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Ergebnisse der Spartenregatta (12.-15.4)
29.4.2012 von Raimond.
2. Platz und Platz 1 nur knapp verfehlt
Hallo Sailors, hallo Crewmitglieder
Niklas unser 12jähriger Vollmatrose hat ja schon etwas berichtet über die Regatta am Bodensee da dachte ich ich kann mir etwas Zeit nehmen.
Hier nun aber doch mein Kurzbericht. Interessant sind die Ergebnisse des ersten Tages. Für die jenigen die es nicht wissen. Die Regatta wurde auf 7 völlig identischen Booten gefahren. Also mit gleichen Voraussetzungen.Hier am ersten Tag waren wir klarer Favorit und auch in den Plazierungen immer recht stabil. Wir konnten einen dritten Platz als schlechtestes Ergebnis streichen.
Damit gingen wir mit 13 Punkten in den letzten Regatta-Tag. Unsere direkten Kontrahenden mit 16 bzw. 17 Punkten lagen also 3 bzw. 4 Punkte schlechter als wir und dann ging es erst in den hohen 20er Punkten weiter!
Selbst bei einem letzten Platz in der mit 1,5 bewerteten Langstrecken-Abschlussregatta hätte die Chance auf Platz 3 bestanden. Wir wollten aber mehr. Hatten wir bei den acht Kurzstrecken fast immer gute Starts und auch eine gute Bootsspeed und eine gute Taktik so war der Start bei Langstrecke ein wenig verhaltener. Trotzdem konnten wir mit Ausnahme eines Ausreißers das Feld immer schön kontrollieren und uns sogar ein wenig absetzen. Taktisch war wenig zu machen, da die Wendemarke in der Nähe von Lindau locker zwische Amwind bzw. Halbwind anzulegen war. Eine ganz andere Linie zu fahren zumindest für uns nichts brachte. Kräftige Winde und häufige Böen erforderten nicht nur ein Reff sondern auch konzentrierte Arbeit an Schot, Traveller und Steuer. Immerhin lief die Bavaria 40S mit ca. 10 Knoten auf diesem Kurs.An der Wendemarke rundeten wir als 2 Yacht und wollten uns nun an die Aufholjagt gegenüber dem Führenden machen.
Doch irgendwie war das nicht unser Bug. Obwohl es ebenfalls via Halbwindstrecke zurück und weiter bis Friedrichshafen ging lief das Schiff auf diesem Bug nicht optimal. Auf den Führenden verloren wir immer mehr und die Meute von hinten kam langsam aber stetig auf Schlagdistanz. Schon beim Training hatten wir die Bootsspeed ab und an als zu niedrig wahrgenommen und uns gefreut das dies bei der Regatta nicht mehr auftrat - denn wir konnten keine groben Trimmfehler erkennen. Nun hatten wir wieder diesen Effekt. Die Mannschaft wurde nervös und alles wurde versucht. Hier und da der Trimm verändert. Das brachte aber nichts im Gegenteil es kostet ein paar Meter und Sekunden.
So kamen 2 Boote an uns vorbei. Nun kämpften wir um den 4 Platz dieses Laufs, denn ein weiteres Boot drückte in Lee vorbei und konnte sich sogar in der 3 Längen Zone ohne Überlappung, an der Tonne behaupten.Nach der Wendemarke lief es wieder besser. Wir konnten ein Boot wieder abfangen und liefen auf Platz 4 ins Ziel. Somit verfehlten wir Platz 1 in der Gesamtwertung denkbar knapp mit 1,5 Punkten Abstand zum Sieger. Diesem aber sei der Sieg gegönnt da er durch einen Matrialfehler am ersten Regattatag im letzten Lauf pausieren musste und somit keinen tatschlichen Lauf streichen konnte. Er wäre sonst mit uns möglicherweise Punktegleich
an den Start gegangen.
Es waren zwei spannende Tage mit vielen engagierten Läufen mit Gegner die auch hochmotiviert um Plätze und Positionen kämpften und mit einem Team das über alle Läufe hinweg eine gleichmäßige sehr gute Leistung bot.
Verantwortlicher Skipper, Taktik und Gross-Schot: Raimond Herrmann, Vorschot und Trimm: Klaus Gerbes, Steuermann: Klaus Hedrich, Traveller, Trimm und Pit: Gudrun Herrmann,
Zeitnehmer, Ausguck, Trimm, Steuermann unter Motor, Vollmatrose für alle Aufgaben - Niklas Gerbes.
Text und Bild: Raimond Herrmann
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Kat-Training “Palma de Mallorca”
1.3.2012 von Raimond.
oder wie parkt man 8 x16 meter im engen Hafen!
Im Februar ist in der Bucht von Palma wenig los. Ein paar wenige Boote verlassen überhaupt den Hafen
Auch die Touristenboote, die in der Hochsaison ohne Unterlass ein- und ausfahren, blieben friedlich am Kai liegen.
Also nichts wie hin mit dem Frühflug von Condor am Freitag damit wir um 10.00 Uhr an Bord sind. Soweit also ideale Voraussetzungen sich mal an einem großen Hochsee-Fahrtenkatamaran zu versuchen.
Kommt man den Steg entlang und der Kat in Sicht hat man sofort den Ausspruch ” Man ist der dick” auf den Lippen.
Selbst 50Fuss Kielyachten sehen ziemlich zierlich neben einer Salina 48 aus.

Salina 48: Crew beim Check des Bb Motors
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Das setzt sich fort wenn man das Boot betritt. Ein riesiges Cockpit mit Platz für mindestens 15 Personen, eine zusätzliche
Sonnenplattform im Heck, darunter die Aufhängung für das Festrumpfschlauchboot. Ein Salon mit Küche wie in einem Appartement
mit ungetrübtem rundum Blick und davor nochmal Badedeck und das Trampolin. Dabei hat man noch gar nicht die
Kabinen in den Schwimmern gesehen.

Blick in den grossen Salon - links im Hintergrund die Pantry
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In jedem Schwimmer befinden sich 2 Doppelkabinen mit jeweils einem Dusch-Toilettenraum. Stehhöhe selbst für 190er Typen ist fast überall gewährleistet. Zu den erwähnten 8 Kojen gibt es in den Bugspitzen noch 2 Notkojen sowie
im Zwischengang jeweils eine weitere Schlafmöglichkeit. Der Salon ist dabei immer noch frei!Ist man eher die mehr oder minder schlanken Kielyachten gewohnt kommt einem so ein “Vollschlanker” Kat irgend wie so
lang wie breit vor. Immerhin über 8 Meter in der Breite und ca. 16m Länge wollen manövriert werden.
Aber gut das zu trainieren war ja der Plan und so fanden sich 9 Interessiert und mit Frank Lochte auch den richtigen Instruktor der diesen Kurs und sein Wissen anbot. Nach den üblichen Instruktionen ging es dann auch schon raus aus der Lücke.Bugstrahlruder sucht man auf Kats in der Regel vergeblich schließlich hat man ja 2 getrennt bedienbare Motoren.
Schon beim Ausfahren aus der Box wird klar vieles ist nicht anders als bei den üblichen Dickschiffen und doch ein wenig anders.
Klar das wir bei der Kielyacht mit dem Heck in der Nähe der Mooringleine die Maschine in den Leerlauf schalten. Beim Kat mit den beiden Schrauben die ja weit außerhalb der Mitschiffsline arbeiten ist diese noch viel wichtiger. Das ist was ich meine mit “vieles ist gleich und doch ein wenig anders”.Kaum raus der Lücke zwischen zwei anderen Schiff geht es nur zur Sache. Mit der Kraft der 2 Motoren wollen wir nun Anleger mit dem Heck an die Pier üben.
Zunächst an der völlig leeren Stadtpier. Wunderbar wie man den Kat mit den beiden Gas/Schalthebeln steuern kann.
Beide Maschinen lassen sich z.B. gegenläufig nutzen. Hat der Kat keine Fahrt mehr kann man mit dieser Technik auf der Stelle drehen.Man(n) und auch Frau ist versucht beim Rücksfahren mit dem Steuer zu lenken. Mit den Maschinen geht es besser!

