoffeln. Wir liegen wieder schön ruhig.

Etmal  37 sm
10.10.2011           Montag           halb bedeckt                            6 bft.  NE

Die Nacht war bedingt durch den starken Wind und die Wellen unruhig geworden, überall waren Knarrgeräusche wahrnehmbar.
Gegen 10.00 h  legen wir ab und setzen unmittelbar danach die Genua. Bei toller Fahrt  haben wir die markante Felseninsel Sv. Andja mit dem Leuchtfeuer voraus. Vor der Passage dieser Insel setzen wir auch noch das gereffte Großsegel und mit Kurs 260 Grad  preschen wir bei rauer See auf die Südspitze der Insel Mljet zu. Durch die Wetter-und Windbedingungen haben wir einen starken Kursversatz nach Westen.
An der Kimm beobachten wir Raimond mit seiner Bavaria 46 von Dubrovnik kommend, der aber mehr Raum zur Insel Mljet hat. Um nicht aufkreuzen zu müssen fahren wir hart am Wind so gut es geht, streichen dann die Segel und fahren mit Maschine um die Inselspitze herum und die letzten 4 sm an der Insellinie entlang in die geschützte Bucht Okuklj auf Mljet.

Eine bewaldete, schöne ruhig gelegene Bucht. Vor dem uns empfohlenen Restaurant „ Maran“ machen wir mit Mooring und zwei Heckleinen fest. Der Wirt ist beim Anlegemanöver behilflich ,der Liegeplatz ist gratis, dafür erwartet man, dass man Köstlichkeiten des Restaurants verzehrt. Das  war auch so von uns beabsichtigt.
Der Wirt empfiehlt einen kapitalen Fisch vom Grill für die ganze Crew mit Vorspeise, Nachspeise und Landwein. Das war wirklich ein fürstliches Essen zu dem uns Fritz aus Anlass seines Hochzeittages eingeladen hatte.
Dieser schöne Segeltag mit dem krönenden Abschluss war ein weiteres Highlight des Törns.

Etmal    29 sm
11.10.2011            Dienstag                   sonnig              3  bft.   NE

Natürlich kommen wir dem Wunsch des Wirtes nach und tragen uns als SCLF-Crew im Gästebuch ein. Die freundlichen Segelkameraden aus Kärnten machen uns dann darauf aufmerksam, dass unsere Pasarella, wir sagen Gangway, mit einem Ende im Wasser liegt.

Gegen 10.00h legen wir ab und verlassen die naturschöne Bucht unser Tagesziel ist Korcula. An der Insel entlang segeln wir Kurs NW  in die Naturbucht von Polace an der Nordseite der Insel Mljet.
Dort liegt Raimond mit seiner Bavaria 46 „ Niva „ vor der Konoba Paradiso.
Die ganze Besatzung ist mit Mountainbikes auf Landerkennungstour. Wie abgesprochen deponieren wir eine SD-Speicherkarte für einen der Fotoapparate auf der  Niva  und ankern dann unweit der  Niva in einer wunderbaren Bucht, baden ist angesagt.
Die Wassertemperatur ist noch angenehm.
Fritz legt sich besonders ins Zeug , räumt die Backs Kiste mit Lebensmitteln leer und bereitet uns einen wunderbaren Eintopf.

Um 15.00h  geht der Anker auf und über eine schmale, flache Furt fahren wir aufs offene Wasser hinaus. Es steht eine lange Dünung an, aber fast kein Wind, also müssen wir bis Korcula Marina motoren.
Um 18.00h laufen wir dort ein, wegen starkem Seitenwind brauchen wir zwei Anläufe, das Bugstrahlruder war hierbei wenig hilfreich, da ohne große Wirkung. Aus Unachtsamkeit oder vielleicht ganz bewusst, sorgt ein Marinero der Marina dafür, dass wir die Sorgleine der Mooring in den Propeller bekommen. Dann bietet er uns an einen Taucher zu besorgen, was das kostet weiß er angeblich nicht.
Wir ahnen dass das wieder ein Arbeitsbeschaffungsprogramm für den Taucher ist, gleicher Meinung sind Bootsnachbarn aus Polen, die sich anbieten mit scharfen Messer bewaffnet zu tauchen, das nahmen wir an und nachkurzer Zeit waren wir von dem Malheur befreit.

Zwischenzeitlich war auch der ortsansässige Taucher mit einer neuen Sorgleine quer über das Hafenbecken geschwommen und hat diese an unserer Mooring angebracht.
Bei weiteren Gesprächen mit den hilfsbereiten Polen, wir konnten uns mit 2 Flaschen guten Rotweins revanchieren, Geld wurde abgelehnt, stellte sich heraus, dass sie in der Geburtsstadt der Frau des Skippers nämlich Breslau ansässig waren.
Ein abendlicher Spaziergang durch das romantisch beleuchtete Korcula beschloss den Abend.

