Verfasser-Archiv

Niklas, (12Jahre alt) berichtet von der Spartenregatta

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Regatta mit Bavaria 40S am Bodensee 

Unsere Fahrt an den Bodensee vom 12.04.2012 – 15.04.2012

Obwohl es während der Busfahrt die ganze Zeit stark geregnet hat, konnte es mir die Vorfreude auf unsere Regatta am Bodensee nicht vermiesen. Am Abend noch sind wir (Raimond und Gudrun, Klaus und Klaus und ich) in die „Fischerhütte“ essen gegangen. Daraufhin ging ich schon schlafen während der Rest der Crew bis um 1.00 Uhr noch Party gemacht hat.

Am nächsten Tag konnte man die Ausmaße der Bavaria 40 SS erst richtig erkennen. So ein großes Schiff segelte ich zum ersten Mal und das gleich mit einem 90 m² Spi. Den ganzen Freitag haben wir mit einem Trainer das Manöver Spi setzen und Spi bergen geübt. Abends steuerte ich das Boot heil in den Hafen.

Beim Abendessen im „AHOI“ (am Hafen) gab es die beste Tomatensuppe die ich je gegessen habe. Volle 10 Punkte.  Außerdem muss man bei Gudrun auf alles gefasst sein, selbst bei abgeschlossenem Boot……… :-))

Am Samstagmorgen nach einem reichhaltigen Frühstück haben wir dann erfahren, dass die Regatta ohne Spi gesegelt wird. Umsonst geübt!!!! Wir haben aber trotzdem eine gute Regatta gesegelt.
Kurz vor dem Ziel im 6. Lauf hat uns ein Schiff kurzzeitig überholt, dann ging es Nase an Nase Richtung Ziel und wahrscheinlich 10 cm vor dem Ziel streckte ich noch die Hand voraus und wir haben noch überholt.   Nach dem 7. Lauf haben wir nach einem unglücklichen Manöver (eine Halse) ein anderes Schiff gerammt. Nach diesem Schock wurden wir anschließend nur 3. im 8 und letzten Lauf des Tages. Abends durfte wieder ich das Boot in den Hafen bringen.  Nach einem guten Abendessen gingen wir alle früh schlafen.

Am nächsten Morgen wieder nach einem glorreichen Frühstück durfte ich die BAVARIA aus dem Hafen Richtung Startlinie fahren. An diesem Tag segelten wir eine Langstreckenregatta. Runter bis nach Lindau und nach Friedrichshafen zurück. Dies hat ganze 4 Stunden gedauert. Leider sind wir nur 4. geworden. Das war nicht unser Tag. Bei der Siegerehrung habe ich gedacht, dass wir nur 3. geworden sind, aber wir haben uns auf einen superguten 2. Platz gesegelt und das alles wegen unserem guten Team.

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Auf dem Heimweg hat es wieder geregnet. Zum Glück war die Regatta trocken geblieben!!!!

© Niklas Gerbes
Mein Dank gilt Raimond und Klaus Hedrich die Papa und mich überredet haben mitzukommen.

Jubiläum: 25 Jahre erster Vorstand

Im Rahmen der Mitgliederversammlung am 2.3.2012 wurden Gerhard Höhl für seine Verdienste geehrt. Das sind immerhin 25 Jahre als 1. Vorstand und davor 5 Jahre als Schriftführer.

Der 2. Vorstand Klaus Hedrich hob die Leistung in all dieser Zeit heraus und überreichte einen Gutschein für ein Traumwochenende. Dabei machte er auch deutlich das diese Ehrung auch seine Frau Inge Höhl  betrifft, die ja in all den Jahren Ihren Mann bei der Vereinsarbeit unterstützt hat.  

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v.l. n r.  Inge Höhl, Klaus Hedrich, Gerhard Höhl

Presseberichte zur Mitgliederversammlung

Liebe Segelfreunde/innen,
beigefügt die Presseberichte der Rheinpfalz -
Ausgabe Speyerer Rundschau  und Pfälzer Tageblatt - Lokales Germersheim vom 7.03.12

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Segeltörn vom 01.10. – 15.10.2011 in Süddalmatien und Montenegro

Auf der Gib Sea 43  „ DARKO“

ACI Marina Split – Sv. Klement ( Palmizana ) – Lastovo ( Skrivena Luka ) – Peljesac
( Trstenik ) – Cavtat – Risan – Kotor – Mljet ( Okuklje ) – Korcula – Hvar ( Jelsa ) –
Brac ( Milna ) – ACI Marina Split

Skipper:  Manfred Fritsche

Crew: Gerhard Höhl
           Herbert Keller
           Gerd Herr
           Fritz Keilbach
           Werner Schaller
Am Samstag  01.10.11  ist die erste Hälfte der Crew mit der S-Bahn von Germersheim nach Mannheim und von dort, zusammen mit der anderen  Crewhälfte, mit dem ICE zum Fernbahnhof
Frankfurt-Flughafen gefahren.

Der Flugeincheck läuft teilautomatisiert und nachdem wir unsere Bordkarten aus dem Automat gezogen hatten, verlief die weitere Prozedur ohne behördliche Beanstandungen. Unser  LH-Flug 1412 mit einer Embraer 190  verlief einigermaßen planmäßig und die Maschine landete gegen 19.00h  auf dem Flughafen Split, nahe bei Trogir. Hier wartete schon das Großraumtaxi (Taxi Gogo ), das vorab schon von Deutschland aus geordert worden war auf uns. In schneller Fahrt legte das Taxi die 35-km Strecke zur ACI-Marina Split zurück.
Wir treffen gegen 19.50h in der Marina ein und finden den Liegeplatz des Bootes an der Mole D.
Es ist zwischenzeitlich schon dunkel geworden. Das große Boot macht einen guten Eindruck und bietet für 6 Personen, in 4 Kabinen, bequem Platz.