Hier ist z.B. der Backbordmotor auf Fahrt Rückwärts und der Steuerbord auf Neutral gestellt. Bei langsamer Fahrt achteraus wird der Kat so rückwärts nach Steuerbord drehen /ziehen!Beim Anlegen an die Pier wird nicht mit dem Ruder gesteuert (das reagiert eh kaum oder nicht bei langsamer Fahrt achteraus) sondern wie bei einem Kettenfahrzeug mit den Motoren. Im Prinzip eine Kombination von Ausrichten, Fahrt und ggf. einseitigem Zug oder Aufstoppen um Position, Geschwindigkeit und Richtung zu optimieren. Klingt einfach und wäre es auch, wenn man es schon 10x geübt hätte und kein Wind weht. Bei den ersten Übungen ist fast kein
Wind und das ist auch gut so. Langsam kommt ein wenig Sicherheit an den Hebeln und auch ein wenig Wind von der Seite auf.
Nun muss eben die Abtrift (stärker als bei vielen Kielyachten) ausgeglichen werden.Nachdem alle doch recht erfolgreich an die gewünschte Position nahe der Pier gefahren sind wollen wir mal das Thema Segeln angehen. Handhabung, Bedienung, Segelausstattung sind nicht grundsätzlich anders. Und der Wind forderte auch gleich ein Reffen von Gross und Genua.
Keine Krängung die das Schiff sich wegducken lässt oder an das Reffen erinnert. Das Rigg muss alles aushalten oder eben nicht. Unter selbst ernannten Spezialisten wird immer wieder heftig diskutiert - kann der Kat kentern oder bricht aufgrund der hohen Anfangsstabilität etwa der Mast. Ich denke mit falscher Handhabung und entsprechenden Wellen oder Windsituationen ist beides machbar - muss aber nicht sein - und es lässt sich in der Regel vermeiden!

Am Wind läuft der Kat nicht mit dem Potential das man erwartet. Hoch am Wind gar ist die Geschwindigkeit zwar ähnlich wie bei einem Kielboot - aber mit sehr viel Abtrift. Mehr Potential ist mit halben und raumen Wind gewährleistet. Und so gilt, wie ja auch bei den kleinen Strandkats, die bessere Geschwindigkeit rechtfertig leichte Umwege auf Kursen am Wind
und auch bei den Downwind-Strecken. Will heißen - selbst wenn das Ziel genau mit dem Wind zu erreichen wäre kreuzt man mit ein paar Halsen vor dem Wind. Das ist einerseits schneller und andererseits sicherer da das Groß definiert auf einer Seite steht und so leichte Steuerfehler verzeihen kann.Die Werftangaben sind was die Geschwindigkeit betrifft allerdings immer zu optimistisch. Ermittelt mit leeren Kat´s und bei glattem Wasser.
Also ein wenig fern der Praxis. Was das Reffen betrifft - da das Boot nicht sehr viel Rückmeldung gibt findet man in der Bedienungsanleitung
und bei den Charterpapieren (oft direkt am Navitisch aufgeklebt) eine Reffanweisung.

Was wie und wann ist da nach Kurs, Wind und eventuell nach Welle bestimmt. Kats werden zu recht schlechter Wendeeigenschaften nachgesagt. Während Boot mit nur einer Nase diese recht leicht durch den Wind bekommen muss man bei Kats gerade bei Welle ein bisschen mehr tun. So kann man die Genua ein wenig back stehen lassen oder
vorher noch ein wenig Schwung durch leichtes Abfallen mitnehmen. Wichtig ist weich aber zügig Ruder und Kurs zu legen. Will es gar nicht klappen kann man ggf. mit achteraustreiben und ensprechend steuern den Bug wechseln oder kurz mit einer der Maschinen
auf den neuen Bug schieben. Beim Training klappte es mit der Methode “Back halten” und zum Teil auch ohne dieses längere stehen lassen der Fock ganz gut. Eine Alternative ist natürlich halsen. Mann sollte es ohnehin als sinnvolles Katmanöver schätzen lernen und kann es ggf. anstelle einer Wende nutzen. Bei langen Schlägen kein Nachteil, beim harten Aufkreuzen in engen Revierabschnitten natürlich unbrauchbar.
Wir haben die Standardversion der Halse geübt. Kurs raumer Wind - dicht die Grossschot - rund achtern und auf die Grossschot.
Bei leichten Winden und noch guter Manövergeschwindigkeit kann man auf die Winschkurbel verzichten und das Groß von Hand führen.Viele Kats haben einen Traveller der oft über das ganze Brückendeck oder die ganze Schiffsbreite geht. Hier bietet sich an den Grundtrimm über die Großschot
zu realisieren und den Feintrimm über den Traveller zu fahren. Die Vorteile sind: Das Segelprofil bleibt durch die Großschot identisch der Anstellwinkel zum Wind wird über den Traveller gesteuert. Abweichung von dieser Technik gibt es bei besonders schwachem
Wind - hier fährt man den Traveller in Luv bei leicht gefierter Großschot - und bei stärkerem Wind - da nutzt man den Traveller um bei einem sonst flach getrimmten Segel durch Öffnen des Anstellwinkels überschüssigen Wind zu entsorgen.
Der Kurs war aber kein Trimm-, sondern ein Skipper- und Handhabungstraining und so haben wir aus Bequemlichkeit den Traveller nicht genutzt.