Etmal     32 sm

12.10.2011           Mittwoch             sonnig                 2 bft.     NE

Nach einem Probelauf- konnten wir feststellen, dass der Propeller und die Propellerwelle keinen Schaden abbekommen haben.
Wir legten gegen 10.00h  ab, unsere freundlichen Polen waren schon auf und davon, und liefen zur Tankstelle um 60 lt. Diesel zu übernehmen.
Gegen 11.00h wurde die Tankstelle verlassen und wir konnten dann sofort Segel setzen. Im schmalen Kanal zwischen Insel Korcula und der Halbinsel Peljesac konnten wir prima aufkreuzen, dabei entwickelte sich eine kleine Miniregattamit zwei anderen Booten auf gleichem Kurs.
An der Nordspitze von Peljesac angekommen, richten wir den Kurs gen Osten auf die Südspitze der Insel Hvar zu. Ab 16.00h mussten wir motoren, da das Tagesziel Jelsa  noch ziemlich weit weg war.

Wir umrundeten die Inselspitze und fuhren auf der Ostseite von Hvar dem Tagesziel entgegen. Es dämmerte dann schon und bei untergehender Sonne bot der Himmel ein beeindruckendes Farbenspiel.
Um 19.00h kommen wir im Kommunalhafen von Jelsa an und legen uns an Mooring und Heckleinen vor das Speiselokal  „ Konoba Napoleon „.
Die Atmosphäre im Lokal ist sehr ansprechend und wir beschließen auch dort zu speisen.

Etmal   49 sm

13.10.2011            Donnerstag             blauer Himmel                       Bora

Werner hat heute einen runden Geburtstag, das Boot wird mittels einer Heißleine und der Dirk mit vielen Gastlandflaggen geschmückt. Das Frühstück entsprach dem würdigen Anlass, Werner soll es noch lange gut gehen.
Um 10.30h  legen wir ab und segeln bei achterlichem Wind Richtung der Durchfahrt zwischen den Inseln Brac und Solta . 15.00h  Die Segel werden geborgen und mit Maschine laufen wir in die Necujambucht, wo wir eigentlich die Nacht vor Anker und mit Heckleinen an einer Pinie verbringen wollten. Die Bora steht vol in die Bucht herein.
Nahe des beabsichtigten Ankerplatzes liegt ein schon vor längerer Zeit gesunkenes Ausflugsboot auf Grund, es schauen nur noch die Decksaufbauten und ein Teil der Reling aus dem Wasser. An der gegenüberliegenden Buchtseite ragt der Mast einer gesunkenen Yacht aus dem Wasser, alles nicht sehr einladend und latent gefährlich.

Wir gehen kein Risiko ein und verlassen die Bucht wieder. Alternativziel ist die Marina Milna auf der Insel Brac. Dort laufen wir bei heftigem Wind um 17.30h ein.
Marineros helfen uns professionell beim Längsseitsgehen, das Boot ist gut abgefendert , die Bora drückt uns voll auf den Steg, kann uns aber nichts mehr anhaben.

Etmal    35 sm

14.10.2011            Freitag                     blauer Himmel                         Bora
Alle hoffen, dass die Bora wenigstens zeit weise etwas nachlässt, damit wir einen Auslaufplan verwirklichen können ,wie wir aus dieser Mausefalle in der wir uns als Längsseitslieger befanden, unbeschadet wieder herauskommen wollen.
Gegen 11.00h  legt das uns unmittelbar behindernde Boot ab, jetzt gibt es einige Meter Freiraum. Mit Eindampfen in die Vorspring und Unterstützung der Marineros beim Leinen lösen, kommen wir frei.

Jetzt wollen wir nochmals die Tankstelle anlaufen und etwas Diesel nachtanken. Danach laufen wir mit gereffter Genua in der weiten Splitbucht aber ohne besonderes Ziel. Es bläst noch ein mächtiger Wind
Wellen sind auch recht kabbelig, doch plötzlich gegen 12.30h  ist der Wind weg, nur noch aufgewühltes Wasser, wir dümpeln.
Also laufen wir mit Maschine zur ACI-Marina Split an den Liegeplatz 12  zur Mole D  und machen dort das Boot fest. Über Funk hatten wir dem Vercharterer unsere Rückkehr angekündigt.

Etmal      12  sm

Kurze Zeit später läuft auch Raimond mit seiner Bavaria 46  ein und macht an der gleichen Mole fest.
Den Abend verbringen wir gemeinsam in der Konoba  „ Varos „  in Split bei landestypischen Gerichten und Getränken.
Es war ein sehr schöner Abschluss für zwei gelungene, getrennt gesegelte Törns.

15.10.2011                  Samstag                       sonnig
Nach dem Frühstück checken wir aus, lassen unser Gepäck aber an Bord und laufen in die Altstadt von Split. Es interessiert besonders der Baukomplex des Diokletianpalastes, als Alterssitz für den römischen Kaiser Diokletian  vor ca. 1650 Jahren errichtet.
In einzelnen Gruppen aufgeteilt verbringen wir den sonnigen Tag jeder nach seinem Gusto in Split und wandern am frühen Nachmittag zum Boot zurück.
Gegen 16.00h  kommt unser Sammeltaxi und bringt uns zum Flughafen. der Abflug verzögert sich etwas ,wir starten erst kurz vor 20.00 h 
Am Flughafen Frankfurt angekommen müssen wir noch auf den Zug Richtung Mannheim warten.
Kurz nach Mitternacht haben wir alle unsere Anschlusszüge in die Heimatorte.