02.10.2011          Sonntag          heiter          3 – 4 bft.  NE

In der Zeit von 9.00 – 11.00h wurde der Bootseincheck  mit einem Mitarbeiter von Niva-Yachting ohne Probleme erledigt. Leider hatten wir die Segel nicht ausgerollt, was sich später als Fehler herausstellte. Ein Teil der Crew besorgte Proviant und Getränke, der Skipper erledigte die bürokratischen und pekuniären Angelegenheiten bei der Stützpunktleitung der Fa. Wimmer-Yachtcharter und um 12.00h legten wir ab.
 
Mit der kräftigen 4-Zylinder-Diesel-Einbaumaschine konnten wir uns aus dem verwinkelten, engen Sportboothafen  in den Vorhafenbereich hinaus manövrieren.  Außerhalb des Hafens, als wir genügend Manövrierraum hatten stellten wir das Boot mit dem Bug in den Wind und wollten das Großsegel setzen. Das misslang, weil sich das Rollsegel in der Mastnute durch vorher eingewickelte Falten, verklemmte. Mittels Bootsmannstuhl hievten wir Herbert bis zur ersten Saling in den Mast, er bändigte mit einem hölzernen Rührlöffel aus der Küche die Falten, so dass es beinahe gelang das Segel zu setzen.

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Das Hantieren in dem stark schwankenden Mast war aber zu anstrengend, so fuhren wir in den Sportboothafen zurück und legten uns längsseits der Pier. Nochmals  ging die Stopferei mit dem Kochlöffel los, es blieb aber  letztlich erfolglos. Über Handy berichteten wir den Stützpunktleiter
Tomislav Akrap von den Unzulänglichkeiten an seinem Boot. Er kam auch sofort und klarierte das Segel. Gleichzeitig zeigte er uns, wie das ausgelutschte Segel listenreich zu setzen und zu bergen sei, nachdem er das Großfall richtig durchgesetzt hatte.
Wir sollten auf jeden Fall die Segelmanöver per Hand erledigen, keine Winsch zur Unterstützung nehmen, dann wäre alles very easy, aber man braucht für das jeweilige Manöver 3 Personen, davon eine Person am Mast.

Was sollten wir tun. Ein Ersatzsegel oder gar ein Ersatzboot gab es nicht, wir fanden uns mit der Situation ab und hatten während des gesamten Törns Glück mit der Vorgehensweise wie Tomislav es uns aufgetragen hatte, es war halt etwas anstrengender.

Um 15.00h legen wir wieder ab und dampfen mit Maschine zur Durchfahrt zwischen den Inseln Brac und Solta. Danach wurde die Genua gesetzt und diese zog uns Richtung Nordspitze von der Insel Hvar.
Gerhard war am Steuer und setzt bei halbem Wind den Autopiloten ein. Wir hatten kräftige Wellen von der Luvseite. Der Autopilot hatte Mühe den Kurs zu halten, die Stabilisierungsausschläge waren extrem groß, Gerhard verzweifelte mit der Technik und glaubte zeitweilig an Sabotage. Letztlich hatte sich das Gerät gefangen und wir steuerten genau zur Bucht Palmizana auf der Insel Sv. Klement zu. Dort liegt in der Naturbucht eine ACI-Marina. 40 AMS-Regattaschiffe hatten auch Palmizana als Nachtquartier gewählt, weshalb beim Einlaufen in die Marina ein geordnetes Gedränge herrschte, das die Marineros gekonnt entflechteten. Wir hatten trotz misslichem Beginn noch einen schönen Segeltag erlebt, bei teilweise 8 knt. Fahrt nur mit der Genua.

Um 19.00h liegt unser Boot fest am Steg. Die Regattacrews beherrschen die gesamte Marina einschließlich der Örtlichkeiten und der wenigen Konobas. Die Restaurants sind hoffnungslos überfüllt, wir versuchen unseren Hunger in einer anderen Wirtschaft zu stillen, müssen dazu aber über einen Pfad den Berg hinauf zu der gegenüberliegenden Bucht ( Vinogradisce )  laufen, wo es schnuckelige Restaurants gibt  und wir in einer stimmungsvollen Konoba gut bedient wurden.

Vom kulinarischen Ereignis befriedigt sind wir postwendend zum Boot zurückgekehrt. Um 23.00h
War Ruhe auf unserem Boot.

Etmal  32 sm

03.10.2011          Montag          sonnig          2 bft  NW

Vor der Rushhour sind wir beim Duschen und schon recht früh wanderten wir nochmals zu der malerischen FKK-Ankerbucht Vinogradisce über den Bergrücken und lassen uns mit einem Morgenkaffee bei „ Toto „ für den schönen Tag stimulieren. Die meisten AMS-Regattaboote sind schon zum Sammelpunkt für die nächste Etappe ausgelaufen.
Um 10.30h legen wir auch Richtung Süden ab. Vor der Stadt Hvar  liegt ein Kreuzfahrtschiff  auf
Reede. Bis zum Leuchtfeuer Pokonjidol motoren wir und richten den Kurs zunächst auf die Nordspitze der Insel Korcula.