Rückwärts in die passende Lücke!
Nach einigen Manövern war es dann Zeit in den Hafen zurückzukehren. Die ersten Anleger in die Box und nicht mehr an die verwaiste Kaimauer waren angesagt. Dank Frank Lochtes ruhiger Art die Steuerleute zu unterstützen klappte es hervorragend. Trotzdem immer wichtig - Fender, Fender und Fender - denn wenn´s mal knapp wird wollen wir doch trotzdem wieder unsere Kaution!
Natürlich haben wir uns den Kurstag durch ein feines Abendessen in einer Tapasrestaurant noch optmiert. Die Altstadt grenzt fast an den Hafen an. Aber das gehört hier jetzt nicht zum Bericht. Nur soviel sei erwähnt - wer Tapas, Gesang und spanische Gitarre kombinieren möchte geht ins La Paloma. Nach der Kathedrale links in die Stadt - kann man nicht verfehlen.
Am Samstag nahmen wir die Manöver wieder auf und vertieften unser Können. Zusätzlich zu den gefühlten 50 Anlegemanöver übten wir das Ankern und natürlich auch wieder ein wenig die Segelmanöver. Beim Ankern gilt was auch für alle anderen Boote gilt. Einzige Abweichung,
es ist wichtig die Ankerkette mit Hilfe eines Hahnepots mit beiden Bugspitzen zu verbinden. Das verbessert den Drehpunkt, schützt die Ankerwinsch und reduziert nächtliches Kettenknirschen.
Bei Tagestemperaturen um 10° waren wir für jeden Sonnenstrahl dankbar. Nachts fielen die Temperaturen auf ca. 0° wir kämpften dagegen mit Heizlüftern etwas an.
Der Sonntag stand dann im Zeichen des Wiederholens aber auch Längseits anlegen stand auf der Agenda. Das stellte zwischenzeitlich niemand vor Probleme. Natürlich kann man, entsprechend gefendert, auch eindampfen um das Heck für das neue Ablegen abzuklappen. Bei schwachem Wind schenkt man sich die dazu sonst übliche Vorspring da man den Kat einerseits gut auf der Stelle
halten kann und die Trägheit des Bootes ein Abklappen des Hecks ohne nennenswert Fahrt voraus erlaubt. Wir gesagt ohne Wind vom Wasser!
So gingen 3 Übungstage im Fluge zu Ende und wir mit dem Flug nach Hause. Ich glaube alle haben einiges an Sicherheit für Katmanöver
mitgenommen und das war doch schon sehr lohnend. Und Frank Lochtes ruhige und qualifiuzierte Instruktion hat sicherlich viel dazu beigetragen.
Und zumindest für mich kann ich sagen, dass ich die Wahl möglicher Charterschiffe und Törns durchaus mit gutem Gefühl auch auf Fahrtenkats ausdehnen werde. Gerade wenn Baden, Urlauben und weniger das sportliche Segeln im Vordergrund stehen und vielleicht auch das
Revier nach bequemer Autarkie mit Komfort verlangt bietet der Kat dieses. Wenn es um sportliches Segeln geht bleibe ich den Einrümpfern treu.


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Kroatien-Törn 2011
20.10.2011 von Raimond.
Verlauf der Route: Split, Vela Luka, Korcula, Okuklie, Dubrovnic, Polace, Lastovo, Hvar, Milna, Split
Die Best-Off Bilder beider Crews …. hier klicken [….]
Auch in diesem Jahr besuchten wieder zwei SCLF-Crews Kroatien.
Während die Crew um Manfred Fritsche schon ab Split auf einer GibSea 43 seit dem 1.Oktober die dalmatischen Gewässer kreuzte kam die Crew um Raimond Herrmann erst am Mittwoch den 5.10. an.
Hier nun der Kurzbericht von Raimond (Skipper). Der Bericht von Manfred, also dem Skipper der 2. Crew, folgt noch.
Um es vorweg zu nehmen Wetter, Wind und Land zeigten sich von der allerbesten Seite. Wir, also Gudrun Herrmann, Klaus und Traudel Hedrich, Edmund Schreck, Klaus Gerbes und ich übernahmen in Split in der ACI-Marina eine Bavaria 46c. Natürlich war vorher alles bestens organisiert. Flug, Transfer, einchecken, Einkauf und Schiffsübernahme gingen fast reibungslos vonstatten. Ja fast, denn unser Crewmitglied Lothar Lang verletzte sich am Tag vor dem Flug und so musste per Expressorganisation ein Ersatz gefunden werden. Blitzschnell sagte Klaus Gerbes zu und es gelang noch einen passenden Flug, wenn auch je einen Tag später als wir, zu günstigen Preisen zu buchen.
Ach ja, wir hatten ein Boot mit Gitarre gebucht - auch diese fehlte noch - wurde aber von Thomislav dem netten und rührigen Chef von Niva und vom Pitterstützpunkt in Split persönlich gestimmt und eigenhändig vorbeigebracht.
So konnte dann die Seereise los gehen.
1. Tag
Auslaufen unter Motor. Zunächst ging es bei bestem Wetter aber keinem Wind in Richtung Hvar. Vorbei an der Durchfahrt zwischen Brac und Solta. Auch Hvar ließen wir zunächst links liegen und legten Kurs zur Insel Korcula, genauer in die Vela Luka. Zwischenzeitlich hatte der Wind doch etwas zugelegt und wir konnten segeln. Das fing wirklich gut an. Hatten wir uns doch vorgenommen als entferntestes Reiseziel Dubrovnic zu erreichen.
In der Vela Luka bot sich dann kurz nach dem Anlegen ein wunderbarer Sonnenuntergang. So endete der erste Segeltag mit über 42 Meilen auf der Uhr und mit der Einkehr in einer Konoba.

2. Tag
Etwas frischerer Wind bot sich als Carrier an. So verliessen wir die tief ins Land ragende Bucht direkt unter Segel. Wir hatten vorsorglich leicht gerefft denn starke Böen wollten gemeistert werden. Der Wetterbericht sprach von 5-6 in Böen 8. Beim ersten Segelmanöver ein Knall und die Grossschot hatte Ihren Anschlagpunkt auf dem Traveller pulverisiert. Offensichtlich ein Ermüdungsbruch. und gut so dass es bei so einfachen Bedingungen passierte und weiter kein Schaden entstand. Wir reparierten mit Tauwerk und ich darf verraten das hielt bis zum Schluss und auch allen Winden und weiteren Manövern stand.

Mit gutem bis frischen Wind ging es entlang der Nordküste der Insel Korcula. Bis zum Hauptort der Insel “Korcula auf Korcula”. Es waren für den Abend Gewitterstürme vorhergesagt und die ersten Boten in Form ruppiger Böen gab es jetzt schon. Wie üblich in der Region wollten wir rückwärts also “römisch-katholisch” anlegen. Der Seitenwind erfoderte schnelle Leinenarbeit und ein Anlehnen an ein benachbartes Schiff. Es war Platz und so konnte es als Übungseinheit realisert werden. Der Trainingslauf klappe zwar von der Fahrt, aber nicht von der Arbeit an den Leinen. Statt anlehnen am etwas kleineren und kurzen Nachbarschiff, drohte uns dadurch ein Drehen des Bugs ein verwehen in das vorstehendes Ankerngeschirr des Nachbarn und überlaufen einer Nachbarmooring. Keine Zeit also mehr für Übungen und Erklärungen des Skipper. Also ich legte nun selbst Hand an. Boot freifahren und wieder zurück auf den geplanten Liegeplatz. Auch diesmal klappte die Anfahrt, aber die Leinenarbeit war noch nicht optimal. Doch diesmal konnte mit Anlehnen an die Fendern des Nachbarn und etwas Motor und Bugstrahlruder die Position gehalten werden und die Leinen gingen dann doch noch über an Land und die Mooring wurde hart durchgesetzt. Zum Bugstrahlruder ist zu sagen, einzig um in ganz engen Kurven wenn für das Heck kein Platz ist um die Drehung einzuleiten, ist es hilfreich. Nur etwas Wind auf dem Bug und die Wirkung geht gegen null.
Heute waren es nur etwas über 26 Seemeilen. Aber Wind zum Teil über 30knoten
Ein Spaziergang am Abend, ein Besuch in einem Restaurant und das versprochene Gewitter rundeten den Abend ab.
Am Morgen nach dem wie immer opulenten und genussvollem Frühstück wurde die Altstadt erkundet, jeder Stein wurde auf Zelloloid, ach nein, auf Speicherkarte gebannt oder nennt man das gebrannt?. Die Marktfrauen wurden um die eine oder andere Ware erleichtert und um Kuna bereichert. Und natürlich durfte auch ein Kaffee auf dem Marktplatz nicht fehlen. Ach es geht uns gut. Zwar ist es etwas abgekühlt aber immer noch eher warm.