Auch dieser Törn der MRC-Gruppe vom SCLF Lingenfeld war wieder ein Erfolg und rechtfertigt die mit der Vorplanung verbundene Arbeit. Dafür danke ich allen beteiligten Segelkameraden.

Gesamtetmal   404 sm
Karlsdorf, 28.11.2011                     Manfred Fritsche

Kroatien-Törn 2011

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Verlauf der Route: Split, Vela Luka, Korcula, Okuklie, Dubrovnic, Polace, Lastovo, Hvar, Milna, Split 

Die Best-Off Bilder beider Crews …. hier klicken [….]

Auch in diesem Jahr besuchten wieder zwei SCLF-Crews Kroatien.

Während die Crew um Manfred Fritsche schon ab Split auf einer GibSea 43 seit dem 1.Oktober die dalmatischen Gewässer kreuzte kam die Crew um Raimond Herrmann erst am Mittwoch den 5.10. an.

Hier nun der Kurzbericht von Raimond (Skipper). Der Bericht von Manfred, also dem Skipper der 2. Crew, folgt noch.

Um es vorweg zu nehmen   Wetter, Wind und Land zeigten sich von der allerbesten Seite. Wir, also Gudrun Herrmann, Klaus und Traudel Hedrich, Edmund Schreck, Klaus Gerbes und ich übernahmen in Split in der ACI-Marina eine Bavaria 46c. Natürlich war vorher alles bestens organisiert. Flug, Transfer, einchecken, Einkauf und Schiffsübernahme gingen fast reibungslos vonstatten. Ja fast, denn unser Crewmitglied Lothar Lang verletzte sich am Tag vor dem Flug und so musste per Expressorganisation ein Ersatz gefunden werden. Blitzschnell sagte Klaus Gerbes zu und es gelang noch einen passenden Flug, wenn auch je einen Tag später als wir, zu günstigen Preisen zu buchen. 

Ach ja, wir hatten ein Boot mit Gitarre gebucht – auch diese fehlte noch  – wurde aber von Thomislav dem netten und rührigen Chef von Niva und vom Pitterstützpunkt in Split persönlich gestimmt und eigenhändig vorbeigebracht.  

So konnte dann die Seereise los gehen.

1. Tag

Auslaufen unter Motor. Zunächst ging es bei bestem Wetter aber keinem Wind in  Richtung Hvar. Vorbei an der Durchfahrt zwischen Brac und Solta. Auch Hvar ließen wir zunächst links liegen und legten Kurs zur Insel Korcula, genauer in die Vela Luka. Zwischenzeitlich hatte der Wind doch etwas zugelegt und wir konnten segeln. Das fing wirklich gut an. Hatten wir uns doch vorgenommen als entferntestes Reiseziel Dubrovnic zu erreichen.

In der Vela Luka bot sich dann kurz nach dem Anlegen ein wunderbarer Sonnenuntergang. So endete der erste Segeltag mit über 42 Meilen auf der Uhr und mit der Einkehr in einer Konoba.

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2. Tag

 Etwas frischerer Wind bot sich als Carrier an. So verliessen wir die tief ins Land ragende Bucht direkt unter Segel. Wir hatten vorsorglich leicht gerefft denn starke Böen wollten gemeistert werden. Der Wetterbericht sprach von 5-6 in Böen 8.   Beim ersten Segelmanöver ein Knall und die Grossschot hatte Ihren Anschlagpunkt auf dem Traveller pulverisiert. Offensichtlich ein Ermüdungsbruch. und gut so dass es bei so einfachen Bedingungen passierte und weiter kein Schaden entstand. Wir reparierten mit Tauwerk und ich darf verraten das hielt bis zum Schluss und auch allen Winden und weiteren Manövern stand.

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Mit gutem bis frischen Wind ging es entlang der Nordküste der Insel Korcula. Bis zum Hauptort der Insel “Korcula auf Korcula”. Es waren für den Abend Gewitterstürme vorhergesagt und die ersten Boten in Form ruppiger Böen gab es jetzt schon. Wie üblich in der Region wollten wir rückwärts also “römisch-katholisch” anlegen. Der Seitenwind erfoderte schnelle Leinenarbeit und ein Anlehnen an ein benachbartes Schiff. Es war Platz und so konnte es als Übungseinheit realisert werden. Der Trainingslauf klappe zwar von der Fahrt, aber nicht von der Arbeit an den Leinen. Statt anlehnen am etwas kleineren und kurzen Nachbarschiff, drohte uns dadurch ein Drehen des Bugs ein verwehen in das vorstehendes Ankerngeschirr des Nachbarn  und überlaufen einer Nachbarmooring. Keine Zeit also mehr für Übungen und Erklärungen des Skipper. Also ich legte nun selbst  Hand an.  Boot freifahren und wieder zurück auf den geplanten Liegeplatz. Auch diesmal klappte die Anfahrt, aber die Leinenarbeit war noch nicht optimal. Doch diesmal konnte mit Anlehnen an die Fendern des Nachbarn und etwas Motor und Bugstrahlruder die Position gehalten werden und die Leinen gingen dann doch noch über an Land und die Mooring wurde hart durchgesetzt. Zum Bugstrahlruder ist zu sagen, einzig um in ganz engen Kurven wenn für das Heck kein Platz ist um die Drehung einzuleiten, ist es hilfreich. Nur etwas Wind auf dem Bug und die Wirkung geht gegen null. 