Leider lässt uns der Wind im Stich, so dass die Segel vorsichtig verstaut wurden.
Gegen 14.00h liegt der neue Kurs von 150 Grad an, auf die Westseite der Insel Lastovo gerichtet. Wir laufen an der Küstenlinie Lastovo entlang und sehen die verrotteten Geschützstellungen auf halber Höhe an den seewärts gerichteten Berghängen. Hier sollte der sozialistische Staat Titos gegen
Westeindringlinge verteidigt werden.
Um 18.00h  laufen wir in die geschützte Bucht Skrivena Luka ein, wo vor der Konoba „Porto Rosso“ ein Schwimmsteg mit Mooring Leinen, Strom und Wasser ausliegt.
Wir nehmen das Abendessen in der Konoba ein und gehen um 21.00h zurück zu unserem Boot. Als Nachbarn haben wir 3 einheimische Crews. Die Nacht ist wunderbar ruhig. Ab 0.00h  ist auch Ruhe auf unserem Boot. Alle Debatten über die Vielfalt der Segelei und deren Hierarchie sind erschöpfend abgehandelt worden.

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Etmal  39 sm

04.10.2011          Dienstag          sonnig           2 bft.  NE

Nach dem Frühstück machen wir einen Landgang auf eine Anhöhe über der Bucht und entdecken dabei zwei kleine Steinhaufeninselchen, wo wir später kurz baden wollten.

Gegen 10.00h laufen wir aus, fotografieren aber vorher noch  den übergroßen Gartenstuhl, auf dem sich unser Gerhard ziemlich heruntergebeamt ausmacht.
Danach also baden wir in gut temperiertem Wasser bei den Steinhaufen und setzen alsbald die Segel.

Mit Kurs 90 Grad laufen wir zwischen dem Steingerümpel der „Vrhovnjaci-Gruppe“ aufs Festland zu.
Wir müssen den Kurs auf 60 Grad korrigieren um genügend Freiraum zu haben. Wir segeln mit Motorunterstützung und haben als Zielhafen Trstenik auf der Halbinsel Peljesac im Visier. Dort laufen wir gegen 16.00h ein.
Der geschwätzige Hafenmeister lässt uns an der Innenpier in einer Hafenecke festmachen. Der Kommunalhafen  ist klein, die Ortschaft auch.
Wir suchen eine Konoba am Wasser liegend auf mit schöner Aussicht auf die Bucht. Von hier schauen wir einem kleinen Fischerboot mit Minimalbesatzung zu, wie sie in einem Spezialverfahren ihr Netz durch die Bucht bugsieren und dabei immer Landverbindung hatten. Wie wir später beim Verkauf der Fische an der Kaimauer sahen, war der Schlepp sehr erfolgreich. Nun laufen noch drei weitere landestypische sogenannte Motorsegler mit Touristen ein, die den Rest der Pier im Päckchen liegend, besetzen. Das gemischte Publikum ist teilweise wenig rücksichtsvoll und laut. So war es auch in der Nacht recht spät als Ruhe geboten wurde.
Nach dem Abendspaziergang ließen wir uns in einem Winzer-Gewölbekeller zu einer Weinprobe verführen. Der Wein ( Dingac ) war teuer und schmeckte so lala. Anstandshalber gingen zwei Rotweinflaschen in unseren Besitz über.

Etmal   41 sm

05.10.2011           Mittwoch          sonnig           3 bft.  NE

Der Wetterbericht spricht eine Starkwindwarnung „ Jugo „  für Freitag aus, wir nehmen das ernst und wollen heute möglichst weit nach Süden kommen, um am Starkwindtag schon in der Boka Kotorska zusegeln.
Gegen  9.00h legen wir ab, setzen sofort alle Segel und lassen uns aus der Bucht mit vollen Segeln hinausblasen. Der Wind strömt die hohen Berge herunter, es macht riesig Spaß bei fast glatter See schnell zu segeln.
Gegen 10.30h  geht der Spaß dem Ende zu, der Wind lässt auch bedingt durch die Bergformationen sporadisch nach, wir nehmen die Maschine zur Hilfe und setzen den Kurs an Dubrovnik vorbei  
auf Cavtat ab.
Um 16.30h laufen wir in die westliche Bucht im Hafen Cavtat ein. An der pieksauberen Pier machen wir mit Buganker und zwei Achterleinen unter Palmen fest.
Das gastronomische Angebot die ganze Pier entlang ist sehr einladend und die Restaurants sind gut frequentiert. Unseren  „ Anleger „  nehmen wir im Cafe „Capu“ direkt am Liegeplatz unseres Bootes ein. Eine geringe Hafengebühr haben wir schon bezahlt, es gibt aber weder Duschen noch Toiletten. Man wollte uns dann beim zweiten Anlauf  eines Kommunalbediensteten teuren Landstrom andienen, da haben wir lieber den Stecker wieder gezogen und  Strom an Bord gespart. Als weiteren Höhepunkt des Tages konnten wir bei einem Rundgang entlang der Küste einen wunderbaren Sonnenuntergang miterleben.
Die Sonne ist weg und es wird merklich kühler. In einer Pizzeria lassen wir uns das Abendessen schmecken.
Den Absacker lassen wir uns wieder in Bootsnähe munden, eine 3-Mann Kapelle spielt live cool Jazz bis spät in die Nacht hinein. Es war unser bisher schönster Segeltag von Tagesbeginn an mit allen Zugaben und dem musikalischem Abschluss zum Finale.