3. Tag
Unsere Reise geht weiter in Richtung Süd-Osten. An der Nordseite der Insel Miljet wollen wir je nach Wind entweder nach Polace oder nach Okuklie. Der Wind spielte mit und so ging es zunächst an der Bucht von Polace vorbei. Diese Bucht musste noch auf uns warten. Das Gewitter scheint auf der Halbinsel im Norden ein Feuer entzündet zu haben - oder waren es unachtsame Raucher? Wir durften Wasser-Löschflugzeugen beim löschen eines Waldbrands zusehen und nutzen den Wind um weiter entlang der Insel Miljet zu segeln.
Telefonisch erfragten wir bei der Konoba Maran ob ein Liegeplatz und etwas feines zu essen auf uns warten würde. Das wurde bestätigt. Bald bogen wir ab in die Bucht und gleich das erste Haus auf der rechten Seite ist das von einer Deutsch - Schweizer Familie bewirtschaftet “MARAN”. Man erwartet uns gleich an mehrern Stegen und lockte uns mit parat gehaltener Mooring - aber wir hatten ja einen festen Plan und machten direkt vor dem Restaurant Maran fest. Auch hier wird mit Mooring und Heckleinen festgemacht. Das Anlegen klappte prima. Es gab ausgezeichneten Fisch und guten freundlichen Service. Duschen gibt es nicht und die Toiletten werden nachts verschlossen. Gut das unser Schiff eigene Toiletten hat. Nachts kommt zunehmend die vorgewarnte Bora auf. Diese rüttelt etwas am Rigg, aber wir liegen gut und sicher. Doch bevor wir ins Bett fallen überfällt uns eine unergiebige Disskussion fern der Praxis zum Thema Anlegen - aber besser als diskutieren ist: “Es gibt nichts Gutes - außer man tut es ”. Es wird noch mehr Anleger geben und auch dort wird der Skipper nur eingreifen wenn nötig und erst mal machen lassen.
Etwas über 30 Seemeilen Wind bis 33 Knoten

4. Tag
Der Wind heult im Rigg und die in die Bucht drehenden Starkwinde sowie beachtlich einlaufender Schwell haben für etwas Respekt vor Wind und Wetter gesorgt. Mit gemischten Gefühlen macht man sich nach dem Frühstück fertig. Das Boot wird seefest gemacht und die Mannschaft hinsichtlich Sicherheit und persönlicher Sicherheitsausrüstung informiert. Prinzip: Sicherheitsausrüstung parat halten oder anlegen. Keine Arbeit ohne Lifeline ausserhalb der Plicht. Vom Ausbringen von Strecktauen sehen wir ab. Weil diese rund und dick sind, sind diese eher eine Gefahr als eine Hilfe, zumal nicht viel ausserhalb der Plicht zu tun ist und bis zum Mast gute Handläufe verfügbar sind.
Wir legen ab und kämpfen uns im Zickzack unter Motor aus der Bucht um nicht hart gegenan zu gehen. Nachdem wir genügend Leeraum haben setzen wir Segel und reffen ordentlich. Die Mannschaft entspannt sich. Das Schiff kann einiges ab und so schlimm wie es in der Bucht aussah ist es auf der offenen See nicht. Allerdings sahen wir den ganzen Tag nur 3 andere Segel!
Es gibt genügend Rudergänger, Schotenzieher und Winschkurbler. Der Skipper könnte sich schlafen legen da auch die Naviagation durch Redundanz gesichert ist. So ziehen wir bei Wind und Welle flott und stetig nach Südost in Richtung Dubrovnic. Nach einer Weile kommt eine kleine Insel in Sicht. Steuerbord/Backbord ?
Es wird für “liegen lassen an Backbord” entschieden. Es spricht nichts dagegen - es ist nichts im Wege und auch wenn es nicht der kürzeste Weg ist und so lässt der Skipper es so laufen. Später wird klar, dass ein Wegpunkt nicht korrekt gelegt wurde. Hier in diesem Revier unter Sicht ist das ja kein Problem - man hätte auch nur nach einem Blick in die Karte ohne weitere Hilfen fahren können. Aber die Mitsegler wollen ja auch solche Dinge trainieren.
Wir kommen der Einfahrt nach Komolac, welches tief im Taleinschnitt liegt, und die ACI-Marina beherbergt immer näher und das Kreuzen bei böigen und drehenden Winden ist nicht sonderlich effektiv da die halb weggerollte Genua nicht ideal steht. Also Segel runter, Motor an und langsam gegenan. Aus dem Stadthafen werden zwei Kreuzfahrtschiffe herausbugsiert, an denen wir uns vorbeitasten. Unter der Brücke durch und schon sehen wir in den Fallböen Wasser fliegen. Der Zufahrtsweg durch das enge Tal ist für Böen in Orkanstärke bekannt. Für uns hat er nur Starkwind- und Sturmböen genau von vorn übrig. Aber auch das ist schon Respekt einflössend.
Im Hafen weisst uns der Marinero einen guten Platz zu. Durch die auch hier noch wirkenden Fallwinde muss das Manöver schnell und entschlossen gefahren werden. Aber zuerst darf wieder geübt werden - denn nur so kann man es lernen oder langsam begreifen. Der Wind ist gegen den Steuermann und das Schiff läuft nach dem 2. Versuch Gefahr so zu vertreiben das kein Steuern mehr möglich ist. Nach zwei Versuchen greife ich also ein und habe den Wind auf meiner Seite. Schnell ist das Boot festgemacht. Das ist besser als jede Theorie und Disskussion und fühlbar anschaulich. So nun mögen doch nun die Fallwinde jaulen - wir liegen gut.
Zwar weht es kalt, aber wir wollen Dubrovnic besuchen. Wir nehmen für wenige Kuna die Bus-Line 1A oder 1B und fahren in die Altstadt. Diese Linie fährt im Schnitt jede halbe Stunde und wird uns auch wieder zurückbringen. So viel Trubel sind wir gar nicht mehr gewohnt. Wir geniessen aber auch das Flair der Stadt und gehen den Rundweg über die Mauer. Später werden wir uns alle wieder treffen und die Mehrheit wird entscheiden in der Marina zu essen. Das hierbei in die Pizza statt in das Restaurant navigiert wird ist zu verschmerzen - die Pizza war gut und preiswert.
26 Seemeilen ruppiger Wind in Böen bis 38 Knoten und mind 400 Bilder aufgenommen

Tag: 5
Genial, wir lassen uns von den z.T. heftigen Böen aus der Bucht ziehen. Die Genua macht es gefahrlos möglich.
Vorher hatten wir noch ein bischen Nachschub an Lebensmittel sowie Kuna gebunkert. Die Marina bietet alles - allerdings auch saftige Liegepreise. Wer nicht unbedingt den Trubel von Dubrovnic braucht dem sei Korcula, als das “kleine Dubrovnic” empfohlen. Wir können es beruteilen wir haben beides gesehen .
Welcher Kurs heute? Auf der Hinfahrt hatten wir Polace auf Miljet ausgelassen - nun wollen wir es anlaufen. Kaum aus der Schlucht ausgelaufen lässt der Wind uns und die Segel hängen. Abwechselnd unter Motor dann wieder unter Segel kämpfen wir uns die ersten Meilen aus der Abdeckung heraus. Endlich können wir zwischen den kleinen vorgelagtern Inseln hindurch und etwas weiter vom Land weg. Der Wind legt sich nun mächtig ins Zeug und mit gerefften Segeln machen wir gute Fahrt. Die Steuerleute sind vom Ehrgeiz ergriffen keinen Faden Höhe zu verschenken und unser Ziel ohne Wende zu erreichen. Der Wind spielt gerade so mit und nach schöner Rauschefahrt erreichen wir am Nachmittag die malerische Bucht mit dem Ort Polace.