Heute waren es nur etwas über 26 Seemeilen. Aber Wind zum Teil über 30knoten

Ein Spaziergang am Abend, ein Besuch in einem Restaurant und das versprochene Gewitter rundeten den Abend ab.          

Am Morgen nach dem wie immer opulenten und genussvollem Frühstück wurde die Altstadt erkundet, jeder Stein wurde auf Zelloloid, ach nein,  auf Speicherkarte gebannt oder nennt man das gebrannt?. Die Marktfrauen wurden um die eine oder andere Ware erleichtert und um Kuna bereichert.  Und natürlich durfte auch ein Kaffee auf dem Marktplatz nicht fehlen. Ach es geht uns gut.  Zwar ist es etwas abgekühlt aber immer noch eher warm.

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3. Tag

Unsere Reise geht weiter in Richtung Süd-Osten. An der Nordseite der Insel Miljet wollen wir je nach Wind entweder nach Polace oder nach Okuklie. Der Wind spielte mit und so ging es zunächst an der Bucht von Polace vorbei. Diese Bucht musste noch auf uns warten. Das Gewitter scheint auf der Halbinsel im Norden ein Feuer entzündet zu haben – oder waren es unachtsame Raucher?   Wir durften Wasser-Löschflugzeugen beim löschen eines Waldbrands zusehen und nutzen den Wind um weiter entlang der Insel Miljet zu segeln.   

Telefonisch erfragten wir bei der Konoba Maran ob ein Liegeplatz und etwas feines zu essen auf uns warten würde. Das wurde bestätigt. Bald bogen wir ab in die Bucht und gleich das erste Haus auf der rechten Seite ist das von einer Deutsch – Schweizer Familie bewirtschaftet “MARAN”.  Man erwartet uns gleich an mehrern Stegen und lockte uns mit parat gehaltener Mooring – aber wir hatten ja einen festen Plan und machten direkt vor dem Restaurant Maran fest. Auch hier wird mit Mooring und Heckleinen festgemacht. Das Anlegen klappte prima.  Es gab ausgezeichneten Fisch und guten freundlichen Service. Duschen gibt es nicht und die Toiletten werden nachts verschlossen. Gut das unser Schiff eigene Toiletten hat. Nachts kommt zunehmend die vorgewarnte Bora auf. Diese rüttelt etwas am Rigg, aber wir liegen gut und sicher.  Doch bevor wir ins Bett fallen überfällt uns eine unergiebige Disskussion fern der Praxis zum Thema Anlegen  – aber besser als diskutieren ist: “Es gibt nichts Gutes  – außer man tut es “. Es wird noch mehr Anleger geben und auch dort wird der Skipper nur eingreifen wenn nötig und erst mal machen lassen.       

Etwas über 30 Seemeilen  Wind bis 33 Knoten

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 4. Tag

Der Wind heult  im Rigg und die in die Bucht drehenden Starkwinde sowie beachtlich einlaufender Schwell haben für etwas Respekt vor Wind und Wetter gesorgt.  Mit gemischten Gefühlen macht man sich nach dem Frühstück fertig. Das Boot wird seefest gemacht und die Mannschaft hinsichtlich Sicherheit und persönlicher Sicherheitsausrüstung informiert. Prinzip: Sicherheitsausrüstung parat halten oder anlegen. Keine Arbeit ohne Lifeline ausserhalb der Plicht.  Vom Ausbringen von Strecktauen sehen wir ab. Weil diese rund und dick sind, sind diese eher eine Gefahr als eine Hilfe, zumal nicht viel ausserhalb der Plicht  zu tun ist und bis zum Mast gute Handläufe verfügbar sind.  

Wir legen ab und kämpfen uns im Zickzack unter Motor aus der Bucht um nicht hart gegenan zu gehen. Nachdem wir genügend Leeraum haben setzen wir Segel und reffen ordentlich. Die Mannschaft entspannt sich. Das Schiff kann einiges ab und so schlimm wie es in der Bucht aussah ist es auf der offenen See nicht. Allerdings sahen wir den ganzen Tag nur 3 andere Segel!

Es gibt genügend Rudergänger, Schotenzieher und Winschkurbler. Der Skipper könnte sich schlafen legen da auch die Naviagation durch Redundanz gesichert ist. So ziehen wir bei Wind und Welle flott und stetig nach Südost in Richtung Dubrovnic. Nach einer Weile kommt eine kleine Insel in Sicht. Steuerbord/Backbord ?

Es wird für “liegen lassen an Backbord” entschieden. Es spricht nichts dagegen – es ist nichts im Wege und auch wenn es nicht der kürzeste Weg ist und so lässt der Skipper es so laufen. Später wird klar, dass ein Wegpunkt nicht korrekt gelegt wurde. Hier in diesem Revier unter Sicht ist das ja kein Problem – man hätte auch nur nach einem Blick in die Karte ohne weitere Hilfen fahren können. Aber die Mitsegler wollen ja auch solche Dinge trainieren. 