Etmal  44 sm
06.10.2011          Donnerstag          sonnig           2 bft.  E

Bei der Grenzpolizei und beim Zoll müssen wir heute ausklarieren, weil wir kroatische Gewässer verlassen werden und unser nächster Hafen in Montenegro sein wird. Dazu muss das Boot an den Zollanleger mit dem Emblem „ Q „  verlegt werden.
Mit Pässen ,Crewliste und Bootspapieren bewaffnet suchen Gerhard und der Skipper beide Behörden in getrenntliegenden Örtlichkeiten auf. Die Zollbeamten saßen im Cafe und ersuchten uns in 20 Minuten nochmals ins Büro zu kommen. Es gab keine echte Kontrolle am Objekt, es wurde nach Aktenlage entschieden und neue Papiere erstellt und vielmals abgestempelt, so sieht eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme in de Südländern aus.

Um 9.15h legen wir ab und motoren an der kargen Küste entlang bis zur Südspitze von Kroatien, die gleichzeitig die Einfahrt in die dreifach gegliederte Bucht von Kotor ausmacht.

Nun müssen wir den Einklarierungshafen Zelenika finden, der östlich von Hercegnovi liegen soll. Aus der Ferne sehen die an der Küste liegenden Ansiedlungen sehr italienisch aus. Endlich finden wir die Anlegestelle der großen Gummiwalzen wegen, weniger wegen dem Bürokontainer mit der kleinen
Landesflagge.
Ein Zöllner nimmt uns in Empfang, bleibt dabei aber auf seinem sonnigen Platz am Container sitzen. Zuerst müssen wir zur Grenzpolizei in einem festen Gebäude stadteinwärts, dort werden wir von einer Politesse kühl aber pedantisch abgefertigt, wir erhalten neben neuer handgeschriebener Crewliste eine montenegrinische Gastlandflagge und eine Vignette für 6 Tage Aufenthaltsdauer, alles für stolze Euro 140.-
Beim lustlosen Zöllner ging es hernach entspannte zu.  Auf dessen Anfrage, ob wir deutschen Wein für ihn hätten, antworteten wir wahrheitsgemäß mit „nein“.
Dann sollten wir ihm eben Euro 10.- als „Customtax“ geben. Das war ein Angebot, dem wir nachkamen, eine Quittung gab es dafür nicht.

Nur mit gesetzter Genua segeln wir an der neuentstehenden Nobel Marina „ Porto Montenegro „ in Nähe des Flughafens Tivat vorbei und bergen dann das Vorsegel, weil der Wind in der Bucht stark dreht und wir eine weitere Engstelle mit Fährverkehr passieren.

Voraus liegt die verschlafene Ortschaft Perast, die in der Blütezeit bis zu den Türkenkriegen eine große Handelsflotte hatte und die beiden Inselchen mit Kultcharakter.
Die natürliche Insel Sv. Dordje mit einem Benediktinerkloster und dem Friedhof für den örtlichen Adel, sowie die auf einem Fels und Schiffswracks künstlich errichtete Insel Gospa od Skrpjela, jetzt ein Wallfahrtsort..
Unser Tagesziel ist Risan mit einem superkleinen Hafen, der für uns aber ungeeignet ist, da kleine Sportboote das Hafenbecken belegen. An der landseitigen Pier liegen zwei ausgediente Personenschiffe, die zu Billigrestaurants umgebaut waren.

Der einzig mögliche Anlegeplatz auf 2 m Wassertiefe ist unmittelbar nach dem Hafenbecken an der straßenseitigen Mole, aber ohne geeignete Festmachermöglichkeiten. Wir haben aber keine andere Wahl und versuchen mit langen Leinen das Boot irgendwie zu fixieren, da wurde auch kurzzeitig ein schwerer beweglicher Blumenkübel missbraucht.
Bezüglich Yachtinfrastruktur bietet der Platz nichts, dafür kostet es auch keine Hafengebühr. Die alte Stadt, die an einzelnen Gebäuden noch Spuren des starken Erdbebens von 1979 aufweist, ist ansonsten wenig attraktiv und so strukturiert, wie man es sich am Balkan vorstellt.

An Bord gibt es heute Spaghetti mit leckerer Sauce, es folgt noch ein Abendspaziergang, wobei uns russische Glücksspieler unangenehm auffielen, eine Absteige für lockere Mädchen war auch nicht zu übersehen.

Etmal  35 sm
07.10.2011           Freitag           bedeckt             böiger Wind aus diversen Richtungen

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Um 9.30h legen wir ab, zum Glück  haben wir bei dem geringen Wasserstand keine Schäden am Unterwasserschiff erlitten, es stinkt nach Schwefelwasserstoff also nichts wie weg .Starke Fall Böen wechseln sich mit flautenverdächtigen Sektionen ab. Die bis zu 1.700 m  hohe Gebirgskulisse zusammen mit dem Wolkenbild ist sehr beeindruckend.
Wir laufen in Kotor ein, dort liegt das Kreuzfahrtschiff  „ Insignia „ und auch die Sea Cloud III  liegt an der Pier, ein weiteres Kreuzfahrtschiff folgt unserem Kurs und geht vor Anker.

Um 12.00h  machen wir an einem freien Platz an einem Ausleger fest, es bläst heftig vom Berg runter, das Anlegemanöver ist nicht einfach.
An Bord wird  eine Kleinigkeit gegessen dann erfolgt der erste Stadtrundgang durch den alten Stadtteil von Kotor, der innerhalb einer wehrhaften Befestigungsanlage liegt.
Um 14.00h  fahren wir mit dem Linienbus zum Landausflug nach Budva. Das ist ein Zentrum des Jugendtourismus an der Adria. Es hielten sich viele britische Fußballfans in der Stadt auf, da am gleichen Tag ein EM-Qualifikationsspiel Montenegro-England in Podgorica stattfinden sollte.