Auch hier winken die Restaurantbesitzer mit Mooringleinen. Wir legen vor dem “Calypso” an. Die Mooringleine ist kostenlos für Restaurantbesucher. Das nehmen wir gerne so wahr. Wir essen gut und fassen den Entschluss den nächsten Tag den Naturpark zu besuchen. Klaus Hedrich organisiert dafür Mountain-Bikes. Doch zuvor haben wir noch eine etwas abenteuerliche Nacht vor uns. Der Wind frischt ab 2.00 immer stärker auf. Die ersten Kontrollen - alles noch in Ordnung. Doch etwas später noch mehr Wind und immer stärkerer Schwell. In Lee von uns ein etwas kleiners Boot wird nicht mehr von uns geschützt sondern wir legen uns immer mehr bei Schwell und Wind drauf. Mooring mehr durchsetzen! - hilft nicht. Luvseitige Achterleine hart durchgesetzt - auch das bringt nichts. Wir wollen es noch mit einer zweiten seitlichen Mooring versuchen und diese mit Bugstrahl und Motorunterstützung durchsetzen. Das bringt ein klein wenig Erleichterung - aber der Wind legt wieder nach. Wir vereinbaren mit dem anderen Schiff, dass wir ggf. ablegen und im Schutz der nächsten Seitenbucht vor Anker gehen - voher aber wollen wir noch einen Versuch unternehmen eine Leine von der Mittelklampe so weit wie möglich seitlich auszubringen. Das gelingt und bei langsam nachlassenden Wind hält diese Leine die Hauptlast des seitlichen Schwells und des Windes. Um 4.00 ist der Spuck vorbei.
Was war passiert: Der Wind hatte nachts nicht nur zugelegt sondern auch von NW auf NE und dann auf ENE gedreht. Und da war die Bucht offen. Der Wetterbericht hat´s nicht gewusst!
37 Seemeilen Wind NW, N, NE, E 6-7 Böen 8-9
Tag: 6
Hafentag, genauer Ausflug auf Rädern in den Nationalpark und zu den Seen. Eine schöne Abwechslung in einer traumhaften Region und Gegend. Und unbedingt jedem empfohlen der in die Näe kommt.
Am frühen Abend, noch immer liegen wir an der Restaurantmooring, haben sich weitere Chartercrews eingefunden. Klar, das Wetter ist besser vor allen Dingen ist der Wind nicht mehr über sondern weit unter 6Bft. So sieht man nun doch mehr Segel am Horizont ihren Weg ziehen. Wir wollen zwar ablegen, aber nur ein kleines Stück über die Bucht und dann vor Anker gehen. Mit den letzten Sonnenstrahlen lassen wir Anker fallen und fahren ihn ein. Danach ist Badtag angesagt.
Das Wasser ist herrlich und nach anfänglicher Scheu bleibt nahezu jeder länger und geniesst. Obwohl kaum Wind angesagt ist und auch der nicht immer zuverlässige Wetterbericht keine Störung meldet, wird Ankerwache eingeteilt und auch gegangen.

Eine Vollmondnacht, die laue Luft, ein paar Sterne und die Geräusche der Nacht machen das zum Vergnügen zumindest aber zu Erlebnis.
0,3 Seemeilen aber über 25Km Fahrtradtour
Tag 7
Anker auf und Segel gesetzt. Die Insel Lastovo wartet. Auch hier ist der Wind wieder mit uns. Und schon bald können wir unter Segeln Kurs auf die Insel setzen, die eine traumhafte Einfahrt bietet die wir unter Segel nehmen können. Eddy übernimmt das Anlegen. Steuermann und Mannschaft an den Leinen sowie der Marinero arbeiten korrekt mit so dass wir bald einen “Anleger” genießen können.
Da wir jeden Tag durchschnittlich 30 Sm Segeln ist natürlich der Zeitplan etwas eng. So sehen wir von dieser ehemaligen Militär-Insel wenig. Werden aber mit guten Duschen und tollen Service für den Besuch belohnt.
30 Seemeilen Mässiger bis frischer Wind
Tag 8
Wir wollen auf die Insel Hvar. Sollte im Stadthafen kein Platz sein wollen wir auf die Insel Klement. Das aber wäre schade, denn Hvar gilt als eine der schönsten Städte. So versuchen wir früh und schnell die Insel zu erreichen. Zunächst hält der Wind und als er nachlässt sind wir so nahe, dass es uns nicht leid tut die Segel zu bergen und unter Motor in die Stadtbucht einzulaufen. Wir bekommen einen Platz und routiniert wird angelegt. Die Stadt hat Flair, gleichwohl möchte der eine oder andere hier nicht in der Hauptsaison sein. Die Gassen laden zum Schlendern ein und die Restaurants und Cafes locken.
Doch zuerst wollen wir das Fort auf dem Berg besuchen. Mit etwas Mühe und ein paar Kuna ist das machbar. Schon bald haben wir einen absoluten Überblick und könnten fast auf unser Boot spucken. Später geht es in die Altstadt ins Restaurant “Garden”. Eddy hatte es ausgekundschaftet. Es war urig bis kitschig, aber relativ windgeschützt im Innenhof. Die Speisen waren in Preis und Leistung annehmbar - die Spagetti aber stellten wohl nicht zufrieden. Dafür wurden wir mit Granatäpfeln bombartiert die der Wind von den Zweigen riss.
Wir brachten uns durch Umbesetzung in sichere Position. Der Wind veranlasste mich aber nach dem Boot zu sehen, denn die Böen waren durchaus im 8/9 bft Bereich. Das Schiff lag aber sicher und unbeeindruckt. Die Stadt gab gute Leeabdeckung.

31 Seemeilen Wind mäßig bis frisch später ablauend und in der Nacht Böen um 7-8bft
Tag 9
Trügerisch: Im Hafen kaum Wind, aber laut Wetterbericht 6-7 in Böen 8-9 zum Mittag etwas nachlassend und abends auffrischend. Windrichtung NW. Ok, also Frühstück, Boot klarieren und raus aus der Bucht.
Sicherheitshalber schon bald gerefft und weiter draussen dann quasi das 2 Reff eingebunden (ok gerollt!)