Wir kommen der Einfahrt nach Komolac, welches tief im Taleinschnitt liegt, und  die ACI-Marina beherbergt immer näher und das Kreuzen bei böigen und drehenden Winden ist nicht sonderlich effektiv da die halb weggerollte Genua nicht ideal steht. Also  Segel runter, Motor an und langsam gegenan. Aus dem Stadthafen werden zwei Kreuzfahrtschiffe herausbugsiert, an denen wir uns vorbeitasten.  Unter der Brücke durch und schon sehen wir in den Fallböen Wasser fliegen. Der Zufahrtsweg durch das enge Tal  ist für Böen in Orkanstärke bekannt. Für uns hat er nur Starkwind- und Sturmböen genau von vorn übrig. Aber auch das ist schon Respekt einflössend.

Im Hafen weisst uns der Marinero einen guten Platz zu. Durch die auch hier noch wirkenden Fallwinde muss das Manöver schnell und entschlossen gefahren werden. Aber zuerst darf wieder geübt werden – denn nur so kann man es lernen oder langsam begreifen. Der Wind ist gegen den Steuermann und das Schiff läuft nach dem 2. Versuch Gefahr so zu vertreiben das kein Steuern mehr möglich ist. Nach zwei Versuchen greife ich also ein und habe den Wind auf meiner Seite. Schnell ist das Boot festgemacht. Das ist besser als jede Theorie und Disskussion und fühlbar anschaulich. So nun mögen doch nun die Fallwinde jaulen – wir liegen gut.   

Zwar weht es kalt, aber wir wollen Dubrovnic besuchen. Wir nehmen für wenige Kuna die Bus-Line 1A oder 1B und fahren in die Altstadt. Diese Linie fährt im Schnitt jede halbe Stunde und wird uns auch wieder zurückbringen. So viel Trubel sind wir gar nicht mehr gewohnt. Wir geniessen aber auch das Flair der Stadt und gehen den Rundweg über die Mauer. Später werden wir uns alle wieder treffen und die Mehrheit wird entscheiden in der Marina zu essen. Das hierbei in die Pizza statt in das Restaurant navigiert wird ist zu verschmerzen – die Pizza war gut und preiswert.         

26 Seemeilen ruppiger Wind in Böen bis 38 Knoten  und mind 400 Bilder aufgenommen

  

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Tag: 5

Genial, wir lassen uns von den z.T. heftigen Böen aus der Bucht ziehen. Die Genua macht es gefahrlos möglich.

Vorher hatten wir noch ein bischen Nachschub an Lebensmittel sowie Kuna gebunkert. Die Marina bietet alles  – allerdings auch saftige Liegepreise. Wer nicht unbedingt den Trubel von Dubrovnic braucht dem sei Korcula, als das “kleine Dubrovnic” empfohlen. Wir können es beruteilen wir haben beides gesehen .   

Welcher Kurs heute? Auf der Hinfahrt hatten wir Polace auf Miljet ausgelassen – nun wollen wir es anlaufen. Kaum aus der Schlucht ausgelaufen lässt der Wind uns und die Segel hängen. Abwechselnd unter Motor dann wieder unter Segel kämpfen wir uns die ersten Meilen aus der Abdeckung heraus. Endlich können wir zwischen den kleinen vorgelagtern Inseln hindurch und etwas weiter vom Land weg.  Der Wind legt sich nun mächtig ins Zeug und mit gerefften   Segeln machen wir gute Fahrt. Die Steuerleute sind vom Ehrgeiz ergriffen keinen Faden Höhe zu verschenken und unser Ziel ohne Wende zu erreichen. Der Wind spielt gerade so mit und nach schöner Rauschefahrt erreichen wir am Nachmittag die malerische Bucht mit dem Ort Polace.

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Auch hier winken die Restaurantbesitzer mit Mooringleinen. Wir legen vor dem “Calypso” an. Die Mooringleine ist kostenlos für Restaurantbesucher. Das nehmen wir gerne so wahr.  Wir essen gut und fassen den Entschluss den nächsten Tag den Naturpark zu besuchen. Klaus Hedrich organisiert dafür Mountain-Bikes. Doch zuvor haben wir noch eine etwas abenteuerliche Nacht vor uns. Der Wind frischt ab 2.00 immer stärker auf. Die ersten Kontrollen – alles noch in Ordnung. Doch etwas später noch mehr Wind und immer stärkerer Schwell. In Lee von uns ein etwas kleiners Boot wird nicht mehr von uns geschützt sondern wir legen uns immer mehr bei Schwell und Wind drauf. Mooring mehr durchsetzen! – hilft nicht. Luvseitige Achterleine hart durchgesetzt – auch das bringt nichts. Wir wollen es noch mit einer zweiten seitlichen Mooring versuchen und diese mit Bugstrahl und Motorunterstützung durchsetzen. Das bringt ein klein wenig Erleichterung – aber der Wind legt wieder nach.  Wir vereinbaren mit dem anderen Schiff, dass wir ggf. ablegen und im Schutz der nächsten Seitenbucht vor Anker gehen – voher aber wollen wir noch einen Versuch unternehmen eine Leine von der Mittelklampe so weit wie möglich seitlich auszubringen. Das gelingt und bei langsam nachlassenden Wind hält diese Leine die Hauptlast des seitlichen Schwells und des Windes. Um 4.00 ist der Spuck vorbei.