Die Rückfahrt mit dem Bus führte am Flughafen Tivat  vorbei, wo tote Hose herrschte. Wieder in Kotor angekommen kauften wir bei einem Metzger prächtige gegrillte Hähnchen XXL ein, die an Bord verspeist wurden.

Etmal   19 sm
8.10.2011Samstag

Heute machen wir einen Hafentag in Kotor.
Nachts zog ein starkes Gewitter durch, es regnete und die Temperaturen waren merklich gefallen. Wir besuchten ausgiebig die Altstadt von Kotor und beobachteten von einem Straßenkaffee aus den Touristen-Besucherstrom.
Heute stand ein Landausflug mit dem Linienbus nach Podgorica, der Landeshauptstadt auf dem Programm. Der Bus sollte planmäßig um 11.50h  abfahren, da aber die Skipper auf dem Boot zu lange mit Besorgungen zu gange  war, also unpünktlich gewesen ist, wartete der Busfahrer gegen ein kleines Handgeld das Eintreffen des Skippers und des Co-Skippers ab. Über Budva führte die Straße an Cetinje vorbei über unzählige Kehren durch das Gebirgsmassiv im Bereich des 1750 m hohen Lovcen nach Podgorica. Dort war es aber so lausig kalt und regnerisch, dass wir auf den angedachten Stadtbummel verzichteten und mit dem nächstmöglichen Bus zurück nach Cetinje gefahren sind.

Auch hier war es auf 600 m  über NN nicht wärmer. Wir schwärmten aus, schauten kurz die Residenz des jetzigen Staatspräsidenten ,den Königspalast des vormaligen Herrscher von Montenegro und einige frühere Botschaftsgebäude aus den 1900 ter Jahren an und dann drängte es uns von Kälte und Hunger getrieben in eine einfache Pizzeria. Danach laufen wir im Regen schnell zur Busstation um nach Kotor zurückzufahren.
Dort fängt uns ein  Taxifahrer ab und will uns 6 Personen mit zwei Taxen für insgesamt Euro 30.- nach Kotor fahren. das ist erstaunlich günstig und kaum teurer als die Busfahrt. Wir gehen auf das Angebot ein und hatten eine bequeme Rückreise. das dicke Ende kam, nach unserer Ankunft in Kotor, wo dann Euro 30.- pro Taxi gefordert wurden.
Diesem Geschäftsmodell setzten wir unsere ganze Hartnäckigkeit entgegen. Über einen gut englisch-sprechenden Kellner in unserem Stamm Café, ließen wir dem Taxifahrer in seiner Landessprache ausrichten, dass sein Versuch uns zu übervorteilen und auszutrixen misslungen ist.

Gegen 17.00h  haben wir den lästigen Taxifahrer abgeschüttelt, es ist jetzt auch in Kotor unangenehm kühler geworden. Den Rest des Tages verbrachten wir auf dem Boot.
09.10. 2011           Sonntag             Schleierwolken               kalter Wind aus  NE

Wir verlassen heute wieder Montenegro und klarieren um 8.00h  bei Zoll-und Grenzbehörden aus. Gegen 9.00h  legen wir ab und fahren aus dem Kotorfjord. Am neuen Porto Montenegro wollten wir Diesel nachtanken, aber die Tankstelle ist außerhalb der Saison nur werktags geöffnet .Mit Maschine fahren wir bis zur Ausfahrt Boka Kotorska, setzen dann die Genua und mit Kurs 300 Grad segeln wir an der Küste entlang nach Cavtat.
Dort kommen wir um 16.00h  am Kai  „ Q „  zum Einklarieren in Kroatien wieder an.
Nach dieser formalen Prozedur verlegen wir wieder längsseits der Hafenpier und besuchen das schon bekannte Jazz-Cafe zu einem  Cappuccino. Fritz macht heute ein Abendessen mit Kartoffeln. Wir liegen wieder schön ruhig.

Etmal  37 sm
10.10.2011           Montag           halb bedeckt                            6 bft.  NE

Die Nacht war bedingt durch den starken Wind und die Wellen unruhig geworden, überall waren Knarrgeräusche wahrnehmbar.
Gegen 10.00 h  legen wir ab und setzen unmittelbar danach die Genua. Bei toller Fahrt  haben wir die markante Felseninsel Sv. Andja mit dem Leuchtfeuer voraus. Vor der Passage dieser Insel setzen wir auch noch das gereffte Großsegel und mit Kurs 260 Grad  preschen wir bei rauer See auf die Südspitze der Insel Mljet zu. Durch die Wetter-und Windbedingungen haben wir einen starken Kursversatz nach Westen.
An der Kimm beobachten wir Raimond mit seiner Bavaria 46 von Dubrovnik kommend, der aber mehr Raum zur Insel Mljet hat. Um nicht aufkreuzen zu müssen fahren wir hart am Wind so gut es geht, streichen dann die Segel und fahren mit Maschine um die Inselspitze herum und die letzten 4 sm an der Insellinie entlang in die geschützte Bucht Okuklj auf Mljet.