Es war ein schöner, ein nasser Ritt, aber stark gegenan. Wir segelten den optimalen Bug, verzichteten auf die Wende und fuhren die restlichen 4 Seemeilen unter Motor zwischen Brac und Solta hindurch und hinein nach Milna. Tanken, kurze Hafenrundfahrt und dann Kurs auf Split. Pünktlich zur Mittagszeit flaut der Wind ab - nein, er wird regelrecht abgeschaltet. Er braucht offensichtlich eine Pause um wieder zu Kräften zu kommen. Wir motoren die letzten paar Seemeilen in den Heimathafen und wie man es sicht nicht wünscht briest der Wind kurz vor Hafen wieder kräftig auf. Na gut enger Hafen, heftiger Wind - was solls das muss schon gehen.
Und so klappt auch der letzte Anleger. Eigentlich wollte die zweite Crew unseren Anleger vom Land aus kommentieren und begutachten. Doch sie hatten erst später mit uns gerechnet und haben es glatt übers Mittagessen versäumt rechtzeitig den Kopf aus dem Niedergang zu strecken. Vielleicht wäre es mit diesem kundigem und kritischem Publikum nicht so gut gegangen - wer weiss.
Nun allgemeines Begrüssen und Schulterklopfen - und - bei unseren Damen natürlich “Küsschen - Küsschen” und dann noch das Foto beider Crews im Cockpit unserer braven Bavaria 46c “Niva”
Der Abend fand einen gemeinsamen und schönen Abschluss in der Konoba Varus und bei Gesang auf unseren Boot. Eddy griff in die Saiten und der Rest zum Glas oder vergriff sich am Liedgut und die Nachbarn vielleicht die Flucht!. Später noch eine kleine Jam- und Songsession mit 2 Gitarren von Eddy und Raimond so ging Tag 9 zu Ende.
Seemeilen 34 Wind NW 6-7 dann flaute dann NW 6-7
Der Abreisetag:
Split, Split, Split - Touristen, Touristen, Touristen und wir mitten drin. Eine lebendige und interessante Stadt. Alleine der Diokletian-Palast und seine An- und Um- und Aubauten. Wir genossen die Stadt bei sommerlichen 24 Grad. Später verabschiedetet sich unser Vercharter vor Ort noch mit einer kroatischen Weise und sein Angestellter brachte uns zum Flieger. 19:30 ab in Split und um 1:00 im Bett zu Hause - auch mal wieder schön. Von Eiswürfelschlachten und Klabautermann(frau) ähnlichen neckischen Einlagen sollen die Akteure selbst erzählen. Nur soviel - lustig lustig - wir haben viel gelacht!
Ach ja Klaus Gerbes musste noch eine Nacht bleiben, sein Flug ging erst am nächsten Morgen. aber auch das hat hervoragend geklappt.

1600 Flugkilometer
Gesamt in 9 Segeltagen 261 sm davon über 200 unter Segeln
Geschrieben in Fahrtensegeln / Bootstouren, Segeltörns, Allgemein | Drucken | 1 Kommentar »
Die Entdeckung der Lahn(samkeit)
19.7.2011 von Raimond.
Eine Bootstour auf der Lahn von Runkel bis Lahnstein

Schon oft hatte ich mit dem Auto das Vergnügen ab und an im Lahntal unterwegs zu sein. Immer wieder dachte ich, da müsste man doch mal mit dem Boot die Lahn erkunden.
Nun im Juli fanden sich ein paar Tage und der Plan konnte zur Tat werden. Am Dienstag trafen wir an der Lahn ein.
Wir, also Gudrun und Raimond sowie Lillie der Yorkshire-Terrier brachten unsere “All you need” den 16er Jolli an die Lahn.

Bootsmann “Lillie”
Die einschlägigen Infos sprachen von mehreren Slipmöglichkeiten in Dehrn, Runkel oder Limburg. Allesamt waren aber nur für kleinere Boot geeignet oder ungünstig angelegt. Ideal war dann der Slip im Campingplatz Dietz, auch wenn wir wegen der Wassertiefe den Jollenkreuzer fast vom Trailer hieven mussten. Aber man konnte wenigsten das Boot gleich am Steg anlegen und den Trailer und das Auto parken.
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So die erste Hürde war geschafft. Wäre es nicht schon später Nachmittag wir hätten noch losfahren können. Wir hatten aber eine Einladung zum Grillen bei der Familie meines Neffen Andreas. Das war schon mal ein sehr gelungener Tag und Abend.
Spät kehren wir aufs Boot zurück. Es war schon ein Unterschied zu den 40Fuss Booten die wir so oft chartern. Aber kaum in der Koje fanden wir es auch super gemütlich in unserer Jollenkreuzer-Wohnhöhle.
An Bord ist alles einfach - aber es fehlt an nichts - außer vielleicht an einer Toilette die den Gang an Land ersparen würde. Das aber ist vom Platz schlicht nicht möglich.
Mittwoch 13.7.2011
So endlich war es soweit. Gemütlich gingen wir es an und fuhren erstmal zu Berge. Vorbei am Mühlchen bei Diez bis zur Schleuse Limburg und dann weiter nach Dietkirchen. Dort war leider die berühmte “alte Fähre” geschlossen. Ruhetag am Mittwoch - na das fing ja gut an. Die Bordküche gab aber genügend her und selbst kalte Getränke lieferte die Kühlbox.
Schleuse Limburg - Unterwasser
Nach einem kleinen Landgang ging es weiter zu Berge. Vorbei an Runkel und dem Yachtclub dort, der auch zahlreiche Gastliegeplätze bei Wassertiefen von 1,1- 1,5 meter hat. Eigentlich ist hier das für Boote (ausgenommen Schauchboote etc) befahrbare Gebiet zu Ende. Da wir aber unser Schwert etwas anheben konnten wollten wir weiterfahren. Weit kamen wir nicht nach etwa einem Kilometer war es steinig und flach, das sich die Weiterfahrt verbot. Ruder und Motor mussten schon ab und an etwas leiden. Wenden war bei flachem Wasser und merklicher Strömung gar nicht so einfach - fehlte doch die Spurhaltung durch das Schwert. Direkt nach der Drehung schoss das Boot ohne Ruderwirkung auf die Uferbüsche zu. Beherztes Vollgas - Rückwärts und Gudruns Einsatz auf dem Vorschiff brachten uns wieder auf Linie. Mit größter Vorsicht und nur soviel Fahrt wie nötig, um Ruderwirkung zu haben, ging es nun zu Tal.
Mit einem anderen Boot hätte man das Wenden gleich auch mit einem Schlag rückwärts realisiert. Mit dem Jollenreuzer nicht so gerne. Beim Auflaufen auf Steine unter Wasser in Fahrt vorwärts klappen Schwert und Ruder hoch. Bei Fahrt rückwärts gegen ein Unterwasserhinternis aber könnte Schaden entstehen.
Die zahlreichen Kanufahrer haben dieses Problem natürlich nicht. Im Gegenteil, für die ist der ober Teil der Lahn der spannendere.
So nach dem kleinen Abenteuer ging es nun und die nächsten Tage flussab, oder zu Tal wie man auch sagt.
Die Lahn hat ab Runkel (Fluss-KM 70) noch knapp 67 Km bis Lahnstein (KM 137) zu bieten. Eine sehr gemächliche Strömung lässt Fahrten mit guter Geschindigkeit in beide Richtungen zu. Wenn es mal mit mehr als 3km fliest ist es schon ungewöhnlich. Übrigens steht oft der Wind gegen die Strömung. Optisch sieht es dann so aus als ob die Lahn zu Berge fliesen würde. Der Wind hat, wie so oft, auch einen Namen - ”Lubentius-Wind” - benannt nach dem Heiligen Flusspatron der Lahnfischer.
Lubensius Statue an einem Schleusenkanal
Dieser Wind wehte uns nun bei der Talfahrt kräftig ins Gesicht. Aber, das schon vorweg, wir blieben den ganzen Urlaub trocken.
Nun führte uns unsere Fahrt nach Limburg. Dort blieben wir über Nacht und legten unter der hohen Autobahnbrücke am Campingplatz an. Das Gasthaus direkt am Platz ist zu empfehlen. Wir besichtigen zuerst das Schwimmbad und dann die Altstadt. Für Lahnbesucher ist Limburg ein Muss. Die Altstadt ist einfach ein absolutes Highlight - auch dann wenn man wiederholt hier war. An den vielen tollen Kneipen, den Gassen und Fachwerkhäusern kommt man einfach nicht vorbei.
Donnerstag: 14.7.2011
Wir schleusen nun ab. Das ist viel einfach als zu Berge. Beim schleusen zu Berge will die Strömung in der Kammer, insbesondere im vorderen Teil, schon bewältigt werden um das Boot ruhig zu halten. Deshalb, wenn immer möglich so weit wie möglich hinten bleiben. Aber gut gefendert und mit einer Vorleine und einer Heckleine an den Gleitstangen geht es ganz gut.
Heute geht es gemütlich den Fluss hinunter. Unser Ziel ist Laurenburg. Wir legen dort am späten Nachmittag an und haben einen sehr gemütlichen Flussfahrttag hinter uns. Wir haben Reiher, Gänse, Enten und sogar Eisvögel gesehen und uns an der Landschaft erfreut. Schon ein paar Kilometer vor Laurenburg hat sich die Landschaft verändert. Das Tal wird enger und die bewalteten Berghänge lassen fast nur noch der Lahn Platz. Auch für die Handyfunkstrahlen reichte wohl der Platz nicht mehr. Wir erklommen die Laurenburg um ein wichtiges Gespräch zu führen - vergebens - kein Empfang! Im Ort, eine magentafarbene Säule bot Kontakt mit der Aussenwelt - kompliziert und mit Eingabe von Kreditkartendaten - aber es klappte und musste auch klappen. Schliesslich wollten wir am nächsten Tage ein paar Nachwuchsbootsfahrer einen Tag an Bord nehmen.
Freitag: 15.7.2011
Heute kommen Lynn, Max und Felix (3 von 4) Kindern meines Neffen Andreas an Bord. Nach anfänglicher Skepsis kommt Spass und Gelassenheit auf. Alle steuern mal und bewegen sich sicher an Bord. Und aus der kurzen Testfahrt wird ein ganzer Tag - ach am liebsten währen die drei auch noch über Nacht geblieben.