Was war passiert: Der Wind hatte nachts nicht nur zugelegt sondern auch von NW auf NE und dann auf ENE gedreht. Und da war die Bucht offen. Der Wetterbericht hat´s nicht gewusst!

37 Seemeilen Wind NW, N, NE, E 6-7  Böen 8-9   

Tag: 6      

Hafentag, genauer Ausflug auf Rädern in den Nationalpark und zu den Seen. Eine schöne Abwechslung in einer traumhaften Region und Gegend. Und unbedingt jedem empfohlen der in die Näe kommt.

Am frühen Abend, noch immer liegen wir an der Restaurantmooring, haben sich weitere Chartercrews eingefunden. Klar, das Wetter ist besser vor allen Dingen ist der Wind nicht mehr über sondern weit unter 6Bft. So sieht man nun doch mehr Segel am Horizont ihren Weg ziehen. Wir wollen zwar ablegen, aber nur ein kleines Stück über die Bucht und dann vor Anker gehen. Mit den letzten Sonnenstrahlen lassen wir Anker fallen und fahren ihn ein. Danach ist Badtag angesagt. 

 Das Wasser ist herrlich und nach anfänglicher Scheu bleibt nahezu jeder länger und geniesst.  Obwohl kaum Wind angesagt ist und auch der nicht immer zuverlässige Wetterbericht keine Störung meldet, wird Ankerwache eingeteilt und auch gegangen.

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Eine Vollmondnacht, die laue Luft, ein paar Sterne und die Geräusche der Nacht machen das zum Vergnügen zumindest aber zu Erlebnis.

0,3 Seemeilen aber über  25Km Fahrtradtour

Tag 7

Anker auf und Segel gesetzt. Die Insel Lastovo wartet.  Auch hier ist der Wind wieder mit uns. Und schon bald können wir unter Segeln Kurs auf die Insel setzen, die eine traumhafte Einfahrt bietet die wir unter Segel nehmen können.  Eddy übernimmt das Anlegen.  Steuermann und Mannschaft an den Leinen sowie der Marinero arbeiten korrekt mit so dass wir bald einen “Anleger” genießen können.

Da wir jeden Tag durchschnittlich 30 Sm Segeln ist natürlich der Zeitplan etwas eng. So sehen wir von dieser ehemaligen Militär-Insel wenig. Werden aber mit guten Duschen und tollen Service für den Besuch belohnt.

30 Seemeilen Mässiger bis frischer Wind

Tag 8  

Wir wollen auf die Insel Hvar. Sollte im Stadthafen kein Platz sein wollen wir auf die Insel Klement. Das aber wäre schade, denn Hvar gilt als eine der schönsten Städte. So versuchen wir früh und schnell die Insel zu erreichen. Zunächst hält der Wind und als er nachlässt sind wir so nahe, dass es uns nicht leid tut die Segel zu bergen und unter Motor in die Stadtbucht einzulaufen.  Wir bekommen einen Platz und routiniert wird  angelegt.  Die Stadt hat Flair, gleichwohl möchte der eine oder andere hier nicht in der Hauptsaison sein. Die Gassen laden zum Schlendern  ein und die Restaurants und Cafes locken.

Doch zuerst wollen wir das Fort auf dem Berg besuchen. Mit etwas Mühe und ein paar Kuna ist das machbar. Schon bald haben wir einen absoluten Überblick und könnten fast auf unser Boot spucken. Später  geht es in die Altstadt ins Restaurant “Garden”. Eddy hatte es ausgekundschaftet. Es war urig bis kitschig, aber relativ windgeschützt im Innenhof. Die Speisen waren in Preis und Leistung annehmbar – die Spagetti aber stellten wohl nicht zufrieden.  Dafür wurden wir mit Granatäpfeln bombartiert die der Wind von den Zweigen riss.

Wir brachten uns durch Umbesetzung in sichere Position. Der Wind veranlasste mich aber nach dem Boot zu sehen, denn die Böen waren durchaus im 8/9 bft Bereich. Das Schiff lag aber sicher und unbeeindruckt. Die Stadt gab gute Leeabdeckung.

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31 Seemeilen   Wind mäßig bis frisch später ablauend  und in der Nacht Böen um 7-8bft

Tag 9

Trügerisch: Im Hafen kaum Wind, aber laut Wetterbericht 6-7 in Böen 8-9 zum Mittag etwas nachlassend und abends auffrischend. Windrichtung NW.  Ok, also Frühstück, Boot klarieren und raus aus der Bucht.

Sicherheitshalber schon bald gerefft und weiter draussen dann quasi das 2 Reff eingebunden (ok gerollt!)