Eine bewaldete, schöne ruhig gelegene Bucht. Vor dem uns empfohlenen Restaurant „ Maran“ machen wir mit Mooring und zwei Heckleinen fest. Der Wirt ist beim Anlegemanöver behilflich ,der Liegeplatz ist gratis, dafür erwartet man, dass man Köstlichkeiten des Restaurants verzehrt. Das  war auch so von uns beabsichtigt.
Der Wirt empfiehlt einen kapitalen Fisch vom Grill für die ganze Crew mit Vorspeise, Nachspeise und Landwein. Das war wirklich ein fürstliches Essen zu dem uns Fritz aus Anlass seines Hochzeittages eingeladen hatte.
Dieser schöne Segeltag mit dem krönenden Abschluss war ein weiteres Highlight des Törns.

Etmal    29 sm
11.10.2011            Dienstag                   sonnig              3  bft.   NE

Natürlich kommen wir dem Wunsch des Wirtes nach und tragen uns als SCLF-Crew im Gästebuch ein. Die freundlichen Segelkameraden aus Kärnten machen uns dann darauf aufmerksam, dass unsere Pasarella, wir sagen Gangway, mit einem Ende im Wasser liegt.

Gegen 10.00h legen wir ab und verlassen die naturschöne Bucht unser Tagesziel ist Korcula. An der Insel entlang segeln wir Kurs NW  in die Naturbucht von Polace an der Nordseite der Insel Mljet.
Dort liegt Raimond mit seiner Bavaria 46 „ Niva „ vor der Konoba Paradiso.
Die ganze Besatzung ist mit Mountainbikes auf Landerkennungstour. Wie abgesprochen deponieren wir eine SD-Speicherkarte für einen der Fotoapparate auf der  Niva  und ankern dann unweit der  Niva in einer wunderbaren Bucht, baden ist angesagt.
Die Wassertemperatur ist noch angenehm.
Fritz legt sich besonders ins Zeug , räumt die Backs Kiste mit Lebensmitteln leer und bereitet uns einen wunderbaren Eintopf.

Um 15.00h  geht der Anker auf und über eine schmale, flache Furt fahren wir aufs offene Wasser hinaus. Es steht eine lange Dünung an, aber fast kein Wind, also müssen wir bis Korcula Marina motoren.
Um 18.00h laufen wir dort ein, wegen starkem Seitenwind brauchen wir zwei Anläufe, das Bugstrahlruder war hierbei wenig hilfreich, da ohne große Wirkung. Aus Unachtsamkeit oder vielleicht ganz bewusst, sorgt ein Marinero der Marina dafür, dass wir die Sorgleine der Mooring in den Propeller bekommen. Dann bietet er uns an einen Taucher zu besorgen, was das kostet weiß er angeblich nicht.
Wir ahnen dass das wieder ein Arbeitsbeschaffungsprogramm für den Taucher ist, gleicher Meinung sind Bootsnachbarn aus Polen, die sich anbieten mit scharfen Messer bewaffnet zu tauchen, das nahmen wir an und nachkurzer Zeit waren wir von dem Malheur befreit.

Zwischenzeitlich war auch der ortsansässige Taucher mit einer neuen Sorgleine quer über das Hafenbecken geschwommen und hat diese an unserer Mooring angebracht.
Bei weiteren Gesprächen mit den hilfsbereiten Polen, wir konnten uns mit 2 Flaschen guten Rotweins revanchieren, Geld wurde abgelehnt, stellte sich heraus, dass sie in der Geburtsstadt der Frau des Skippers nämlich Breslau ansässig waren.
Ein abendlicher Spaziergang durch das romantisch beleuchtete Korcula beschloss den Abend.

Etmal     32 sm

12.10.2011           Mittwoch             sonnig                 2 bft.     NE

Nach einem Probelauf- konnten wir feststellen, dass der Propeller und die Propellerwelle keinen Schaden abbekommen haben.
Wir legten gegen 10.00h  ab, unsere freundlichen Polen waren schon auf und davon, und liefen zur Tankstelle um 60 lt. Diesel zu übernehmen.
Gegen 11.00h wurde die Tankstelle verlassen und wir konnten dann sofort Segel setzen. Im schmalen Kanal zwischen Insel Korcula und der Halbinsel Peljesac konnten wir prima aufkreuzen, dabei entwickelte sich eine kleine Miniregattamit zwei anderen Booten auf gleichem Kurs.
An der Nordspitze von Peljesac angekommen, richten wir den Kurs gen Osten auf die Südspitze der Insel Hvar zu. Ab 16.00h mussten wir motoren, da das Tagesziel Jelsa  noch ziemlich weit weg war.

Wir umrundeten die Inselspitze und fuhren auf der Ostseite von Hvar dem Tagesziel entgegen. Es dämmerte dann schon und bei untergehender Sonne bot der Himmel ein beeindruckendes Farbenspiel.
Um 19.00h kommen wir im Kommunalhafen von Jelsa an und legen uns an Mooring und Heckleinen vor das Speiselokal  „ Konoba Napoleon „.
Die Atmosphäre im Lokal ist sehr ansprechend und wir beschließen auch dort zu speisen.