Wir passieren weitere Schleusen, was den Kindern sehr imponierte. Vorbei am einzigen Lahnwein-Ort Obernhof, durch die Schleuse Kalkofen, später durch die Schleuse Hollerich. Geplant war es in Nassau zu Mittag zu essen, aber die Kinder hatten schon früher Hunger.

Kein Problem es waren genügend Nahrungsmittel und Getränke an Bord. Satt zum Mittagessen legten wir späeter am frühen Nachmittag in Nassau an und liessen uns mit Kaffee, Eis, Kuchen und Radler verwöhnen. Da alle schon an Bord gegessen hatten, nahmen wir 2 Pizzas to go mit und das war auch gut so!
Wir kamen am schiefen Turm von Dausenau vorbei und langsam kam Bad Ems in Sicht. Vorher aber wurde die Pizza vernichtet. Übrigens Andreas hat seine Kinder auf der Fahrt per Fahrrad begleitet und von so mancher Brücke oder Schleuse fotografiert und gewunken. In Bad Ems tobte das Leben. Livemusik, Fressmeile, Kinderjahrmarkt und Brückenfest sorgten dafür. Drachenboote übten für das nächste Rennen und Liegeplätze waren laut und rar. Deshalb liefen wir die Marina Kutscher an. Diese liegt ruhig und verfügt über alles was der Bootsfahrer braucht. Die Stadt ist in 10 Fussminuten zu erreichen und Nachschub kauft man bei Aldi oder Lidl. Beide sind sehr nahe. Wir besuchten ein wenig die Stadt und bald mussten die Kinder Abschied nehmen. Sie fuhren mit Vater und Zug nach Hause. Vorher aber haben alle noch ein paar Knoten gelernt.
Übrigens ist neben der Marina Kutscher auch gleich der Bootsservice Kutscher. Mit diesem vereinbarten wir das herauskranen des Boots am Samstag bis spätestens 16.00 Uhr oder wenn es uns knapp wird am Sonntag um 11.00 - Ja richtig gelesen, auch am Sonntag wird dort gekrant. Der Neffe Andreas würde das Gespann beibringen, so dass wir quasi den Samstag noch ohne Stress im Rahmen “Genuss der Lahnsamkeit” angehen konnten.
Samstag: 16.7.2011
Unser letzter Bootstag auf der Lahn. Wir wollten noch weiter zu Tal bis kurz vor den Rhein. Enge Talschleifen wechseln hier mit engen Schleusen und Schleusenkanälen ab. Kurz vor dem Rhein dann Lahnstein und eines der vielen Wirtshäuser an der Lahn. Wir kehrten um und fuhren 4 Schleusen zu Berge bis vor den Kran bei Firma Kutscher in Bad Ems. Und bald war das Boot auf dem Trailer. Wir blieben noch über Nacht im Boot auf der Wiese vor Andreas Haus und genossen noch mal deren Gastfreundschaft bevor es am Sonntag dann nach Hause ging.
Resümee: Die Lahn ist in jedem Fall eine Reise wert. Ob im eigenen Boot der Unterlauf oder im Kanu ab Weilburg, oder per Rad oder per Pedes. Bootsfahrer tun gut daran dem Band Mosel/Lahn von Fenzel nicht zu sehr zu vertrauen. Seit Erscheinen 2004 hat sich vieles verändert. Einige Sliprampen und Bootsclubs gibt es nicht mehr und die Werft mit Kran und Runkel kennt niemand. Besser, oder genauer zusätzlich ist es sinnvoll sich über die Seite http://www.bcl-lahn.de/ zu informieren.
Statt in Diez oder Limburg zu slippen würde ich nach den Erfahrungen in Bad Ems kranen und eben zu Berge und zu Tal fahren. Will man nur den Fluss erkunden reichen 4-5Tage aus. Hat man mehr Zeit kann man ggf. noch über den Rhein in die Mosel oder es umgekehrt mit einer Moseltour verbinden.
Das schönste an der Lahn ist die Kombination von Gelassenheit, Ruhe und faszinierender Natur. Ab und zu gewürzt durch Städte, Burgen und Schlösser die begeistern. Auf der Lahn ist keine Berufsschifffahrt - nur Freizeit- und ab und an Fahrgastschifffahrt.
In diesem Sinne - fahrt doch mal hin