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Es war ein schöner, ein nasser Ritt, aber stark gegenan. Wir segelten den optimalen Bug, verzichteten auf die Wende und fuhren die restlichen 4 Seemeilen unter Motor zwischen Brac und Solta hindurch und hinein nach Milna. Tanken, kurze Hafenrundfahrt und dann Kurs auf Split.   Pünktlich zur Mittagszeit flaut der Wind ab  – nein,  er wird regelrecht abgeschaltet. Er braucht offensichtlich eine Pause um wieder zu Kräften zu kommen. Wir motoren die letzten paar Seemeilen in den Heimathafen und wie man es sicht nicht wünscht briest der Wind kurz vor Hafen wieder kräftig auf. Na gut enger Hafen, heftiger Wind – was solls das muss schon gehen.

Und so klappt auch der letzte Anleger. Eigentlich wollte die zweite  Crew unseren Anleger vom Land aus kommentieren und begutachten. Doch sie hatten erst später mit uns gerechnet und haben es glatt übers Mittagessen versäumt rechtzeitig den Kopf aus dem Niedergang zu strecken. Vielleicht wäre es mit diesem kundigem und kritischem Publikum nicht so gut gegangen – wer weiss.   

Nun allgemeines Begrüssen und Schulterklopfen – und – bei unseren Damen natürlich “Küsschen – Küsschen” und dann noch das Foto beider Crews im Cockpit unserer braven Bavaria 46c “Niva” 

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Der Abend fand einen gemeinsamen und schönen Abschluss in der Konoba Varus und bei Gesang auf unseren Boot. Eddy griff in die Saiten und der Rest   zum Glas oder vergriff sich  am Liedgut und die Nachbarn vielleicht die Flucht!. Später noch eine kleine Jam- und Songsession mit 2 Gitarren von Eddy und Raimond so ging Tag 9 zu Ende.

Seemeilen 34 Wind NW  6-7 dann flaute dann NW 6-7  

Der Abreisetag:

Split, Split, Split – Touristen, Touristen, Touristen und wir mitten drin. Eine lebendige und interessante Stadt. Alleine der Diokletian-Palast und seine An- und Um- und Aubauten. Wir genossen die Stadt bei sommerlichen 24 Grad. Später   verabschiedetet sich unser Vercharter vor Ort noch mit einer kroatischen Weise und sein Angestellter brachte uns zum Flieger. 19:30 ab in Split und um 1:00 im Bett zu Hause – auch mal wieder schön.  Von Eiswürfelschlachten und Klabautermann(frau) ähnlichen neckischen Einlagen sollen die Akteure selbst erzählen. Nur soviel  – lustig lustig – wir haben viel gelacht!  

Ach ja Klaus Gerbes musste noch eine Nacht bleiben, sein Flug ging erst am nächsten Morgen. aber auch das hat hervoragend geklappt.

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1600 Flugkilometer 

Gesamt in 9 Segeltagen 261 sm davon über 200 unter Segeln

     

   

  

   

Törnbericht Kroatien von Manfred Fritsche

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Am Dienstag 06.10.09 sammelt Fritz mit seinem VW-Bus die Segler an den Treffpunkten bzw. zuhause ein und wir steuern den Bruchsaler Bahnhof an.

Um 8.38h soll unser RE nach Stuttgart gehen. Wir sind viel zu früh am Bahnhof und haben daher noch Zeit für einen Kaffee und ein Frühstück aus der Hand. Der Zug kommt pünktlich gegen 10.00h sind wir in Stgt. Hbf, steigen am Tiefbahnhof in die S-Bahn und treffen gegen 10.30h am Flughafen ein. Das Einchecken am Counter bei Germanwings geht problemlos.

Bei der Sicherheitskontrolle gibt es Ungereimtheiten mit dem Handgepäck, der Skipper muss einige Utensilien seiner Toilettenartikel rausrücken und ersatzlos beseitigen lassen.

Unser Airbus 319 steht bereit, wir heben um 12.40h in Stgt.-Flughafen ab und landen nach einem ruhigen Flug um 14.10h in Split. Die Landung klappte erst beim zweiten Versuch, der erste Anflug war zu hoch angesetzt, also musste der Pilot der Sicherheit wegen durchstarten. Die eigentliche Landung war dann doch recht unsanft.

Die Einreiseformalitäten sind schnell erledigt, alle Segler holen das jeweilige Gepäck vom Förderband und vor dem Flughafengebäude treffen wir den bestellten Taxifahrer mit seinem Großraumtaxi, der uns zum Liegeplatz unserer Charteryacht,60 km entfernt, nach Krvavica bringen sollte.

Auf der gut ausgebauten Küstenstraße brachte uns das Taxi gegen 16.30h an den Liegeplatz der Yacht. Kurz vor dem Ziel steigt die in den Fels des Dinarischen Küstengebirges gesprengte Straße steil an, kurz danach führt eine serpentinenreiche Nebenstraße zur kleinen Marina.

An diesem Minihafen wird seit 4 Jahren gewerkelt, es sieht viel nach Improvisation aus. Richtig vertrauenswürdig sind die mit dem Betonboden verankerten Zurrösen, mit denen die an Land liegenden Boote mittels stabiler Gurte gesichert sind. Mit dieser Absicherung versehen, nehmen die Boote keinen Schaden ,wenn die berüchtigten Fallböen der Bora von dem bis 1800 m hohem Biokovo-Massiv herabstürzen und alles was nicht fest angebunden ist, lose reißen und herumwirbeln.