Etmal   49 sm

13.10.2011            Donnerstag             blauer Himmel                       Bora

Werner hat heute einen runden Geburtstag, das Boot wird mittels einer Heißleine und der Dirk mit vielen Gastlandflaggen geschmückt. Das Frühstück entsprach dem würdigen Anlass, Werner soll es noch lange gut gehen.
Um 10.30h  legen wir ab und segeln bei achterlichem Wind Richtung der Durchfahrt zwischen den Inseln Brac und Solta . 15.00h  Die Segel werden geborgen und mit Maschine laufen wir in die Necujambucht, wo wir eigentlich die Nacht vor Anker und mit Heckleinen an einer Pinie verbringen wollten. Die Bora steht vol in die Bucht herein.
Nahe des beabsichtigten Ankerplatzes liegt ein schon vor längerer Zeit gesunkenes Ausflugsboot auf Grund, es schauen nur noch die Decksaufbauten und ein Teil der Reling aus dem Wasser. An der gegenüberliegenden Buchtseite ragt der Mast einer gesunkenen Yacht aus dem Wasser, alles nicht sehr einladend und latent gefährlich.

Wir gehen kein Risiko ein und verlassen die Bucht wieder. Alternativziel ist die Marina Milna auf der Insel Brac. Dort laufen wir bei heftigem Wind um 17.30h ein.
Marineros helfen uns professionell beim Längsseitsgehen, das Boot ist gut abgefendert , die Bora drückt uns voll auf den Steg, kann uns aber nichts mehr anhaben.

Etmal    35 sm

14.10.2011            Freitag                     blauer Himmel                         Bora
Alle hoffen, dass die Bora wenigstens zeit weise etwas nachlässt, damit wir einen Auslaufplan verwirklichen können ,wie wir aus dieser Mausefalle in der wir uns als Längsseitslieger befanden, unbeschadet wieder herauskommen wollen.
Gegen 11.00h  legt das uns unmittelbar behindernde Boot ab, jetzt gibt es einige Meter Freiraum. Mit Eindampfen in die Vorspring und Unterstützung der Marineros beim Leinen lösen, kommen wir frei.

Jetzt wollen wir nochmals die Tankstelle anlaufen und etwas Diesel nachtanken. Danach laufen wir mit gereffter Genua in der weiten Splitbucht aber ohne besonderes Ziel. Es bläst noch ein mächtiger Wind
Wellen sind auch recht kabbelig, doch plötzlich gegen 12.30h  ist der Wind weg, nur noch aufgewühltes Wasser, wir dümpeln.
Also laufen wir mit Maschine zur ACI-Marina Split an den Liegeplatz 12  zur Mole D  und machen dort das Boot fest. Über Funk hatten wir dem Vercharterer unsere Rückkehr angekündigt.

Etmal      12  sm

Kurze Zeit später läuft auch Raimond mit seiner Bavaria 46  ein und macht an der gleichen Mole fest.
Den Abend verbringen wir gemeinsam in der Konoba  „ Varos „  in Split bei landestypischen Gerichten und Getränken.
Es war ein sehr schöner Abschluss für zwei gelungene, getrennt gesegelte Törns.

15.10.2011                  Samstag                       sonnig
Nach dem Frühstück checken wir aus, lassen unser Gepäck aber an Bord und laufen in die Altstadt von Split. Es interessiert besonders der Baukomplex des Diokletianpalastes, als Alterssitz für den römischen Kaiser Diokletian  vor ca. 1650 Jahren errichtet.
In einzelnen Gruppen aufgeteilt verbringen wir den sonnigen Tag jeder nach seinem Gusto in Split und wandern am frühen Nachmittag zum Boot zurück.
Gegen 16.00h  kommt unser Sammeltaxi und bringt uns zum Flughafen. der Abflug verzögert sich etwas ,wir starten erst kurz vor 20.00 h 
Am Flughafen Frankfurt angekommen müssen wir noch auf den Zug Richtung Mannheim warten.
Kurz nach Mitternacht haben wir alle unsere Anschlusszüge in die Heimatorte.

Auch dieser Törn der MRC-Gruppe vom SCLF Lingenfeld war wieder ein Erfolg und rechtfertigt die mit der Vorplanung verbundene Arbeit. Dafür danke ich allen beteiligten Segelkameraden.

Gesamtetmal   404 sm
Karlsdorf, 28.11.2011                     Manfred Fritsche

Bodensee Schnupper- und Prüfungsfahrt

2 1/2 Tage Kurz-Trip und Prüfungstörn

am Sonntag den 31.7. nahmen wir - das sind Gerhard Höhl, Werner Schaller und Raimond Herrmann - die Chance wahr auf einer kleineren Kielyacht (Sunbeam 29) den Bodensee ein wenig zu erkunden.

Los ging es am späten Nachmittag in der Ultramarine. Einklarieren, kurz erfrischen und Leinen los.  Bei schwachen Wind ging es über den See in Richtung Süden. In der Marina Rheinshof legten wir an und genossen den Blick vom Terassenrestaurant  über den See bei leider sehr teueren Getränken. Kein Wunder der Franken steht bei 1,10 = 1 Euro. 

Passend zur untergehenden Sonne legten wir wieder ab  um unter Motor zurück nach Kressbronn zu fahren. Unterwegs auf dem See ein zünftiges Vesper in der Plicht.

Wir kamen im dunklen an. Aber dank Revier- und Hafenkenntnis sowie aufmerksamer Steuerleute ging es ohne Probleme zurück in die Box und etwas später in die Kojen.

Der Montag brachte hervorragendes Wetter - aber nur schwachen Wind. Wir wollten nach Konstanz. Aber erst nach einem guten Frühstück und nachdem wir die grosse Marina samt Geschäften begutachtet hatten. 