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Familien-Törn auf einem Regattaschiff!
1.7.2011 von Raimond.
Familien-Törn auf einem Regattaschiff!
Geht das?, war wohl die erste Frage und ich kann sagen es geht wunderbar.
Doch langsam nicht zu viel vorweg.
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So fing es an:
Ein befreundetes Paar - Nichtsegler mit 2 Kindern (9+14) konnten bei einem Treffen von einem gemeinsamen Törn überzeugt werden. Schnell war klar, es musste ein 3 Kabinenschiff sein, welches aber trotzdem auch von nur 2 Personen mit Segelerfahrung bedient und auch beim An- und Ablegen beherrscht werden kann. Es musste davon ausgegangen werden, dass die Neusegler hier mangels Erfahrung nur begrenzt einsetzbar sind.
Da der Entschluss zu diesem Törn spät fiel waren viele der 40-46 Fuß Schiffe am Bodensse schon ausgebucht. Aber ich wusste die Match-Center-Flotte wird erneuert. Und diese Schiffe sind zwar als Sportversionen für Regatten getrimmt bieten aber auch den nötigen Platz und Komfort.
Schön dass ein solches Boot noch zu bekommen war. Wir charterten eine Bavaria 40S beim Match-Center am Bodensee.
Nach den üblichen Vorbereitungen, Info-Abend und Infomaterial ging es dann am 22.6. aufs Boot. Schnell war die Yacht übernommen und die Kabinen eingeteilt. Die Kinder fanden es cooool und deren Eltern sah man an, dass sie selbst freudig überrascht waren und ihnen ein Stein vom Herz fiel, dass alle Befürchtung unbegründet waren. Es war bequem und komfortabel.
Sicherheitseinweisung und Bootskunde - na eben wie immer wenn es eine neue Crew ist, die ein Boot bezieht - und natürlich stauen,stauen und staunen was da alles locker in den Schränken und Truhen verschwand. Auch die grosse Kühltruhe imponierte und garantierte kühle Anlegerdrinks.
Zunächst aber zog ein heftiger Gewittersturm über den See und die Blitzleuchten blinkten mit 90 p/Sek. (Sturmwarnung) Gut dass wir im Hafenrestaurant gemütlich den Tag ausklingen ließen.
Die etwas entspanntere Rund-Um.
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Die Rundum ist eine Langstreckenregatta - wir aber wollten zwar auch mal Rundum den See, aber entspannt und ohne Nachtfahrten und vor allen mit Pausen und Häfen!
Tag1
Am Donnerstag ging es dann bei moderaten Winden hinaus und über den See Richtung Altrhein. Alle konnten sich mal am Ruder versuchen und trotz kühlem aber trockenem Wetter hatte jeder Spass. Neben dem üblichen Hafenflair, der Zugbrücke die den Schiffsverhehr und den Autoverkehr regelt und dem Restaurant im ersten Stock erfreute man sich an den tollen Duschräumen. Ein Spaziergang durch das Naturschutzgebiet nach Staad und die Einkehr im Schützengarten runden den Tag ab.

Tag2.
Mehr Wind ist angesagt. Die Bavaria 40S hat ein mächtiges Rigg und kann auch ordentlich Wind ab. Mit einer Mannschaft aus Seglern hätten wir das Vollzeug genutzt. Mit der Familiencrew haben wir ein Reff im Groß eingebunden und trotzdem gute Fahrt gemacht. An der Krängung hatten dann auch alle Ihren Spass und die Bordinstrumente verzeichneten dann auch oft über 8 Knoten Fahrt und einmal sogar 9. Es ging also flott hoch am Wind in Richtung Konstanz.
Wir legten nach einem spannenden Segeltag in Kreuzlingen an. Leider gibt es wenig geeignete Häfen für dieses breite Schiff. Aber die Kopfstege in Kreuzlingen sind eine gute Alternative zum überfüllten Konstanz.
Auch hier genossen wir noch ein wenig den Spaziergang durch den Seegarten nach Konstanz. Dort tobte der Bär (Blasmusikfestival oder so).

Der Seegarten zwischen Kreuzlingen und Konstanz
Tag3
Der Wind war schwach, aber die Sonne wollte langsam die Wolken wegheizen. Wir fuhren unter Motor in den Überlingersee. Vorbei am Eichhorn, vorbei an der Mainau bis etwa auf Höhe der Birnau um dann vorbei an den Pfahlbauten langsam wieder in Richtung Osten zu fahren. Teils mit schwachem Wind unter Segel teils unter Motor. Eigentlich wollten wir in Immenstaad einlaufen, aber Wasserstand und Info des Hafenhandbuchs ließen es nicht als ratsam erscheinen. Zwar ist im Hafen genügend Tiefe - aber in der Einfahrt nur 70cm bei Pegel 2,50 !! und beim aktuellen Stand von 350 !!! Na ja rechnet mal selbst!
Dann lieber nach Friedrichshafen in der Hoffnung das der Gaststeg beim WSC frei ist. Das war er leider nicht, aber der nette Hafenmeister frage uns nach der Breite und nannte uns daraufhin dann die Box 1719 - dort passten wir hinein und lagen gut. Wie wir da wieder herauskommen - na ja da mache ich mir am Tag 4 die nötigen Gedanken!
In Friedrichshafen ist es der Hafen der langen Wege. Von unserem Platz einmal rund-Um - ach ja, das wollten wir ja !
In Ort war echt etwas geboten. Am Ufer ein internationales Fest und am Anleger zwei Partyschiffe. Eines mit Tecno/Dance Fans und eines mit Transen, Dominas, Lack, Leder und Latex - das sogennte Schiff der Tortouren - ein Ausflug der SM-Szene . Entsprechend war der Auflauf am Ufer.

Das SM-Schiff der Torturen
Nachdem wir uns satt gesehen und alles fotografiert hatten. Wollten wir den Biergarten direkt am Hafen besuchen. Allerdings war man dort sehr unfreundlich und stellte und eine Wartezeit von min 45 Minuten in Aussicht. Wir lehnten ab und nach kurzer Beratung ob Spagetti an Bord oder schnelles Abendessen beim Express-Lamm-Keller entschlossen wir uns dort bei einer Art Express-Gastronomie halt zu machen. Das Essen ist nicht erwähnenswert, aber die Schnelligkeit bei günstigen Preisen kam uns nachdem teuren und guten Menüs der Schweizer entgegen. Das Standardgericht der Kids - wer hätte es gedacht ist ja doch immer Schnitzel - Pommes.Ein bisschen Gitarrenklimmpern an Bord, einen letzten Schoppen und die Kojen riefen.
Tag 4
Frühstück mit frischen Brötchen. Der Bäcker im Bahnhof macht es möglich. Danach langsames klarieren des Schiffs und dann heraus aus der engen Box. Zunächst von Hand und dann mit viel Vor/Rück bis das Boot passend in der Gasse steht und wir klar zum Auslaufen sind. Der anerkennende gehobene Daumen eines Seglerkollegen vom Nachbarboot freut uns natürlich.

Segler Nachwuchs am Ruder
Mit etwas halben Wind geht es langsam nach Süd-Ost. Als der Wind fast einschläft ist Bade-Tag.

Badetag bei gemessenen 20° und gefühlten 18°
Später dann noch ein wenig Lustsegeln auf Höhe von Langenargen bis die Vernunft gebietet die Segel zu bergen und das Boot in die Box zu fahren. Am nächsten Morgen müssen die Kinder in die Schule und vorher müssen wir noch ca. 300 Km Ferienreiseverkehres bewältigen.
Resümee:
Allen hat es Spass gemacht unser kleine Fahrtensegel-Rundum. Das Boot und ist ideal und läuft auch bei leichten Winden. Wenn die Neusegler etwas mehr Erfahrung haben kann man an eine Wiederholung denken und für die raumen Kurse den Spi mitnehmen.
Wer also Komfort, Sicherheit und flottes Segeln kombinieren will - die Matchrace-Yachten sind ideal. Einzig die Anzahl geeigneter Anlegeplätze erfordert Kenntnis und Planung sowie etwas Glück dass der Platz auch frei ist. Vielleicht findet man künftig ja ein paar Empfehlungen an Bord vor.

An der Yacht gibt es (fast) nichts zu kritisieren. Für die kleine Crew wären vielleicht Lazyjacks nicht schlecht, dass Groß ist schwer aufzutuchen. Auch eine Trittstufe am Mast tut not um das Fall einzuschäkeln und das Segelkleid zu bedienen. Vielleicht habe ich es auch übersehen, aber um zwischen den Dalben oder an der Mooring im Altenrhein zu liegen sind lange Festmacher nötig. Die an Bord sind zu kurz und taugen selbst als Spring nur bedingt.
Richtig gemein ist allerdings, dass nur ein Topf an Bord ist
es fehlt ein kleiner Topf - dann hätte ich vielleicht doch noch die Spagetti bekommen!
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