„Törnbericht Kroatien von Manfred Fritsche“ weiterlesen

Mitsegeln: Kroatien, Regatten, Bodensee!

Hallo Sailors,

Anfang Mai (7.-9.5.2010) veranstaltet die SG-Stern Wörth wieder die Spartenregatta. Gesegelt wird auf absolut gleichen Booten (Bavaria 35 Match – 6 Personen) oder wenn viele Skipper/Crews  sich  melden auch auf  First-Class  7,5 oder auf Scholtz 22.

Zur Planung ob und in welchem Umfang wir teilnehmen sollten sich Interessenten bald bei mir melden.
Der Teilnahmepreis pro Person inkl. Koje und Anfahrt ab Wörth wird ca. 220.- Euro betragen (ggf. + 30 Euro für Non-SG-Sternler)  

Die SCLF-Crew des Vorjahres:   hat bis Ende November Buchungs-Vorrang.
Somit ist aktuell ein Platz verfügbar.  Ob die bisherige Crew komplett einklariert oder ob weitere Plätze frei sind  ist somit erst Anfang Dezember verbindlich.

Wer also Interesse hat sollte sich melden damit wir im Dezember verbindlich planen können.         

Hier noch ein paar weitere Termine: 
 

Bodensee-Impressionen

1. Bodensee-Wochenende: 
Juni: 25-27.   Bavaria 35 Match  Thema:  Sportliches-Fahrtensegeln, auch als Schnuppertörn für Interessierte, ggf.  Spinnakern, Baden und Geniessen!
Freie Plätz/Kojen 4 von 6  Übernachtung auf dem Boot. Anfahrt mit Kleinbus (Sprinter). Boot und Anfahrt ca. 200.- Euro pro Koje inkl. Anfahrt + gemeinsame Ausgaben via Beteiligung an der Bordkasse   (Keine Vorrang-Crew*)

2. Bodensee-Wochenende:  September: 24-26.   Hanse 341  Thema: Fahrtensegeln für Beginners und ggf. 3 Länderfahrt (Langenargen/Rheinspitz/Bregenz) Freie Plätze/Kojen 4 von 6
Anfahrt mit Kleinbus (Sprinter). Boot und Anfahrt ca. 200.- Euro pro Koje inkl. Anfahrt + gemeinsame Ausgaben via Beteiligung an der Bordkasse  (Keine Vorrang-Crew*) 

Kroatien-Oktobertörn: 7Tage    9.10.2010 bis 16.10.2010 
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Auf einer sicheren und komfortablen Bavaria 46 C “NIVA” Bj 08  (14,5 lang, 4,25 breit, 4 Kabinen 2. Toiletten und Premium-Ausstattung) starten wir in der ACI-Marina Split.  Unsere Route könnte sein: Sibenik (Wasserfälle), Primosten, Trogir, Havar und Brac.  Natürlich müssen wir es vom Wind und von den Interessen der Mannschaft abhängig machen.
Unter www.sclf.de  >> Fotogalerie  findet Ihr Bilder dieser Region und  einen Bericht, da dieses Jahr 2 Crews die Region besucht hatten.
Das Wasser ist im Oktober in der Regel noch so warm, dass Baden möglich ist. Das Wetter ist in der Regel trocken. Wenn der Nordwind bläst kann es aber auch ein wenig kühl werden.  Im Vordergrund steht Segeln und geniessen. Wir wollen nicht als Meilenfresser sondern als Urlauber segeln!

Kroatien

Die Anreise ab Stuttgart mit dem Flieger nach Split ist komfortabel. 

Kosten: Boot bei Belegung mit 8 Personen  ca. 265.- (6 Personen ca. 355.-)   Euro
Plätze frei:  4
Der Flug ca. 180.- Euro (hin und zurück) . Beim Flug könnte ein Gruppentarif  oder  Früh-/Spätflug  Ersparnisse  ermöglichen.
+ Bordkassenbeteiligung
Die Crew 2009 hat vor anderen Interessenten Vorrang. *Die Vorrangsfrist endet am 31.11.2009

Kroatien: Split, Brac, Trogir usw.

Region Split/Brac/Trogir   10.10.2009 bis  17.10.2009

Mannschaft: Birgit und Reinhard Seitz,  Ruth und Edmund Schreck sowie Gudrun und Raimond HerrmannAnreise: Mit German-Wings von Stuttgart nach Split.

Boot:  Bavaria 46 C  “Julia!

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Grundsätzlich: Wir wollten segeln und geniessen und wenig motoren. Da jede Bucht, jeder Hafen und jeder Ort für uns neu waren gab es auch keinen Grund meilen zu schinden. Und auch der Mannschaft (teils ohne Hochsee-Erfahrung) sollte Rechnung getragen werden. Das recht geschützte Revier bot hierzu alles.      

Tag 0 und Tag 1  10.10 und 11.10.2009  (Kastela  >>>  Solta > Bucht Necujam
Wir, also Gudrun und Raimond, flogen am Samstag Mittag nach Split und dann per Taxi in die Marina Kastela und übernahmen bei Bestsail die Bavaria 46C.

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