Es kam wie es kommen musste. Trotz sommerlicher Temperaturen wurde Segelkleidung erworben als solle es über den Atlantik gehen. Na gut die Wirtschaft wirds dem Käufer danken. Auf dem See, sich auflösender Dunst, warm aber wenig Wind. so ging es am Wind langsam gegen Westen. Abwechselnd unter Motor und immer mal wieder unter Segeln.  Gegen Nachmittag liefen wir dann zwischen den Schildern 4 und 5 in die Marina des KYC ein. Diese liegt sehr schön und ruhig vor den Toren der Stadt Konstanz.

Freundlich wurden wir aufgenommen und um 11 Euro für Schiff und Mannschaft gebeten. Enthalten darin die Duschen und ein wunderschnes Stückchen Park vor der Clubvilla.

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Natürlich machten wir Konstanz unsicher. Die Altstadt ist ein Muss und würde auch für 2-3 Tage etwas hergeben. Natürlich wurde gut gegessen und zurück auf dem Weg zum Schiff auch noch ein Seekaffee aufgesucht. Bald war es 22.00 Uhr und die Schweizer feierten mit viel Feuerwerk Ihren Nationalfeiertag. Wir hatten auf der Mole VIP-Plätze und konnten das Spektakel bei einem Glas Wein, mit Blick über fast das gesamte Schweizer Ufer betrachten.

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Am Dienstag musste dann der Kurs wieder Richtung Heimatmarine gehen, denn am Mittwoch war ein Crewwechsel geplant Sebastian, Yvi und Martin wurden erwartet.

Doch Tag und der Abend gehörten noch uns. Leider wieder mit wenig bis keinem Wind. So tuckerten wir mit 2000 Touren langsam über den See und vorbei an Hagnau zog es uns zum Kaffee nach Immenstad. Mit Blick in den Hafen genossen wir den Kaffee auf der Terasse und anschliessend ein Vesper in der Plicht. Weiter ging es mit zwei Badestops nach Friedrichshafen zum Eisessen und später vorbei am Schloss Monfort in die Heimatmarine. In Friedrichshafen findet man die wohl turbulenteste Seepromenade vor. Da ist immer was geboten.

Übrigens dass  Wasser läd zur Zeit zum Baden ein, 20-22 Grad an der Oberfläche und 19 Grad (amtlich )bei 50 cm Tiefe. 

Wir haben es alle genossen - wenn auch der erste Sprung etwas Überwindung kostete.

Zurück in der Heimatmarine ging es nach einem Anleger-Drink zu Fuss rund um die Marina über die Argenbrücke und in den Nachbarhafen zum “Schuppen 13″ leider kein Platz. Also statt Nobel-Italienisch gabs dann eben “Gut Bürgerlich” in der Fischerhütte, in der wir gerade so noch einen Platz im Freien ergatterten.

Damit hätten 2 1/2 Tage enden können, aber nein eine kleine Wanderung nach Langenargen sollte der Verdauung dienen. Wir genossen den verlöschenden Abend, den schönen Park am Ufer von Langenargen und dann ein Eis bzw. einen Kaffee. Obwohl erfahren was diesen Weg betrifft hatte Raimond doch die Taschenlampe vergessen. Der Mond war auch nur schwach-matt und so mussten wir im Dunkeln zurück. Es gelang dank ein wenig Ortskenntis erstaunlich gut.

Ja so gingen 2 1/2 Urlaubstage zu Ende. Gerhard und Werner machten sich am Mittwoch auf den Weg nach Hause und die Kojen für die Übungscrew frei.  Mit Wiederholung ist aber zu rechnen.

Am Mittwoch dann Crewwechsel. Yvi, Sebastian und Martin kamen an Bord. Sie wollten die praktische Prüfung zum Bodensee-Patent absolvieren.  Also am Mittwoch bei Regen und frischen Winden Manövertraining. Ich glaube so viele Wenden, Halsen und Segelmanöver wie an diesem Nachmittag machen manche Fahrtensegler im ganzen Urlaub nicht. 

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Aber da nur 2x je ein halber Tag fürs Üben  zur Verfügung stand, war das Programm für den Donnerstag auch schon klar. Früh raus und üben. Und so waren wir gegen 9.00 Uhr auf dem Wasser (wohl die ersten) und fischten eine Boje nach der anderen raus mit Halse, mit Q-Wende und natürlich mit dem echten Aufschießer   wie die Bodenseeprüfungsordnung das will. Beidrehen und Beiliegen und die Knoten wurden natürlich auch geübt. 

Um 13.00 mussten wir das Boot einer anderen Crew abtreten die auch üben musste.

Am Freitag breitet sich dann eine gewisse Nervosität aus. Gegen 11.00 wird der Prüfer erwartet und was erwartet die Prüflinge?  Der Prüfer kommt an Bord und entmachtet erst einmal den Skipper. Der darf nichts mehr tun, nichts mehr sagen und auch nicht Deckshand sein - aber alles verantworten.!! Ok, dann ziehe ich mich eben schmollend aufs Badedeck zurück. 

Obwohl keine Motorprüfung nötig (das haben die 3 schon) muss Sebastian ablegen und uns auf den See kutschieren.

Ich will es kurz machen und vorweg nehmen. Alle machten Ihre Manöver korrekt und es gab für den Prüfer nichts zu beanstanden. Ein paar Tipps gab er obendrauf wenn es mal nicht perfekt, aber doch gut klappte und so waren die 3 Neu-Kapitäne(innen) schon nach etwas mehr als einer Stunde wieder am Land.

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Wir gratulieren und freuen uns, dass nun noch mehr das nahe und interessante Revier Bodensee selbständig nutzen können.